Daniel Troha - Interview - Skoutz-Award

Zu Besuch bei Daniel Troha

Heute ist der Skoutz-Kauz mit Ela zu Besuch bei Autor Daniel Troha, den wir bisher in der Skoutz-Redaktion noch nicht kannten.

Anlass des Besuchs ist, dass eines seiner Bücher, Von Sensenmänner und seltenen dämlichen Todesfällen, von den Vorjahressiegern Silvia Witt und Oliver Uschmann in die Skoutz Award Midlist Humor 2022 gewählt wurde. Wenn das mal kein guter Grund ist, dann wollen wir doch mal schauen, was er uns zu erzählen hat.

 

Zu Besuch bei Daniel Troha – der sich für Situationskomik begeistert

Hallo Daniel, wir, der aufgeregt hibbelige Skoutz-Kauz und ich, freuen uns riesig, dass du uns in deinen heiligen Hallen empfängst. Nun sind wir sehr gespannt, was wir so alles von dir und über dich erfahren dürfen. Lass uns einfach mit unserem Interview anfangen:

 

Autorenprofil - Daniel Troha - Skoutz Interview

Wenn du ein Tier wärst, wärst du ein …? (Und warum?)

Wenn ich mir unsere beiden Kater so anschaue, dann wäre dieses Leben eine ernsthafte Option.

Warum? Was spricht dich da an?

Mehrere Schlafzimmer, Kost und Logis frei, ständige Streicheleinheiten und auch sonst muss man sich um nichts kümmern.

Wow, mehrere Schlafzimmer sogar noch, Hammer. Ja da wär ich auch gerne Haustier bei dir *schnurr*. Aber du schaust, als wärst du selbst nicht restlos überzeugt?

Auf Dauer wäre das doch ein wenig langweilig. Noch spannender finde ich es, als Vogel die Welt von oben zu sehen.

Dann hoffen wir doch, dass dich keine Katze erwischt, wenn du ein Vogel wärst und den uralten Traum vom Fliegen lebst. Da kommen wir doch gleich mit der nächsten Frage:

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Womit kann man dich im Alltag glücklich machen?

Gutes Essen, Ausflüge in die Natur, spannende und interessante Geschichten (egal ob in Büchern, Filmen / Serien oder Videospielen).

Da geht es dir wie mir, mit wenig sind wir schon sehr glücklich. Wobei du sogar den großen Vorteil hast, dass du das mit den Geschichten als Autor sogar selbst in der Hand hast. Darum lass uns doch mit Wünschen weitermachen.

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Wir alle haben Wünsche, für uns, für die Welt. Was sind deine und was tust du, damit deine Wünsche in Erfüllung gehen?

Für die Welt würde ich mir wünschen, dass man gemeinsam an einem Strang zieht und so den größten Problemen unserer Zeit begegnet, anstatt nur nach Macht und noch mehr Profit zu streben.

Oh ja, dass wäre wirklich wünschenswert. Und wie hältst du es im Kleinen?

Persönlich bin ich sehr zufrieden, wenn ich und die Menschen in meinem Umfeld gesund sind.

Das wünschen wir uns doch alle oder?

Ich freue mich über Leserinnen und Leser, denen meine Geschichten gefallen und in diese Richtung geht auch mein persönlicher Wunsch: noch viele Bücher veröffentlichen, die dann eine breite Leserschaft finden.

Na, dass hoffen wir doch auch, dass du noch viele tolle Geschichten veröffentlichst. Uns jedenfalls hast du schon gewonnen und wir hoffen, dass du über uns auch viele neue Fans gewinnen kannst.

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Dann wollen wir doch nun mal zu Büchern kommen:  Zu denen die du gelesen hast und jenen die du schreibst. 

Welches Buch hat dich am meisten geprägt?

Da gab es so einige. Die Schatzinsel*, Bücher von Jules Verne* und in Bezug auf Fantasy würde ich R. A. Salvatore und seiner Saga vom Dunkelelfen* große Bedeutung zuschreiben.

Interessante Mischung. Abenteuer, Science Fiction und Fantasy. Die haben wir auch alle auf unserer Klassikliste. Speziell die Geschichte vom Dunkelelfen will unsere Chefredakteurin auch ewig schon mal vorstellen. Da kann ich sie gleich nochmal erinnern.

Die Auswahl spricht definitiv dafür, noch einen Blick auf dein Bücherregal zu werfen. Aber fragen wir doch anders herum.

Welcher Klassiker liegt allen Vorsätzen zum Trotz immer noch auf deinem SuB?

1984, wobei ich zu meiner Entschuldigung sagen muss, dass es noch nicht allzu lang auf meinem SuB liegt. Vielleicht hab ich es auch nur gekauft, weil es mein Geburtsjahr ist 😉

Ups, nun fühl ich mich gerade alt *lach*. Aber das Buch ist schon wirklich lesenswert. Auch wenn man Orwells Stil nicht mögen muss, die Vision ist schon beängstigend – gerade weil so viele das heutzutage scheinbar nicht als Warnung sondern als Gebrauchsanleitung verstehen. Darum steht es auch auf unseren Classics-Listen (hier).

