Emotiondancer - Shortlist 2021

Emotiondancer – Clevere und empathische Science Fiction von E.F. von Hainwald

Vorjahres-Finalist Dominik A. Meier hat einen Blick in die Zukunft gewagt und sich in Rekordzeit durch die Galaxien und Zeiten gebeamt. Zurückgekommen ist er mit prächtigen Büchern, die er in der gut bestückten Longlist gefunden hat. Ob mit Aliens, fremden Welten, bahnbrechenden Technologien, endlosen Weiten im All oder beklemmenden Gänacge in einem Raumschiff sind – diese Bücher aus der Midlist Science Fiction 2021 tragen euch zu den Sternen.

Mit tänzerischer Leichtigkeit hat sich “Emotiondancer” von E.F. von Hainwald für die Midlist empfohlen. Das im Oktober 2020 im Gedankenreich Verlag erschienene Buch stellt die sehr berechtigte Frage, wo bei all der künstlichen Intelligenz und kühlen Technik eigentlich die Gefühle bleiben.

Tatsächlich konnte sich das Buch gegen seine Midlist-Konkurrenz behaupten und wurde von Publikum und Jury auf die Shortlist 2021 des Skoutz-Awards gewählt und steht damit im Finale. Damit bestehen natürlich allerbeste Chancen auf den Skoutz-Award 2021.

Doch seht selbst …

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Emotiondancer – mitreißend und gefühlsgewaltige Science Fiction von E.F. von Hainwald

Wie viel bleibt von uns, wenn wir unsere Gefühle verleugnen? Was sind wir ohne unsere Erinnerungen und wieviel Wahrheit verträgt die Wirklichkeit? Kluge Fragen, die E.F. von Hainwald wie immer in eine mitreißende Geschichte packt, die einen gefangen nimmt und noch weit über die letzte Seite hinaus beschäftigt.

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Um was geht’s?

Die Frage nach dem „Warum“ hatte schon immer die Macht, ganze Nationen zugrunde zu richten – oder denjenigen, der sie stellt.

Unsere Zukunft erstrahlt in makellosem Glanz. Die Menschheit arbeitet darauf hin, einen Evolutionssprung zu machen. Wissenschaft, Industrie und Kunst verschmelzen zu einem Gesellschaftssystem, das alle Schwächen überwunden hat. Nicht zuletzt durch das Cybernet – die digitale Vernetzung der Emotionen.
Kaja hat keine Kontrolle über sich. Sie leidet schon ihr ganzes Leben lang an massiven Gefühlsausbrüchen. Der Sturm dieser Emotionen löscht ihre kostbarsten Erinnerungen aus – ihr Selbst droht vernichtet zu werden. Als sie dadurch ihre Mitmenschen in Lebensgefahr bringt, beginnt sie in ihrer verblassten Vergangenheit zu graben, doch sie stößt auf eine eiserne Mauer des Schweigens.
Einen Ausweg bergen womöglich die Tiefen des Cybernets. Um dort einzudringen, benötigt Kaja jedoch die Hilfe von Menschen, die sich gegen die Prinzipien der Gesellschaft auflehnen. Aber kann sie so jemandem überhaupt vertrauen?
Auf ihrer Jagd nach Antworten offenbart sich schnell, dass manche Schleier vielleicht lieber ungelüftet bleiben sollten. Kann Kaja Erlösung finden oder wird sie an der Wahrheit endgültig zerbrechen?
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Wie hat uns Emotiondancer gefallen?

Ich weiß noch, wie ich E.F. von Hainwald vor ein paar Jahren in Leipzig kennenlernte. Da stritten wir mit der Leidenschaft zweier Buchmenschen über die Einordnung von Büchern in Genres. Seine Bücher seien, so erfuhr ich, ganz bewusst neben allen Schubladen geschrieben und nicht klassifizierbar. Für mich und Dominik ist es Science Fiction, weil es in der Zukunft spielt. Aber es reicht nicht, um dieses Buch zu beschreiben. Da ist alles drin, vielschichtige Figuren, eine komplexe Welt mit ganz eigenen Problemen, jede Menge Action, Drama und Gefühl. Emotiondancing halt. Wirklich geflasht hat mich, die Art und Weise wie von Hainwald es gelingt, das Zuviel an Gefühl für den Leser aus der Sicht der Protagonistin nachvollziehbar darzustellen. Ich hoffe, wir erfahren noch mehr vom Cybernet. (kn).

Dominiks Eindruck:
Hainwald ergreift mit Emotiondancer einen neuen, unverbrauchten Ansatz, der in der Science Fiction viel zu wenig Beachtung findet. Eine emotionale, intensive Geschichte, die den Fokus völlig zu Recht auf ihre mitreißenden Charaktere legt.
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Wem verdanken wir das Buch?

Interview E.F. von HainwaldVon Hainwald schlug mit seinem Debüt 2017 ein neues Kapitel in seinem Leben auf. Ursprünglich arbeitete er mit Fotografie, Design und Illustration im visuellen Bereich. Das Schreiben eröffnete ihm jedoch ganz neue Möglichkeiten, um den Menschen seine Vorstellungen näher zu bringen. Seine Fantasy-Trilogie um die Geborenen des Lichts erschien zuerst im Selfpublishing und wurde mehrfach für Leserpreise nominiert. Mit dem Science-Fiction-Roman Cyberempathy beschritt er neue Wege und konnte durch diese unkonventionelle Geschichte eine Vielzahl von Lesern begeistern. Mittlerweile steht sein Name für erfrischend andersartige Geschichten, die für den Leser stets mit überraschenden Wendungen aufwarten.

Wir kennen und schätzen den Autor ja schon länger, auch für seine Arbeit als Cover-Juror und Friseur unseres Skoutzis (falls euch das neue Design schon aufgefallen ist). Wir haben uns schon mit ihm über seine Bücher und seine Kunst unterhalten (hier), aber das Redaktionsteam freut sich schon wie der Skoutzi selbst darauf, das bald zu wiederholen. Zu Recht, denn herausgekommen ist ein lesenswertes Gespräch über pragmatische Autoren, Corona-Beulen, Süßkram und kluge Tricks für gute Bücher.

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