Interview Sia Crowley

Zu Besuch bei Sia Crowley

Heute sind der Skoutz-Kauz und ich zu Besuch bei Sia Crowley, deren Buch von Jurorin Amanda Frost auf die Midlist Erotik des Skoutz-Awards 2021 gepackt wurde.

Auch wenn die Autorin eigentlich ein Mann ist und auch unter Drew Sparks schreibt. Da allerdings eher Science Fiction, Fantasy und Abenteuerromane. Solche Identitätswechsel finde ich immer spannend und so freue ich mich schon sehr auf das Gespräch..

Kay zu Besuch bei Sia Crowley, die Mainstream nicht schreckt

Liebe Sia, vielen Dank, dass wir kommen durften. Ich freue mich schon sehr auf dieses Gespräch, auch weil ich dich zwar als Autorin aus den Bestsellerlisten natürlich schon länger kenne, aber von dir als Mensch noch überhaupt nichts weiß. Unsere Kollegin Kitty Stone allerdings schwärmt von dir und deinen Büchern und das ist schon mal eine starke Empfehlung.

Lass uns gleich anfangen.

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Welches ist die größte Herausforderung, der man sich als Autor stellen muss?

Die eigenen Selbstzweifel überwinden und sich durchbeißen, bis man das entsprechende Ziel erreicht hat. Oh, wartet mal, das gilt ja für alles im Leben 🙂

Allerdings. Ich sag auch immer wieder: Erst weiß man nicht, wie es gehen soll. Und dann nicht, wie es gegangen ist.

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Hast du Lieblingsworte in deinen Skripten, die vom Lektorat regelmäßig angestrichen werden?

Ich habe noch nie ein Lektorat machen lassen.

Huh! Das ist ein Skandal! Vor allem, wenn man das so offen zugibt. Anja Bagus kann davon nach ihrem Lektogate ein Liedchen singen. Und was sagt das Korrektat?

Meine Korrektorin merkt durchaus stilistische Schnitzer an.

Ja? Wobei sie damit streng genommen ja auch schon eher ein Lektorat mitmacht. Aber egal. Und die Schnitzer wären dann?

Hm, ›knurren‹ wär vielleicht so ein Wort.

Roarrr. 🙂 

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Was ist deine präferierte Erzählform?

Dritte Person liegt mir am besten.

Hast du denn 1. Person schon mal ausprobiert?

Ja, ich habe auch schon eine Novelle in der Ich-Form geschrieben – obwohl das wirklich nicht meins ist.

Faszinierend, wie verschiedenen Autoren doch sind. Stefan Krell hat mir da letztens erst ein flammendes Plädoyer für die 1. Person gehalten.

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Bist du im Team Adjektiv oder bevorzugst du eher einen „schnörkellosen“ Stil?

Ich nutze Adjektive, Adverbien, Inquits und Füllwörter, wann immer ich diese für angemessen halte. Dieses ganze ›Du darfst nicht …‹, kam mir schon immer übertrieben vor.

Ja und Nein! Regeln sind für mich dazu da, dass man nachdenkt, bevor man sie bricht. So wie es bei einem Notarzteinsatz ja auch zweifelsfrei richtig ist, über eine rote Ampel zu fahren. Aber sie sollten eine Hilfe und keine Bremse sein. Und auch das gilt fürs ganze Leben.

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Hast du einen speziellen Trick, um aus deinen Figuren echte Persönlichkeiten zu machen?

Charakterentwicklung und Character Arcs haben nichts mit Tricksen zu tun, sondern mit Handwerk und viel Arbeit.

Ich entschuldige mich für diese unangemessene Fragestellung. Handwerk besteht ja durchaus aus Regeln, und wenn man es damit nicht übertreiben will, ist es doch spannend, zu sehen, worauf du besonderes Augenmerk legst.

Aber fragen wir anders …

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Welchen Fehler darf man beim Schreiben keinesfalls machen?

Beim Schreiben kann man im Grunde alles machen.

