Aus der Tastatur gefallen – Erinnerungen an Terry Pratchett

 

Es war ein ergreifender Moment, als anlässlich des Todes von Terry Pratchett auf der Leipziger Buchmesse in der Fantasyhalle alle eine Schweigeminute einlegten. Ein Gänsehautaugenblick. Umso schöner ist es, dass Skoutz Jurorin Caroline Brinkmann “Aus der Tastatur gefallen”, eine Art literarischen Nachlass, den der Goldmann Verlag im September 2018 herausgegeben hat, aus 150 Titeln der Humor-Longlist erwählt hat. So finden wir einen der ganz großen, der ganz herzlichen und klugen Autoren auf unserer Midlist wieder. Im Olymp ist er längst.

 

Aus der Tastatur gefallen – Erinnerungen an den großartigen Terry Pratchett

Diese Anthologie versammelt die besten und unterhaltsamsten Essays, Artikel und Reden Terry Pratchetts. Hier findet man alles, was ihn im Lauf seines Lebens bewegt hat:

Erinnerungen an seine Großmutter, Gedanken zu Gandalfs Liebesleben oder die Frage, welche Bücher, sein eigenes Werk inspiriert haben. Er spricht über seine Liebe zu Weihnachten, gibt Einblicke in seine Schulzeit oder verrät, zu welcher Tageszeit man am besten schreibt. Selbst die ernsten Themen, denen er sich widmet, sind stets durchdrungen vom Humor und der Lebensklugheit dieses wundervollen Autors.

 

 

Wie fanden wir “Aus der Tastatur gefallen”?

Ich bin ein großer Terry Pratchett-Fan und diese Anthologie hat mich berührt. Sie hat mich nostalgisch lesen und erinnern lassen. Man liest, legt das Buch beiseite und geht ans Bücherregal. Hält Zwiesprache mit einem Mann, den man sein halbes Leben bewundert hat, der einen in seinem Denken und Fühlen prägte, der meinen Humor schliff und meine Sicht der Dinge gerade rückte (oder eher zum Schief schauen animierte). Ich durfte ihn einmal am Flughafen sprechen. Das war toll, auch wenn mir wenig Geistreiches einfiel. Dieses Buch bringt den Menschen näher. Erklärt, warum er schrieb, was er schrieb und wie er es gemacht hat. Und was soll ich sagen, jetzt wo ihn Tod geholt hat? YOU AIN’T DEAD. Also, nicht in dem Sinne.

Skoutz-Jurorin Caroline Brinkmann meint:    So nah war man Terry Pratchett, dem Meister des Humors, noch nie. Ein Muss für alle Fans. Terry Pratchett versteht es auf einzigartige Weise gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen.

 

Wem verdanken wir “Aus der Tastatur gefallen”?

Dem Goldmann-Verlag. Denn dieses Buch ist ein Sammelsurium aus Versatzstücken aus dem von Terry Pratchett hinterlassenen Fundus.
Die Zahlen sind schier unglaublich: 45 Millionen verkaufte Exemplare der „Scheibenwelt“-Romane, Übersetzungen in 34 Sprachen. Keine Frage, der 1948 in Beaconsfield geborene Terry Pratchett gehört zu den erfolgreichsten Autoren unserer Zeit. Den Grundstein dafür legte er 1983 mit dem „Scheibenwelt“-Erstling „Die Farben der Magie“, der ihn quasi über Nacht zum Bestsellerautor machte – eine beispiellose Erfolgsgeschichte begann. Dass ihm sein Ruhm nicht zu Kopfe gestiegen ist und er auch sein Gespür für Komik nie verloren hat, zeigt sein Kommentar zur Ernennung durch die Queen zum „Officer of the Order of the British Empire“: Er habe die Nachricht zunächst für eine Zeitungsente gehalten. Aber manchmal klingt die Realität eben einfach wie ein Traum – nicht nur in der Scheibenwelt.

Kay, die ein großer Pratchett-Fan ist, hat über ihren Lieblingsautor einen Nachruf geschrieben, den wir euch hier verlinken.

Wer das Buch schon kennt, kann (und soll!) es auf Skoutz.net bewerten, damit  unsere Buchsuche besser werden kann (weiter).
Mit der Skoutz-Buchfieberkurve bewertet ihr mit fünf einfachen Klicks ein Buch anhand von fünf Kriterien statt fünf Sternen. Auf einen Blick seht ihr dann, wie das Buch wirklich ist. So schön kann Bücher suchen sein.

[Werbung] Mehr Informationen bekommt ihr in den diversen Buchshops oder direkt über diesen Affiliate-Link von Amazon.

ops oder direkt über diesen Affiliate-Link von Amazon.

Schreibe einen Kommentar