Die Gabe der Zeichnerin – Historischer Liebesroman von Martina Kempff

Wenn Bücher die einfachste Form von Zeitreisen sind, hat sich Vorjahres-Siegerin Anna Castronovo auf einen Streifzug durch die Jahrhunderte gemacht und uns Geschichten aus allen Zeiten mitgebracht. Die Auswahl zu Ihrer Midlist History aus den über 200 Titeln der Longlist History 2020 hat sich Anna nicht leicht gemacht und ist hochwissenschaftlich und unter Ausnutzung statistischer Daten an diese epochale Aufgabe herangegangen. Einzelheiten hierzu verrät sie uns  hier.

Martina Kempff hat mit Die Gabe der Zeichnerin, einem im Februar 2019 bei Piper erschienen Buch, erneut die Zeit von Karl dem Großen, die Geburtsstunde Europas heraufbeschworen. Und das so überzeugend, dass sie gute Chancen hat, damit auch den History-Skoutz zu gewinnen.

Nach dem erfolgreichen Erreichen der Shortlist 2020 steht der Titel nun im Finale und muss sich dem endgültigen Entscheid unserer Leser stellen!

 

Wenn ihr wissen wollt, warum wir das glauben:

 

Die Gabe der Zeichnerin – Völkerverständigung von Martina Kempff

Bis heute gibt der Dom von Aachen den Historikern Rätsel auf. Wie konnte in der Zeit von Karl dem Großen ein derart gewaltiges Bauwerk geschaffen werden? In einer Kultur, deren Möglichkeiten damals bei weitem dafür nicht ausreichen dürften? Martina Kempff bietet in ihrem gut recherchierten und atmosphärisch dichten Buch eine ebenso schöne wie überzeugende Lösung-

Um was geht’s in Die Gabe der Zeichnerin?

Der Dombau zu Aachen – das größte Rätsel, das Karl der Große der Nachwelt hinterlassen hat. Wie konnte es im Frühmittelalter gelingen, seine mächtige steinerne Kuppel zu wölben? Als noch niemand im Abendland die Fertigkeiten dafür besaß?

Den Schlüssel hält die begabte Tochter eines Baumeisters aus Bagdad in Händen. Doch als junge Frau ist es ihr unmöglich, ihren Vater zu unterstützen. Deshalb reist sie als Mann verkleidet an den Hof des großen Karolinger Königs – und lernt den Sohn des königlichen Baumeisters kennen, für den sie bald mehr empfindet, als gut für die gemeinsame Sache ist …

Wie hat uns Die Gabe der Zeichnerin gefallen?

Dass Kirchen ein hervorragender Komparse in Historienromanen sind, haben uns Frank Schätzing und Ken Follet schon eindrucksvoll bewiesen. Martina Kempff greift das auf und setzt noch eins drauf. Die Geschichte von der willensstarken Frau in Männerkleidern ist nicht neu, aber vermutlich auch gar keine Erfindung moderner Autoren. Leidenschaft bahnt sich einen Weg. Die Details über den Dombau von Aachen, der tatsächlich der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgibt, sind für sich schon spannend. Spannender aber sind die Schicksale, die sich um dieses Großprojekt ranken und die Kempff mitreißend erzählt.

Die Durchmischung aus Neugier und Aberglauben in dieser Zeit, der Zusammenprall von Kulturen, die bis heute ihr Gleichgewicht im Miteinander noch nicht gefunden haben … das alles macht das Buch zu einem Lesevergnügen, das wir wärmstens empfehlen!

Jury-Mitglied Anna Castronovo meint:

Mit Leichtigkeit geschrieben, atmosphärisch dicht und spannend – ein historischer Roman aus der Zeit Karls des Großen, der die Geschichte des Aachener Domes in einem völlig neuen Licht zeigt.

Keiner weiß, wie es damals möglich war, ein solches Bauwerk zu erschaffen. Aber die Autorin rankt eine Legende um den 1200 Jahre alten Bau, die sich durchaus so hätte abspielen können: Der Dombauer bekam Hilfe aus dem Orient. Damit enthält der Roman eine wichtige Botschaft: Er zeigt am Beispiel einer jungen Muslima, wie der Kontakt und der Austausch zwischen den Kulturen zu einem der nachhaltigsten Erfolge der Geschichte werden kann!

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Wem verdanken wir die Gabe der Zeichnerin?

Martina Kempff ist Autorin, Übersetzerin und freie Journalistin. Sie war Redakteurin bei der Berliner Morgenpost, Reporterin bei Welt und Bunte, bis sie beschloss, Bücher zu schreiben. Besonders bekannt ist sie für ihre historischen Romane wie »Die Königsmacherin«, »Die Beutefrau« und »Die Welfenkaiserin«, die sich durch hervorragende Recherche und außergewöhnliche Heldinnen auszeichnen. Sie lebte lange in Griechenland, später in Amsterdam. Acht Jahre verbrachte sie in der Eifel, was sie zu einer einfallsreichen Krimiserie inspirierte. Heute lebt sie im Bergischen Land.

Wir hoffen, die weitgereiste Autorin besuchen zu dürfen, um mit ihr über Eichhörnchen, Alchemie für Geschichten, die Freiheit des Historienautors und Bücher zu plaudern – und natürlich über Kaiser Karl.

 

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