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Und welches Buch hätte deiner Meinung nach deutlich mehr Leser verdient und warum?

Da möchte ich mich gar nicht so genau festlegen.

Warum nicht? Oder vielmehr: warum nicht so genau?

Es gibt dort draußen viele großartige Geschichten, die es verdient haben, gelesen zu werden. Schaut euch auch mal bei Selfpublishern und kleineren Verlagen um: dort sind einige Perlen zu finden.

Stimmt auch wieder, im Grunde sollte man hier wohl jedes einzelne Buch, das je geschrieben wurde, einstellen. Dafür werden wir allerdings noch ein Weilchen brauchen, also lass uns doch mal damit anfangen, deine Bücher vorzustellen. Reden wir darüber, wie sie entstehen.

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Themen finden ist oft einfacher als aus den vielen Ideen, die richtige Auswahl zu treffen. Wie entscheidest du, welches Projekt du als nächstes verwirklichst?

Das mache ich wirklich nach Lust und Laune. Wenn ich gerade eine Phase und Vorliebe für ein bestimmtes Thema habe, dann schreibe ich an diesem weiter.

Also springen dich die Themen einfach so an und du nutzt dann die Gunst der Stunde um daraus eine Geschichte zu zaubern? Das finde ich richtig klasse, gerade, weil viele Autoren das nicht so hinbekommen, zwischen verschiedenen Geschichten zu springen.

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Wo stehst du beim Schreiben einer Szene? Bist du eher der aufmerksame Beobachter und Dirigent oder mittendrin in allen Höhen und Tiefen mit Blut, Schweiß und Tränen?

Gefühlt immer mittendrin, für die etwas ruhigeren Szenen dann aber gerne auch der aufmerksame Beobachter und Dirigent.

Ein Autor sollte immer in seiner Geschichte stehen, würde ich sagen. Erst dann kann ich als Leser auch sehen, dass er sich damit identifiziert und auch meint, was er schreibt. Aber ja, er muss wirklich nicht immer direkt im Getümmel mitmischen. Wenn ich so darüber nachdenke, sind oft auch solche Szenen richtig stark, in denen man vom Rande aus die Szene wahrnimmt. Darauf muss ich mal beim Lesen achten. Was ist dabei für dich als Autor die Motivation?

Schreiben soll ja schließlich auch entspannend sein und nicht meinen Puls hochtreiben.

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Welche Szenen fallen dir beim Schreiben am schwersten und wie meisterst du sie trotzdem?

Vielleicht die ganz ruhigen Szenen, die auch wenig Dialoge enthalten. Oft hilft dann ein bisschen Abstand.

Ja, das ist sicher auch ein Aspekt zu unserer Frage vorhin. Und wenn das nicht reicht, was machst du dann?

Dann hilft die ein oder andere zusätzliche Überarbeitung, bis es stimmig ist.

Wenn du schon das „Stimmige“ erwähnst …

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Was ist dir beim Schreiben deiner Geschichten am wichtigsten, worauf achtest du besonders?

Am wichtigsten sind mir meine Charaktere.

Das glaube ich sofort! Ist mir bei den Sensenmännern auch aufgefallen. Die Figuren waren im positiven Sinne alle besonders. Was ist dir da ein besonderes Anliegen?

Sie sollen authentisch sein und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Außerdem achte ich sehr darauf, dass in meine Geschichten originelle Ideen und verrückte, gerne auch skurrile Einfälle mit einfließen.

Wenn das nicht geklappt hätte, wären wir nicht hier! Das macht deine Geschichten ja auch so lesenswert und dafür danken wir dir.

Aber wenn du hier schon Verrücktheiten erwähnst, freue ich mich umso mehr auf die nächste Frage:

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Es heißt, jeder Künstler muss auch ein bisschen wahnsinnig sein. Was ist dein Schuss „Wahnsinn“?

Meine Situationskomik, die ich oft an den Tag lege und meine Impulsivität, die nicht immer nur Segen ist. Langweilig wird es dafür aber eher selten.

Hey Langeweile ist doch eh der Killer eines jeden *lach*. Danke für die ehrliche Antwort und nun würden wir gerne mal einen kleinen Blick in eine deiner Geschichten werfen dürfen:

Beschreibe dein aktuelles Buch in 3 Sätzen

Die skurrilen Abenteuer in der Welt der Sensenmänner gehen weiter.

Hurra! Das freut mich.

Diesmal verschlägt es Arthur und die Bande nach Mexiko. Dort entführt ein Unbekannter die Assistenten, die den Sensenmännern bei der Ausführung ihrer Aufträge zur Hand gehen.

Wie klasse, wir dürfen noch ein weiteres Mal dabei sein.

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Wo wir hier so nett beisammen sind, würden wir gerne noch etwas mehr über dich erfahren.

Was würdest du noch gerne lernen und wozu?

