Kathrin Hanke

zu Besuch bei Kathrin Hanke

Heute bin ich zu Besuch bei Kathrin Hanke. Die mit Alsterwasser getaufte Autorin ist unter verschiedenen Pseudonymen in vielen Genres unterwegs und engagiert sich auch in den entsprechenden Autorenvereinigungen. Für ihren Ausflug in die Vergangenheit wurde sie vom Chef-Historiker der Skoutz-Jury, Anna Castronovo auf die Midlist History gesetzt, was auch der Anlass unseres Besuches ist.

Mal sehen, was Kathrin Hanke dem Skoutz-Kauz und mir so erzählen wird …

Zu Besuch bei Kathrin Hanke, die sich einfach nicht entscheiden will … 

Autorenfoto Kathrin HankeLiebe Kathrin, danke, dass wir kommen durften. Lass uns einfach gleich direkt loslegen.

 

Wie würdest du dich in einem Wort beschreiben?

Frei. 

 

Beruf oder Berufung – was macht dir an deinem Job als Autor am meisten Spaß?

Ich habe wohl meine Berufung zum Beruf gemacht.

Das erklärt auch, warum die Antwort auf die erste Frage so klar und schnell kam. Das bewundere ich. Erzähl uns doch bitte von deinem Weg zum Traumjob. 

Schon bevor ich lesen und schreiben konnte, habe ich mir Geschichten ausgedacht und sie jedem erzählt, der sie hören wollte (oder auch nicht ) – na ja, vor allem Eltern sind da ja geduldige Zuhörer…

Meistens. 🙂

Und dann war es bei mir, wie bei so vielen meiner Kollegen: Seit es mir in der Schule beigebracht worden ist, habe ich meine Geschichten aufgeschrieben. Und wenn ich das nicht getan habe, habe ich alles gelesen, was mir in die Finger gekommen ist. Sogar die Produkttexte der Kataloge, die bei uns zuhause damals immer herum lagen.

Das kenne ich von mir. Scheint tatsächlich so ein Autorendings zu sein. 

Kurz und gut, das Spiel mit Worten bringt mir ungemein viel Spaß. Das in Kombination mit meiner Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen ist für mich dann das Schönste. 

Verstehe ich vollkommen. Und wie kamst du dann von der Geschichte zum Buch? Oder mit anderen Worten … 

Wann hast du dein erstes Buch veröffentlicht?

Mein erstes Buch habe ich während des Studiums 1994 im damaligen Gabler Verlag veröffentlicht, ein Sachbuch: „ALLES, was Sie schon immer über Kommunikation wissen wollten“ – dazu muss ich sagen, dass ich Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Sprache & Kommunikation studiert habe.

Das ist bei deinem heutigen Schreibschwerpunkt bestimmt auch von Vorteil. Und wie lange hast du für dein Debüt gebraucht? 

Ich habe es zusammen mit einer Freundin geschrieben und wir haben etwa ein Jahr daran gearbeitet. 

Wenn wir schon bein Schreiben sind … 

 

Wie läuft ein typischer Tag als Autor bei dir ab?

Als ich 2014 angefangen habe nahezu ausschließlich als freie Autorin zu arbeiten, habe ich mir tatsächlich eine feste Routine überlegt – mit dem Wecker aufstehen, fertig machen, an den Schreibtisch setzen, schreiben und E-Mails etc. bearbeiten, kurz zum Mittagessen unterbrechen und dann bis zirka 18 Uhr weiterschreiben. Ein schöner Plan wie ich finde.

Äh … ja! Zumindest einer, der mich schwer beeindruckt. Klingt sehr diszipliniert und noch viel fokussierter. Aber täusche ich mich, oder schwang da so ein klitzekleines Aber mit?

Oh ja! Dabei kommt mir immer wieder der Alltag in die Quere. Bei Kindern und Tieren im Haus ist das wohl ganz normal. Deswegen muss ich also doch auch immer wieder improvisieren, um zum Schreiben zu kommen. Auf dem Spielplatz oder bei anderen Aktivitäten kann es deswegen gern einmal vorkommen, dass ich irgendwo in der Ecke stehe und meinem Handy einen Text diktiere, den ich dann, wenn alle schlafen, abhöre und in meinen Computer tippe. Und das ist nur ein Beispiel.