Du sagst das, als käme da jetzt noch ein Aber …?

Wenn man aber auch verkaufen will, sollte man der anvisierten Zielgruppe nichts versprechen, was man später nicht liefert.

Wie meinst du das? 

In Bezug auf die Erwartungen zu Genre, Ton, Entwicklung der Figur.

Wenn wir schon bei Zielgruppen und Lesern sind …

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Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Keines.

Huch?!

Hab im Moment leider keine Zeit zum Lesen.

Das ist schade, aber ich höre es auch von vielen Kollegen wie etwa Silvia Hildebrandt, dass sie das Schreiben tatsächlich auf Kosten des Lesens geht. Wir brauchen einfach mehr Zeit für all die Bücher!

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Welche 3 Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?

1: Meine Bulldogge.

2: Der Job (ich schreibe hauptberuflich Romane).

3: Sport, um überhaupt so viel arbeiten zu können.

Zu dem dich dann deine Bulldogge antreibt – das ist doch mal perfekt abgestimmt!

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Wenn du wählen könntest, wärst du lieber extrem intelligent oder gut im Umgang mit Menschen?

50:50. Wer will schon ein Genie, aber dafür im schlechtesten Fall ein verkappter Serienkiller sein? 🙂

Ich! Im Straßenverkehr! Dann wäre ich schlau genug, um den Stau gekonnt und instinktsicher zu umfahren und skrupellos genug, all die Deppen da draußen (mich ausgenommen natürlich!) … Aber ich glaub, diese Verkehrsmordlust kennen die meisten.

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Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Für nix.

Endlich mal wer, der zu seinem Bett steht! Für gar nix?

Außer, der Rauchmelder würde sich melden.

🙂

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Was ist deine größte Stärke?

Ehrgeiz.

Der wird ja oft zweischneidig gesehen. Was ist für dich das Positive daran?

Ich kann mich in Ziele verbeißen und so lange dran arbeiten, bis ich sie erreicht habe – oder sie aufgeben kann, ohne dem Gefühl zu erliegen, nicht alles versucht zu haben.

Diesen letzten Aspekt finde ich sehr wichtig. Ich kann tatsächlich Misserfolge viel besser verarbeiten, wenn ich überzeugt sagen kann, an mir hat es nicht gelegen, ich hab alles damals mir Mögliche gegeben.

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Wenn dein fünf-jähriges Selbst plötzlich deinen jetzigen Körper bewohnen würde, was wäre das Erste, das dein fünf-jähriges Selbst tun würde?

Sia, was schaust du jetzt so?

Fürs Protokoll: Ich kann mich nicht mal an mein zehnjähriges Selbst erinnern, geschweige denn an mein fünfjähriges.

Hm … Wollen wir spekulieren?

Aber okay, vermutlich das, was ich sowieso tun würde, weil im Grunde bin ich ja immer noch ich, oder?

Ja, auch wenn das jetzt eine eher statische Personenbetrachtung ist. Ich würde dir schon auch einen Charakter Arc zugestehen.

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Welcher fiktionale Charakter ist in Buch/Serie/Film unglaublich, wäre aber in banalen alltäglichen Situationen unerträglich?

So ziemlich jeder, vermutlich.

Erklär mal!

›Larger than life‹-Charaktere gehören nicht umsonst in Bücher, Filme und Serien. Wer weiß schon, was die in der Realität alles anrichten könnten?

Das ist natürlich richtig, zumal sie in der Fiktion auch meist in speziellen Biotopen auftreten, die genau auf sie zugeschnitten sind. Aber ich gebe zu, dass ich diese satirisch überhöhten Superhelden schon im Buch nicht mag.

Auf deine Antwort auf die nächste Frage bin ich schon besonders gespannt …

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Stell dir vor, du würdest einen Geheimbund gründen, wie würdest du ihn benennen und was wäre eure Mission?

The Insane.

Klingt weird. Und was wollt ihr erreichen?

Die Weltherrschaft … was sonst 🙂

Hahaha, was frage ich? Aber gratuliere – mir scheint, ihr seid auf einem guten Weg. 

