Shortlist Crime: Die Liebe der Wanderapothekerin von Iny Lorentz

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Krimi-Thriller IconAward Shortlist Silber IconDie Crime-Abstimmung war insofern spannend, als wir die Kategorien Thriller und Krimi zusammenlegen mussten, weil aus den Vorschlägen deutlich wurde, dass außerhalb der Literaturkritik (fast) niemand ernsthaft diese Unterscheidung trifft. Entsprechend lang war dann auch die Longlist Crime. Doch aus der sehr abwechslungsreich zusammengestellten Midlist Crime haben sich dann doch 3 Titel relativ souverän Im Rennen um die Shortlist-Plätze durchgesetzt. Und damit steht nun fest, welche 3 Bücher es ins Finale um den Crime-Skoutz 2016 geschafft haben, weil es ihnen gelungen ist, die Herzen der Leser und der Jury gleichermaßen zu begeistern.

Bei der Wanderapothekerin handelt sich um einen 527 Seiten starken, im Februar 2016 von Knaur eBooks veröffentlichten Krimi vor mittelalterlicher Kulisse, bei dem eine starke Frau, trotz ihrer Schwangerschaft verzweifelt für die Ehre ihrer Familie kämpft und daher versucht, einen Mordfall aufzudecken. Wir haben das Buch bereits anlässlich seiner Nominierung zur Midlist genauer vorgestellt (weiterlesen).

Damit ihr euch ein Bild von Iny Lorentz machen könnt, hat Kay Noa sie besucht und sich mit ihnen unterhalten. Über den Grund, warum das Autoren-Duo sich lieber nicht umdreht, wie man sich Harmonie mit den eigenen Figuren schafft und was man sich nicht nur von Lesern wünschen möchte (weiterlesen).

Jetzt zum Finale haben wir uns das Buch noch einmal aus dem Regal geholt und unseren Skoutz-Juror Andreas Adlon gebeten, uns als Chief of Crime im Jury-Board etwas mehr über dieses Buch zu erzählen.

 

Die Liebe der WanderapothekerinAndreas Adlon bespricht: Die Liebe der Wanderapothekerin von Iny Lorentz

Das Autorenpaar Iny Lorentz lässt das Mittelalter im Kopf geschehen, als hätte ich dort selbst gelebt und hätte mitgelitten. Dabei schonen sie mich als Leser in keiner Weise. Die düstere Zeit, in der die Figuren leben, sind definitiv nicht vergnügungssteuerpflichtig. Ohne belehrend zu wirken, stellt die Geschichte historische Gegebenheiten authentisch und lebensecht dar.

Wie in vielen anderen Büchern vom Autorenduo Iny Lorentz ist die Frau die Heldin, die die Hosen anhat. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Spielend leicht schafft es das Autorenpaar, den Leser einzufangen und ihn mitzunehmen in die Vergangenheit, die für ihn dann lebendig wird.

Das Autorenpaar verwendet eine alte Sprache, die den Leser damit sehr gut in die längst vergangene Zeit  hineinversetzt. Die Geschichte zeichnet sich außerdem durch eine herausragende Recherche aus, so dass ich als Leser immer dachte: „Genau so muss es damals gewesen sein“, oder zumindest: „So hätte es sich zugespielt haben können.“

Dieser historische Krimi ist für alle Leser geeignet, die sowohl das Mittelalter als auch Kriminalromane lieben.

Die Liebe der Wanderapothekerin ist nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, Die Wanderapothekerin. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Den packenden Krimi vor mittelaltlerlicher Kulisse bekommt jeder ungeduldige Leser sofort hier.

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