Aber ein sehr plastisches. Ich habe zwar keine Kinder, aber mein Tierpark genügt völlig, um jeden Plan zu atomisieren. Aber ich habe auch mal gehört, Pläne seien ohnehin nur die Ersetzung des Zufalls durch Irrtum. 

Vincent van Gogh meinte dazu auch noch: „Um ein Buch zu schreiben, eine Tat zu vollbringen, ein Bild zu malen, darin Leben ist, muss man selbst ein lebendiger Mensch sein.“ Und lebendig, das bin ich, wie mir jeder neue, unplanbare Tag zeigt …

Wenn wir gerade von unplanbar sprechen … 

 

Wie sehr beeinflusst Corona deinen Schreiballtag?

Ganz abgesehen von den Einbußen für mein soziales Leben, hat Corona mir als Autorin die Ruhe und die in der vorhergehenden Frage angesprochene Routine beschert, die ich mir für meinen Schreiballtag gewünscht habe.

Dann gehörst du also zur seltenen Spezies der Corona-Gewinner? 

Genau! Plötzlich kann ich wirklich fast den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und schreiben. Und im Home-office mit wuselnden „Mitbewohnern“ um mich herum bin ich ja eh schon seit Jahren gewohnt. Wunderbar.

 

Wie flexibel bist du denn beim Schreiben selbst?

Meint ihr jetzt, ob ich gewissen Schreibregeln folge – abgesehen von Grammatik und Interpunktion?

Ja, zum Beispiel… 

Nein, das tue ich nicht. Es gibt ja diverse „Goldene Regeln“ für einen „guten“ Text.

“Gut” finde ich an der Stelle schwierig. Das ist ja mehr als Handwerk. Aber ich glaube zum Beispiel schon an Regeln in Bezug auf Aufbau und Erzähllogik, die Leser unbewusst voraussetzen und von denen abzuweichen, einen Grund haben muss, der den Leser überzeugt. Es ist ja durchaus faszinierend, dass zB russische oder chinesische Literatur einer etwas anderen Erzähltradition folgen, weshalb sich dort auch an sich vertraute Texte anders lesen. Diese Regeln scheint es also schon zu geben. 

Vielleicht habe ich sie in meinen Jahren an der Schule und der Uni verinnerlicht, ohne es zu bemerken, aber ich wende sie nicht absichtlich an, sondern schreibe, wie es mir in den Kopf kommt. Würde ich Regeln bewusst befolgen, hätte ich das Gefühl mich selbst zu beschneiden und auch meinen eigenen Stil zu verlassen, der wiederum keinem Stil folgt. 

Ich kenne jetzt aktuell nur zwei Bücher von dir, das ist zu wenig um bestätigen zu können, dass dein Stil gerade kein Stil ist. Aber ich melde mich, wenn ich dein Werk durch habe. Aber Skoutz geht es ja nicht nur um die dröge Technik, sondern um die Geschichte, das Erzählen selbst … 

 

Wie strukturiert bist du im Kreativbereich?

Falls ihr mit “Kreativbereich” die Geschichte meint, die beim Schreiben entsteht, sieht es etwas anders aus.

Jetzt wird es spannend … 🙂 Wie denn?

Wenn eine Idee zu einem Buch in meinem Kopf gereift ist, schlage ich sie meinem Verlag vor. Da dieser zur Entscheidung für ein Buch ein Exposé, in dem auch die Handlung sachlich beschrieben steht, braucht, muss ich in diesem Moment spätestens meine Idee ausarbeiten und zu Ende spinnen.

Das ist ein Problem, das viele, vor allem junge Kollegen mit dem Exposé haben. 🙂 Wie geht es bei dir als Routinier dann weiter?

Ich nutze diese Vorlage dann auch gleich beim Schreiben. Sie ist für mich aber nur der rote Faden, meine Hauptstraße, von der meine Figuren auch gern einmal selbstständig abbiegen dürfen – die haben ja wie ich auch ihre Launen –, sodass ich sie nach und nach wieder einfangen und zurückbringen kann.

