Der Kanon mechanischer Seelen – Utopische Science Fiction von Michael Marrak

Der Kanon mechanischer Seelen” ist der satte 750 Seiten starke, im November 2017 bei Amrûn veröffentlichte Roman von Michael Marrak, der ein ebenso bizarres wie faszinierendes Bild einer fernen Zukunft zeichnet. 

Damit ist Michael Marraks Kanon jedenfalls aus der Longlist Science Fiction, mit über 200 Mitbewerbern von Skoutz-Juror Stefan Cernohuby auf die Midlist Science Fiction befördert worden. Und nun wollen wir mal sehen, ob der Kanon mechanischer Seelen sich auch im weiteren Wettbewerb um Skoutz-Award 2018 durchsetzen kann. Den renommierten Kurd Laßwitz-Preis 2017 hat das Buch jedenfalls schon einmal gewonnen.

 

Um was geht es in dem Kanon mechanischer Seelen?

In einer fernen Zukunft wird die Erde nur noch von wenigen Menschen bevölkert. Sie führen in ihren jugendlichen Körpern ein Leben, das viele Jahrhunderte währt, und manche von ihnen besitzen eine Gabe. Einzig durch ihren Wunsch und eine flüchtige Berührung sind sie fähig, Materie zu beseelen.
In dieser wundersamen, von einer bizarren Mechafauna dominierten Welt lebt Ninive. Sie streift auf der Suche nach uralten Relikten durch das Hochland, um längst vergessenen Dingen Leben einzuhauchen und sich ihre Geschichten anzuhören.
Das alles beherrschende Bauwerk ist eine vier Kilometer hohe Mauer, von der niemand weiß, wozu man sie errichtet hat und wovor sie die Menschen und Maschinen seit Jahrtausenden schützt. Bis ein Gesandter aus der letzten Stadt im Hochland auftaucht, der den Auftrag hat, die Bannmauer zu bezwingen. Und er ist der nicht der einzige, der die verlorene Passage in die Welt dahinter sucht …

Der Kanon mechanischer Seelen ist eine Hommage an Stanislaw Lems „Kyberiade“ und seine Robotermärchen, an Miyazaki-Trickfilme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Das wandelnde Schloss“, an Michael Moorcocks „Am Ende der Zeit“, garniert mit einem Schuss „Alice hinter den Spiegeln“.

Tipp: Michael Marrak führt zum Kanon auf Facebook ein Projekt-Tagebuch.

Wie fanden wir den Kanon mechanischer Seelen?

Michael Marraks Buch ist ungewöhnlich in seiner Geschichte und der Erzählstruktur. Viele Anspielungen an Genre-Klassiker zaubern ein Schmunzeln auf die Lesergesichter und auch andere kleine wunderbar fantasievolle Details machen das Buch zu einem Erlebnis. Auch wenn das eigentliche Highlight hinter der geheimnisvollen Bannmauer wartet:

Dort gibt es für all die Fragen, die der Leser auf dem Weg dorthin gesammelt hat, auch tatsächlich eine Antwort. Und zwar in einer Weise, die den Kanon zu Recht zu einem utopischen SF-Roman machen statt zu einer anfangs vermutet futuristisch bemantelten Fantasy-Geschichte. Toll!

Skoutz-Juror Stefan Cernohuby meint:. „Der Kanon mechanischer Seelen“ ist alles andere als ein konventioneller SF-Roman. Es handelt sich um einen Genremix, in dem die Fantasy ein weiteres Werkzeug ist, um die skurrilen Charaktere in einer absonderlichen Zukunft mit Herausforderungen zu konfrontieren. Denn natürlich gibt es eine gewaltige Bedrohung, die abgewendet werden muss. Aber der Clou des Werks ist, dass es sich selbst nicht zu ernst nimmt.

 

Wem verdanken wir den Kanon mechanischer Seelen?

Michael Marrak wurde im tauberfränkischen Weikersheim geboren. Er studierte Grafik-Design, Desktop-Publishing und Multimedia in Stuttgart und wirkte als Autor, Illustrator, Herausgeber und Anthologist in Erscheinung. Nach mehreren Jahren als freier Illustrator widmet er sich seit 1997 vornehmlich dem Schreiben, für das er vielfach Auszeichnungen erhielt. Übersetzungen seiner Texte erschienen in Frankreich, Griechenland, Russland, China, Ungarn und den USA.

Kay war neugierig und hat mit Michael Marrak eine Trekkingtour unternommen, bei der es um Rasenmäherfahrten auf dem Mars und den Vorteil ging, ein Mammut parat zu haben. Und natürlich um Michaels Geschichten (weiterlesen).

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