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Gibt es etwas, das du kannst, die meisten anderen Menschen aber nicht?

Mehrere Romane pro Jahr schreiben, vielleicht?

Ganz sicher! Noch dazu so spannende und mitreißende!

Kommen wir zur letzten Frage …

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Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Hey, world! Du … das behalt ich besser für mich 🙂

Huch! Dann bleibt meine Neugier ungestillt?

 

Na gut. Sia, wie erwartet hat das Interview mit dir viel Spaß gemacht und auch sehr spannende Ansätze zu Tage gefördert, über die wir uns gern mal wieder unterhalten sollten – und über deine Ansage an die Welt.

Ich hoffe, du bleibst skoutzig und uns als Autor*in (Als Mann in weiblichem Pseudonym sozusagen) noch lange erhalten, wobei wir natürlich auch gerne über deine anderen Bücher unter anderem Pseudonym berichten. Für den Skoutz-Award drücke ich dir ganz fest beide Daumen.

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Hier könnt ihr Sia Crowley erreichen

 

Skoutz-Lesetipp

Bad Romance: Romeo & Ruby – Erotikthriller von Sia Crowley

Bad Romance - Romeo & Ruby - Sia CrowleyRomeo taumelt nach dem Tod seiner großen Liebe Lana und dem Rauswurf aus seinem Motorradklub antriebslos von einem Exzess zum nächsten, bis er Ruby über den Weg läuft.

Die sexy Nichte eines Mafiabosses zieht den Biker sofort in ihren Bann und verdreht ihm den Kopf, bis sich die Realitäten verschieben und er nicht mehr zwischen Farce und Wirklichkeit unterscheiden kann — denn Ruby scheint eine exakte Kopie Lanas zu sein!

Als sie sich näherkommen, offenbart sich ein dunkles Geheimnis um Ruby, das die Unterwelt San Diegos in einen vernichtenden Krieg stürzen und das Ende für Romeo und sein gewohntes Umfeld bedeuten könnte. Und ihm wird klar, dass er nicht alle Beteiligten retten kann und es nur an ihm liegen wird, wer auf der Strecke bleibt – und wer nicht.

In sich abgeschlossene Geschichte – mit garantiertem Happyend.

 

Skoutz meint: Man liest los und erwartet eine dieser typischen Mafia-Romance-Stories, die eben festen Regeln folgen.  Aber weit gefehlt, denn auch, wenn es natürlich heiß hergeht, bleibt das Rätsel um Ruby und Lana schon speziell und besonders. Mehr aber noch fasziniert, wie Romeo mit diesem Dilemma umgeht, das hinter der lapidaren Erkenntnis „Du kannst nicht alle retten“ lauert. So gewinnt die Geschichte an einer psychologischen Tiefe, die sehr faszinierend ist, und das an einer Stelle, die man (so) nicht erwartet hätte. Von daher – eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf echtes Cross-Genre haben.  (kn)
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Mehr Info

Sculls MC – Jaxon – Deathmatch“ ist knallharte Biker-Erotik, bei der man das Motorenöl förmlich riechen kann und die Leidenschaft die Seiten knistern lässt. Daher ist das Buch direkt auf der Midlist Erotik des Skoutz-Awards 2021 gelandet und hat damit gute Chancen im Rennen um den Erotik-Skoutz.

Grund genug, das Buch näher zu untersuchen und vorzustellen (weiterlesen).

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Hinweis:

Wenn ihr die Bücher schon kennt, würdet ihr uns, dem Autor und allen lektüresuchenden Lesern einen großen Gefallen, wenn ihr das Buch in der Skoutz-Buchdatenbank mit einer  Skoutz-Buchfieberkurvebewerten würdet. 5 Klicks statt 5 Sterne. Einfacher lässt sich eine Rezension nicht schreiben, bequemer kann man sein nächstes Buch-Date nicht finden. Und so helft ihr, dass unsere Buchfindemaschine weiter wächst.

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