Und das gelingt dir? Ich lasse mich von meinen Figuren viel zu schnell ablenken. Bin da wohl eher der antiautoritäre ADHS-Autor. Aber andererseits macht es die Geschichten lebendig und individuell. 

Diese Flexibilität ist mir auch wichtig während des Schreibprozesses, denn erst wenn eine Geschichte wirklich entsteht und sich Wort für Wort entwickelt, sehe ich die Wendungen und Bögen, die sie braucht, damit aus ihr eine gute Geschichte wird. Das ist wie mit dem i-Tüpfelchen oder der Kirsche auf der Torte.

Kommen wir mal zu deinen Vorbildern.

 

Welches war dein erstes selbstgelesenes Buch?

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mehr.

Das ist schade. Für einen solchen Buchfreak wie dich (ich meine das sehr respektvoll!) muss das erste Buch doch wie der Glückstaler von Dagobert Duck sein. 

Allerdings habe ich es mit Sicherheit noch, da ich mich von meinen Büchern noch nie trennen konnte. Und da ich auch nur höchst selten Bücher verleihe – nur an Menschen von denen ich weiß, dass sie ein Buch definitiv zurückgeben –, steht mein erstes selbstgelesenes Buch sicher irgendwo in meinem Bücherschrank.

Wenn es sich dir zu erkennen geben sollte, musst du uns Bescheid sagen! Wir sind nämlich schon neugierig. Also etwas … 

 

Stell dir vor, du könntest eine beliebige Figur aus einem Buch zum Essen treffen. Was würde passieren?

Oh je, ich würde denjenigen, der mir dies ermöglicht überreden, dass ich nicht nur eine Figur treffen dürfte. Ich mag mich da gar nicht festlegen. Über die Jahre habe ich so viele Figuren liebgewonnen, mit ihnen gelitten oder gehasst, sie manchmal nicht verstanden und wachrütteln wollen und so weiter.

Also plädieren wir für ein Bankett! Und was wäre das Tischthema?

Mich würde brennend interessieren, wie sie sich fühlen, von uns Autoren gegängelt zu werden. 

Oh je! Wollen wir das wirklich wissen? 🙂

 

Auf welche Frage hattest du in letzter Zeit keine Antwort und hast du sie finden können?

Ich frage mich jeden Morgen beim Aufstehen gespannt, was der Tag wohl bringen mag und wenn ich dann abends ins Bett gehe, weiß ich es.

Da bekommt Learning by doing einen ganz neuen Sinngehalt.

  

Wie oft schaust du täglich auf dein Handy?

Das kommt ganz darauf an, wie viele Mitteilungen ich am Tag bekomme, das ist unterschiedlich. Aber ich gebe es zu: Mein Handy ist eigentlich immer in meiner Nähe …

 

Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Cola-light, aber ich bin gerade dabei, sie mir abzugewöhnen, damit ich das nächste Mal auf die Frage gesundes Wasser oder Orangen-Direktsaft antworten kann .

Ich vermerke das in unserer Autoren-Geheimdatei, damit wir das nächste Mal entsprechend nachfassen können! 

 

Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?

Als Mutter nenne ich bei dieser Frage zuallererst natürlich meine vier Kinder. Und dann bin ich für meine Eltern sehr dankbar. Sie haben mir stets Vertrauen geschenkt (was sicherlich nicht immer ganz einfach war) und mich meinen Weg gehen lassen, der übrigens auch durch sie von Büchern gepflastert war …

Da erkennt man den Familienmenschen. Und nach diesen fünf Dingen fehlt noch eins? 

Außerdem bin ich dankbar dafür, an einem Sonntag geboren zu sein, denn bei mir stimmt es durchaus: Bei allen selbstgesetzten Zielen und ihrem konsequenten verfolgen habe ich rückblickend betrachtet als Sonntagskind auch oft ein Quäntchen Glück gehabt – so, und jetzt klopfe ich ganz schnell dreimal auf Holz, damit das auch so bleibt!

Toi Toi Toi!
Gut, dass wir nicht abergläubisch sind
.

