Zu Besuch bei Svarlen Edhor

Heute haben der Skoutz und Heike sich auf den Weg gemacht, um Svarlen Edhor zu besuchen. Das Autorenduo steht mit seinem vielversprechenden  Titel „Was für ein Scheißtag“ auf Kay Noas Midlist Crime und wir wollen sie heute ein wenig besser kennenlernen.

Wir sind uns sicher, dass dieser Besuch super und absolut kein Scheißtag werden wird.

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Zu Besuch bei Svarlen Edhor, die sich viel Zeit für ein gutes Essen nehmen

Hallo ihr Zwei, wir freuen uns total, dass ihr Zeit für uns habt. Wir sind schon sehr gespannt auf unser Gespräch und freuen uns auch schon sehr darauf. Sollen wir gleich anfangen? 

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Portrait Svarlen EdhorWenn ihr ein Tier wärt, wärt ihr ein …? 

Wir wären Katzen.

Oh ja, bei meinen letzten Gesprächen habe ich schon festgestellt, dass Katzen nach Ansicht der meisten Autoren ein feines Leben haben. Und warum würdet ihr auf Samtpfoten laufen wollen?

Diese Vierfüßler haben einfach in vielerlei Hinsicht Vorteile gegenüber der hektischen Lebensweise von uns Menschen: Wir kriegen nie genug Schlaf. Und wenn doch, dann verschläft man und wacht verspannt auf.

Absolut!

Unser Kater kann den ganzen Tag schlafen, steht nur auf zum Essen, und legt sich dann wieder schlafen. Auf Kritik darüber geht er gar nicht erst ein.

🙂 Katzen sind da wirklich souverän. Bleiben wir dann doch mal bei euch, wie ihr gerade unterwegs seid.

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Womit kann man euch im Alltag glücklich machen?

Ganz klar: mit gutem Essen …

Ich seh schon, wir verstehen uns! 🙂  Sonst noch was?

Und dazu mehr Zeit, um dieses zu genießen. Auch wenn wir die Batterien aus unseren Uhren herausdrehen, geht am Ende des Tages leider trotzdem die Sonne unter.

Ja das lässt sich leider nicht ändern. Wir arbeiten auch schon daran, die Datumsgrenze irgendwie zu verschieben, aber es klappt einfach nicht! Bleiben wir mal noch beim Wünschen …

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Wir alle haben Wünsche, für uns, für die Welt. Was sind eure und was tut ihr, damit eure Wünsche in Erfüllung gehen?

Tatsächlich wäre unser Wunsch der Weltfrieden und mehr Liebe im gemeinsamen Umgang miteinander.

Ja das würde mir auch sehr gut gefallen und manchmal hadere ich auch ziemlich, weil das nicht zu gelingen scheint. Umso trauriger, dass es sich doch eigentlich so viele Menschen wünschen. 

Natürlich, denn das Leben kann sehr schnell vorbei sein oder eine schicksalhafte Wendung nehmen. Jedes Lebewesen ist kostbar und sollte dementsprechend behandelt werden.

Ich stimme euch da sowas von zu! Aber genug von den Groß-Themen. Lasst uns ein bisschen über Bücher sprechen.

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Welches Buch hat euch am meisten geprägt?

Sven: Jetzt lacht der gewählte Buchliebhaber vielleicht, aber: Jurassic Park und Star Wars Episode 1 … Ja, beide Filme gibt’s als Buchform und ja, ich meine die Bücher… Gut, ich habe die Filme natürlich auch gesehen – aber das ist ja nicht die Frage gewesen, oder?

Nein das stimmt. Aber mir haben die Bücher auch sehr gut gefallen! Ich war ein riesiger Fan von Star Wars und habe da alles, was ich gefunden habe, gelesen. Und natürlich auch die Filme gesehen 🙂
Aber meines Wissens ist Jurassic Park tatsächlich die Verfilmung der Crichton-Vorlage (die auch auf unserer Skoutz-Classics-Liste steht!), während die Star-Wars-Bücher ausnahmsweise im Sog der George-Lucas-Filme entstanden sind. Was zeigt, dass beides geht! 

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Bleiben wir noch kurz beim Buchregal. Welcher Klassiker liegt allen Vorsätzen zum Trotz immer noch auf eurem SuB? Und welches Buch ist hätte eurer Meinung nach deutlich mehr Leser verdient und warum?

Jane Austens Emma liegt seit dem Abitur auf Marlens SuB … aber wird demnächst befreit! Wahrscheinlich. Bestimmt. Möglicherweise.