Zeichnen. Leider ist es mit meinem Singstimmchen nicht weit her, deswegen würde ich gerne selbst zeichnen / malen können, um so meine eigenen Bücher zu gestalten oder einfach nur die Wand in meiner Schreiberecke zu verschönern.

Das wäre bestimmt super und wenn es soweit ist, dann sag uns unbedingt Bescheid, damit wir es uns alle ansehen können. Ja und bezüglich deiner Sangeskunst, so schlimm wie bei mir ist es bestimmt nicht. Ich sing lieber nur unter der Dusche, das Wasserrauschen dämmt. Und anders könnte man mich echt niemanden zumuten *lach*.

Da du mich aber noch nicht singen gehört hast …

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Welcher Moment im Leben hat dich besonders geprägt?

Da gab es einige. Sein erstes eigenes Buch, an dem man lange Zeit geschrieben hat, endlich in den Händen zu halten, war einer davon. Besonders, weil die Entstehungsgeschichte und das, was von mir mit eingeflossen ist, einen sehr persönlichen und traurigen Hintergrund hat.

Na das dich das geprägt hat, kann ich mir gut vorstellen. Eine Buchveröffentlichung ist – so höre ich in den Interviews – immer besonders, aber wenn man damit etwas verarbeitet, ist das gewiss noch viel intensiver. 

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Nun sind wir leider schon fast am Ende, doch wir wären nicht skoutzig, wenn wir nicht noch was für den Endspurt hätten:

Was sollen deine letzten Worte sein?

Ich kann das Buch des Lebens mit gutem Gewissen zuschlagen.

Oh wie schön gewählt.

Und mit welchen Worten soll dieses Interview enden?

Das ging jetzt aber schnell.

Keine Sorge, wir kommen wieder! 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf meinem bisherigen Weg unterstützt haben und natürlich auch euch und der Jury ein herzliches Danke aussprechen. Macht weiter so! Die Sensenmänner freuen sich über eure Stimme 🙂

Lieber Daniel, wir sagen dir Dankeschön. Dankeschön, dass wir dich besuchen durften, Dankeschön, für deine tollen Antworten und natürlich drücken wir dir weiterhin für den Sensenmann unsere Däumchen und Krallen.

 

Wo ihr Daniel Troha am besten antrefft:

Am liebsten über Social Media:

 

Skoutziger Buchtipp:

Die Melodie des Lebens – traumhafte Fantasy von Daniel Troha

Die Melody des Lebens - Daniel Troha - Skoutz-Buchvorstellung

FantasyTimmy und seine Freunde müssen schon in jungen Jahren gegen tückische Krankheiten ankämpfen.
Gemeinsam verbringen sie ihre Tage in einer Einrichtung, die sich auf die Versorgung schwer erkrankter Kinder spezialisiert hat. Ein geheimnisvoller Fund im Keller des Hauses zeigt ihnen, dass es noch ein zweites Leben außerhalb ihrer geplagten Schicksale gibt.

Die Kinder verschlägt es in die wundersame Welt Iridion, ein Ort voller Magie und sonderbarer Gestalten. Große Herausforderungen warten dort auf sie. Herausforderungen, die eng an ihr eigenes Schicksal gebunden sind.

Skoutz meint: Ein ungewöhnliches Buch mit starken Figuren und intensiven Momenten, in denen Krankheit auch als Chance begriffen wird. Daraus entwickelt sich eine fantastische Geschichte, die beim Lesen fortträgt, an geheimnisvolle Orte voller Abenteuer aber auch Hoffnung. Wunderbar! (kn)

[Werbung]  Mehr Informationen wie Leseproben etc. gibt es über unseren Affiliate-Link bei Amazon*, wo ihr das Buch auch direkt beziehen könnt.

 

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Hinweis:

Daniel Troha ist mit „Von Sensenmännern und selten dämlichen Todesfällen“, seinem sarkastischen, abgründigen und gelegentlich auch todernsten Geschichten von fleißigen Sensenmännern und unerwarteten Problemen, für den Humor-Skoutz 2022 nominiert.

Die Geschichte besticht durch ihren schwarzen Humor und ganz viel Fantasie! Was passiert eigentlich nach dem Tod und wie sind die Abläufe? Daniel Troha entführt uns in eine Art Zwischenwelt und da gibt es erstaunlich viel zu lachen.

Wir haben das Buch bereits vorgestellt (hier) und drücken ganz fest die Daumen für den weiteren Wettbewerb.

 

Wer die Bücher kennt, kann (und soll!) es bei uns natürlich auch bewerten, damit unsere Buchsuche weiter wächst.

Mit der Skoutz-Buchfieberkurve bewertet ihr mit fünf einfachen Klicks ein Buch anhand von fünf Kriterien statt fünf Sternen. So seht ihr auf einen Blick, wie das Buch wirklich ist. So schön kann Bücher suchen sein.
Natürlich gibt es dort auch noch andere Bücher, Rezensionen und vieles mehr.

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