Lass uns doch noch kurz in der Vergangenheit verweilen … 

 

Bei welchem historischen Ereignis wärst du gern dabei gewesen und warum?

Eigentlich bei allen und ich finde es sehr schön, dass ich bei einem dabei war, dem Mauerfall, der übrigens an meinem Geburtstag stattgefunden hat – ein wunderbares Geschenk.

Das ist echt cool. Und ich spüre und verstehe die Sehnsucht hinter deiner Antwort. Wobei ich bei ein paar Sachen nicht so gern dabei gewesen wäre. Dem Vulkanausbruch von Pompeji etwa, oder dem Untergang der Titanic … 

Nachdem wir jetzt schon so lange plaudern, bin ich sicher, dass dir die nächste Antwort leicht fallen wird.

 

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?

Ihr habt ja sicher schon gemerkt, dass ich mich nicht so gern festlege.

Echt? Ich weiß nicht, kommt drauf an, würde ich sagen … Nenn mir ruhig auch ein paar. 

Und es gibt so viele Themen, mit denen ich mich beschäftigt habe und über die ich eine halbe Stunde erzählen und dabei auch informieren könnte.

Das habe ich mir gedacht! Nehmen wir eins als Beispiel. 

Wenn die Frage auf meine Arbeit abzielt, dann vielleicht „Wie wird aus einer Idee eine Geschichte“. 

Oh, das klingt gut. Da würden wir dich glatt für einen Skoutzigen Workshop buchen. 

 

Was würdest du rückwirkend ändern, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?

Eine Sache gibt es da.

Ja? 

Ich habe zwar immer schon geschrieben, aber ich wollte auch Ärztin werden. Chirurgin, um genau zu sein. Schon während der Schulzeit habe ich beim Arzt – einem Unfallchirurgen – gejobbt. Nach dem Abitur habe ich mich dann sowohl für Kulturwissenschaften, als auch für Medizin beworben. Dann hatte ich für beides einen Studienplatz, hin und her überlegt und mich letztlich für Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Sprache und Musik (letzteres ist auch eine Leidenschaft von mir) entschieden.

Das klang im bisherigen Gespräch jetzt nicht so sehr nach einer reuigen Entscheidung. Was zwickt? 

Ich glaube, inzwischen würde ich es anders machen. Damals dachte ich, das geht nicht, aber heute weiß ich: Auch als Chirurgin kann man schreiben, als Autorin aber keine chirurgischen Eingriffe vornehmen. Außer auf dem Papier …

Und schon ist der nächste Arztroman in der Pipeline. 

Es ist doch das Privileg eines Autors, einfach alles sein zu können, wann und wo er will. Alles was denkbar ist, ist in unseren Geschichten möglich. Das ist Magie. Buchmagie. 

Aber wenn wir schon beim Wünschen und Sehnen sind … 

 

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Da ich ziemlich zufrieden, nein, sogar glücklich in der Gegenwart bin, wünsche ich mir persönlich für mich, dass alles so weitergeht, wie es gerade läuft.

Da kann die Glücksgöttin zumindest präzise Maß nehmen! Das ist doch wunderbar. 

Oh ja, das weiß ich auch zu schätzen.

Weil ich aber weiß, dass das, was ich zu meiner Gegenwart empfinde, auch ziemlich viel mit mir selbst zu tun hat – meiner Meinung nach ist es vor allem eine Sache der eigenen Einstellung und des Blicks auf die Welt – ist das gar kein richtiger Wunsch, denn das wird schon.Von daher habe ich wohl noch einen richtigen Wunsch frei, oder?

Ich finde, man kann schon auch an sich Wünsche stellen! Also ich gebe mir ständig Anweisungen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber gut. Ich bin großzügig! 

Dann bezieht sich der Wunsch auf die Menschen um mich herum, auf unsere Gesellschaft, auf die Welt: Ich wünsche mir für unser aller weiteres Miteinander, dass wir bei allem Negativen auch fähig sind, das Gute aus der aktuellen Coronasituation zu ziehen. Hier meine ich in erster Linie das (anfänglich) stark gespürte Gefühl der Verbundenheit. Dieses sollten wir alle beibehalten und pflegen und nicht nur in Krisenzeiten hervorholen.