Lohnt sich 🙂
Aber wenn man keinen Kopf dafür hat, dann wird das auch nichts. Die Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Jedes Buch braucht seine Zeit! Und bei Sven?

Für Sven ist es „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Dune – der Wüstenplanet“.

Das sind wahrlich Klassiker, die auch in unserer Classics-Liste Science Fiction stehen. Beide sind genreprägend und absolut kultig. Frank Herberts Dune ist ja gerade wieder groß im Kommen, nach der aktuellen Verfilmung. Lest ihr die Übersetzung oder das Original? Das macht speziell beim Anhalter ja sehr viel aus.

Alle auf Englisch. Wir lesen gern Englisch.

Perfekt. Ich lese auch furchtbar gerne auf Englisch. Das hilft in der Sprache zu bleiben finde ich.

… Tee gefällig?

Sehr gerne!  🙂  Aber bevor das jetzt zu sehr in eine Buchempfehlungsorgie ausartet – Reden wir mal von eurer Schreiberei …

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Themen finden ist oft einfacher als aus den vielen Ideen, die richtige Auswahl zu treffen. Wie entscheidet ihr, welches Projekt ihr als nächstes verwirklichst?

Sven: Ich lege das Grundkonstrukt für unsere Bücher. Das passiert einfach so. Meistens bei alltäglichen Sachen. Da steht man frühmorgens vor dem Kühlschrank und berührt gerade mit den Fingerspitzen das Produkt der Wahl, als der Geistesblitz einen ereilt.

Spannend! Ich bin schon froh, wenn ich morgens einen Kaffee hinkriege 🙂 Und wie geht es nach dem Blitz weiter?

Dann habe ich meistens schon den kompletten Plot, Figuren und Orte im Kopf. Dazu auch oft eine Art Filmmusik. Für mich atmet die Geschichte dann bereits und der Prozess, diese aufs Papier zu bringen, ist dann manchmal sogar schleppend langsam, weil im eigenen Kopf alles längst passiert ist.

Klingt echt super, ich wünschte ich könnte das auch!

Es hat offenbar auch Vorteile, ein leicht ablenkbarer Tagträumer zu sein, haha!

🙂

… wie war die Frage?

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Wo steht ihr beim Schreiben einer Szene? Seid ihr eher die aufmerksamen Beobachter und Dirigenten oder mittendrin in allen Höhen und Tiefen mit Blut, Schweiß und Tränen?

Ganz klar mittendrin.

Super, das bedeutet ja im Umkehrschluss dass ich als Leser auch so eintauchen kann. Und solche Geschichten liebe ich sehr! Was motiviert euch zu dieser Nähe oder kommt die von allein? 

Wenn man nicht mittendrin ist, würden wir sagen, ist die Szenerie noch nicht gut genug geschrieben. Wenn man nicht eintauchen und die eigene Welt dabei ausblenden kann, muss das Kapitel überarbeitet werden.

Dann ist Nähe für euch also ein Qualitätsmerkmal? Spannender Gedanke. Darüber muss ich nachdenken.

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Welche Szenen fallen euch beim Schreiben am schwersten und wie meistert ihr sie trotzdem?

Intime Szenen – deswegen gibt’s die bei uns nicht.

Muss ja auch nicht! Es muss ja zur Geschichte passen. Und wie ist es mit denen, die ihr drin habt …?

Brutale Szenen hingegen verlangen uns alles ab. Wir versuchen, sie zu meistern, indem wir eher umschreiben oder eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Spannung und Drama: wunderbar – aber Grausamkeiten gibt es genug in der Welt.

Stimmt. Spannend und dramatisch gelingt euch gut. Ich habe in euren Geschichten nichts vermisst.

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Was ist euch beim Schreiben eurer Geschichten am wichtigsten, worauf achtet ihr besonders?

Ganz klar achten wir am meisten auf einen lockeren Schreibstil mit leichter Lesbarkeit, der vom sog. „pacing“ (Geschwindigkeit der Silben) rund klingt und sich ausgereift anfühlt (ähnlich wie bei einem guten Liedertext).

Also den lockeren Schreibstil von euch finde ich perfekt, liest sich super!

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Es heißt, jeder Künstler muss auch ein bisschen wahnsinnig sein. Was ist euer Schuss „Wahnsinn“?

Sven: Ich mache permanent Musik. Ich schreibe Lieder und Bücher eigentlich andauernd im Kopf und tauche in Welten ab, bevor sie entstanden sind.

WOW, das klang auch schon im Interview an. Dann bist du ja dauernd beschäftigt,

Marlens Schuss Wahnsinn ist wohl, dass sie sich an Dingen festbeißt und sie partout nicht mehr loslassen will, bis sie gelöst sind.