Ach Kathrin, damit sprichst du uns Skoutzen so aus der Seele! Das wäre wunderbar. Diese Verbundenheit, in der man selbst plötzlich nicht mehr ganz so wichtig war, weil wir alle wollten, dass die Gemeinschaft funktioniert … das war ein historisch ungemein starker Moment, von dem ich mir wünschen würde, dass er sich noch oft wiederholt. 

Wir danken dir, liebe Kathrin Hanke, für dieses sehr, sehr schöne Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Piratin im Wettbewerb und auch weiterhin brave Figuren, die mit dir wunderbare Abenteuer erleben, von denen du uns dann berichten kannst. Bei einem Glas naturbelassenem Orangensaft. 

Dankeschön!

 

Hier könnt ihr Kathrin Hanke erreichen: 

 

Skoutz-Lesetipp 

 

Die Giftmörderin Grete Beier - Kathrin HankeDie Giftmörderin Grete Beier – ein biografischer Roman aus dem  Jhdt. von Kathrin Hanke

Am 23. Juli 1908 stirbt die 22-jährige Bürgermeistertochter Grete Beier im sächsischen Freiberg unter dem Fallbeil – das letzte Todesurteil im Königreich Sachsen ist vollzogen und ein kurzes, dramatisches Leben ausgelöscht.

Wer war Grete Beier? Was verleitete sie, ihren vermögenden Bräutigam zu vergiften und ihm kaltblütig in den Kopf zu schießen? War es aus Abscheu gegen eine von den Eltern erzwungene Ehe? War es aus verzweifelter Liebe zu dem anderen Mann in ihrem Leben? Oder ging es um pure Habgier?

Kathrin Hanke spürt diesen Fragen minutiös nach, lässt uns mit erzählerischer Leichtigkeit teilhaben an der Lebensgeschichte dieser eigenwilligen Frau und ihren dramatischen Wendepunkten und zieht uns damit in ihren Bann.

Skoutz meint: Kathrin Hanke zeichnet spannend und einfühlsam das Psychogramm einer Mörderin, deren Tat auf den ersten Blick unverständlich scheint. Auf den zweiten Blick jedoch ist es die Geschichte eines schwierigen Charakters, der mit seinem Wunsch nach Freiheit und Liebe an den gesellschaftlichen Konventionen zerbricht. Es ist, auf den dritten Blick vielleicht, auch ein Plädoyer für die Themen, die auch heute noch wichtig sind – nämlich das Recht auf Selbstbestimmung, an dem letztlich so moderne Fragen wie Emanzipation, Gleichberechtigung, Minderheitendiskriminierung hängen.
Ein sehr ungewöhnliches Buch, das wir aber gerne gelesen und hiermit weiterempfohlen haben.

Weitere Informationen zu dem Buch findet ihr über unseren Affiliate-Link auf Amazon*, wo ihr es dann auch gleich kaufen könnt (wenn ihr wollt).

 

Hinweis:   

Störtebekers Piratin - Kathrin HankeMit Störtebekers Piratin tritt ein waschechter Abenteuer-Roman aus der Zeit der Hanse an. Wir sind gespannt, ob sich Kathrin Hankes sachkundig geschriebenes Buch, das im Juli 2019 bei Gmeiner erschienen ist, piratenmäßig den History-Skoutz 2020 schnappen wird.

Immerhin ist der Piratin gelungen, die Midlist History zu entern. Damit hat sie sich gegen über 200 Titel der Longlist History 2020 durchgesetzt und verbreitet mit einem Hauch Seeluft Abenteuer- und Leselust.

Mehr über Störtebekers Piratin könnt ihr wie immer in unserer ausführlichen Buchvorstellung lesen.

 

 

Ein Gedanke zu „zu Besuch bei Kathrin Hanke

  1. Das war grad ein spannendes Interview, das ich gelesen habe. Fast vergaß ich dabei mein Frühstück.
    Liebe Kathrin, so kenne ich dich – spontan, ehrlich, positiv , kurz und prägnant in deinen Aussagen und Gesprächen .
    Ich bin glücklich, dich ein wenig kennen zu dürfen. Danje

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