Das kann ich aber auch sehr gut verstehen! Ordnung muss sein!

Da kann die Erstellung eines Buchcovers auch schon einmal in einer Nachtschicht enden, weil die Farbe einer Linie falsch ist und alles noch einmal neu gemacht werden muss.

Haha – sowas in der Art ist mir beim Bilderbasteln für den Blog auch schon passiert! Zeit für ein bisschen Werbung.

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Beschreibt euer  aktuelles Buch in 3 Sätzen

Detektei Reichert & Winter ist ein spannender und mit Humor angereicherter Detektivkrimi. Die Welt ist dunkler als in der Norbert Hübner-Reihe, und obwohl dies so ist, gibt es doch noch Hoffnung für die Protagonisten und ihren Fall.

Am Ende endet alles im Chaos – oder vielleicht doch nicht?

Ich würde mal sagen, nur Genies beherrschen das Chaos, oder? Wir sind gespannt und freuen uns auf die Lektüre.

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Was würdet ihr noch gerne lernen und wozu?

Sven: Eine gesittete Ernährungsweise, die nicht immer im Exzess vor dem Süßigkeitenregal endet.

(Nascht nebenbei an einer Tafel Kinderriegel)

🙂

Marlen: Das gleiche, und: Kutsche fahren!

Wunderbar 🙂  Da könnt ihr euch bei uns melden. Kay versucht, sehr zur Gaudi aller Zuschauer, ihrem Mandelross das Kutsche ziehen begreiflich zu machen.

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Welcher Moment im Leben hat euch besonders geprägt?

Die Geburt unseres ersten Kindes und natürlich wie wir uns vor 17 Jahren kennengelernt haben.

Oh schön <3

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Was sollen eure letzten Worte sein?

Am Ende des Lebens? Ich hoffe, es wird anders kommen, aber vielleicht ist es der Satz:

„Ich dachte, da wäre gar kein Glutamat drin?“

🙂  Das hoffe ich auch!

Und mit welchen Worten soll dieses Interview enden?

Wir wünschen der Leserschaft – egal, welches Buch sie lesen, ob es eines der unseren ist oder ein anderes – maximalen Lesespaß und eine tolle Zeit. Lesen ist ein super Hobby – schön, dass wir es alle genießen können.

Danke auch für das Interview an das Skoutz Team!

Liebe Marlen, lieber Sven, wir haben zu danken! Vielen lieben Dank für das wirklich tolle Gespräch. Wir haben sehr viel Spaß gehabt und finden, wir müssen das bald wiederholen. Jetzt erstmal viel Erfolg im weiteren Verlauf des Wettbewerbs! 

Mehr über Svarlen Edhor erfahrt ihr hier:

 

Skoutz – Lesetipp:

Mutter Erde - Svarlen Edhor - BuchvorstellungMUTTERERDE (Detektei Reichert & Winter 1) – Auftakt der Detektivreihe  von Svarlen Edhor 

Der Sohn einer vermögenden Familie ist verschwunden.
Julius und Karl Heinz werden beauftragt, ihn zu finden. Doch nach den ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Junge verdächtigt wird, seinen besten Freund erschossen zu haben.

Die Frage, die sich ihnen beiden nun stellt:
Suchen sie einen Unschuldigen – oder einen Mörder?

Skoutz meint: Nachdem wir schon so viel von dem Buch gehört haben, sind wir doppelt gespannt, ob dem Autorenduo Svarlen Edhor auch gelingt, etwas ernstere Töne anzuschlagen, als wir von ihren Krimikomödien gewohnt sind. Zuzutrauen ist es ihnen allemal!

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Hinweis:

Was für ein scheißtag - Svarlen Edhor - Skoutz-BuchfieberkurveDie durchgeknallte Krimi-Komödie um den behäbigen Kommissar und seine hyperaktive Nachwuchspartnerin macht einfach Spaß beim Lesen! Fand jedenfalls Jurorin Kay Noa und schickt das Buch ins Rennen um den Crime-Skoutz. Wir haben das Werk gelesen und ausführlich vorgestellt (weiterlesen).

Wir hoffen natürlich, dass dieses Interview euer Interesse an dem Award, unseren Nominierten und deren Büchern geweckt hat und freuen uns über jeden skoutzifizierten Buchfan. Wer Lust hat, kann die Wettbewerbs-Titel und auch alle anderen Bücher in der Skoutz-Buchsuche mit einer Buchfieberkurve rezensieren. 5 Klicks statt 5 Sterne für einenersten Eindruck, der allen auch wirklich weiterhilft.

 

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