Zu Besuch bei Mila Olsen

Heute bin ich mit dem Skoutz-Kauz zu Besuch bei Mila Olsen, die es immer wieder schafft, psychologisch schwierige Ausgangspositionen in spannende Geschichten zu packen.

Der Anlass ist Milas Nominierung für den Romance-Skoutz 2020, was für sich ja schon ein sehr erfreulicher Anlass ist. Das Gespräch wird bestimmt spannend, denn eines ist klar: Mila steht nicht für 0815-Themen. 

Doch seht selbst.

 

Zu Besuch bei Mila Olsen, die einen gut gefüllten Kühlschrank hat

Liebe Mila, vielen Dank dass du uns eingeladen hast. Wir freuen uns sehr auf dieses Gespräch mit dir und fangen am besten auch gleich an … 


Wie würdest du dich in einem Wort beschreiben?

Das ist ja schwieriger als eine Logline zu schreiben.

Du bist zwar nicht die Erste, die jammert, aber den Vergleich mit der Logline hatten wir noch nicht. Also …??? 

Ich dachte erst an melancholisch oder chaotisch, aber das sind so negative Begriffe. Ich entscheide mich für das Wort, das meine Umwelt am häufigsten mit mir in Verbindung bringt …

Und das wäre? 

Verträumt

Oh. Okay. Warum? 

»Hallo? Hörst du mir zu?« oder »Du bist schon wieder wie blind an mir vorbeigefahren? Hast du mich nicht winken sehen?« Eine lange Liste …

Ich verstehe. Lass uns dann mal über dein Autorensein reden. 


Was macht dir an deinem Job als Autor am meisten Spaß?

Schreiben hat an manchen Tagen eine ganz eigene Magie. Am meisten liebe ich, dass ich der Realität entfliehen kann – und zwar in eine Welt, die ich mir selbst ausdenke.

Nun schreibst du ja nicht unbedingt nur in Cosy-Sets. 

Genauso gut gefällt es mir, mich auf die Psyche meiner Protagonisten einzulassen, ihnen beim Wachsen zuzuschauen und mit diesem Wandlungsprozess auch eine Botschaft zu übermitteln. Schreiben ist für mich auch immer ein bisschen Das Leben und die Menschen besser verstehen lernen.

Ja, das verstehe ich gut. Das treibt auch mich ein bisschen an. Diese Möglichkeit, schreibenderweise das “typisch Menschliche” quasi unter Laborbedingungen zu betrachten. 

Das sind aber sehr persönliche Gründe, zu schreiben. Wann bist du damit an deine Leser herangetreten, oder mit anderen Worten … 



Wann hast du dein erstes Buch veröffentlicht und wie lange hast du daran geschrieben?

Schwierig zu beantworten, denn das erste Buch, das veröffentlicht wurde (2011, »Amiga und die Suche nach dem Goldenen Turm« bei AAVAA), war nicht das erste, das ich geschrieben habe.

Was war denn dein richtiger Erstling? 

Das war »Triklin – Die Feuertänzer«, mit fast 1000 Normseiten dann doch ein recht dicker Erstling, an dem ich vier Jahre geschrieben habe. Leider bin ich damit bei einem DKZV gelandet und es floppte komplett.

Oh, das ist schade.

Bereut habe ich es aber nie, das Buch hat mir damals viel bedeutet und ich habe viel dadurch gelernt. Zum Beispiel was ein DKZV ist.

Für alle, die damit nichts anfangen können: DKZV steht für Druckkostenzuschussverlag und das ist so die Fliegenfalle für unerfahrene Autoren. Hier wird entgegen der seriösen Gepflogenheiten im Verlagswesen vom Autor verlangt, nicht nur die Rechte am Werk und einen Großteil der Erlöse abzugeben, sondern er soll sich zudem noch an den Druckkosten beteiligen. Das ist zwar nicht strafbar, aber sehr unseriös, zumal der Gewinn des Verlags zumeist mit dem Druckkostenzuschuss bereits erzielt wurde und gar kein Interesse an einem Verkauf des Buchs besteht. 

Das ist natürlich sehr schade. Aber vielleicht kommt Triklin ja nochmals unter günstigeren Vorzeichen heraus? Wäre schade um die viele Arbeit und die gewiss spannende Geschichte. 


Wie läuft ein typischer Tag als Autor bei dir ab? 

Ich gehöre zum Team Routine.

Wie sieht dann deine Routine aus?

Ich starte meist und am liebsten in den frühen Morgenstunden. Da meine Kinder schon alle Ü15 sind, hat sich für mich auch durch Corona nichts verändert.

Da bist du in einer glücklicheren Position als all die Kollegen, die unverhofft in der Home-Schooling-Falle saßen. Aber erzähl mal, was Mila so den Tag über treibt. 

Ich setze mich gegen acht Uhr an den PC, überarbeite das Geschriebene des letzten Tages – was manchmal auch ein bis zwei Stunden dauert – dann schreibe ich weiter. Manchmal bis vierzehn Uhr, manchmal nur bis zwölf, gelegentlich auch bis sechzehn Uhr. Das Einzige, das diese Routine stört, sind diverse Termine oder mal ein Lektorat (wobei ich derzeit weniger lektoriere und mehr schreibe). Ich schreibe auch so gut wie nie mit Musik, da kommt bei mir nur Kitsch raus, den ich am nächsten Tag wieder streichen muss.

Haha. Da bin ich weniger leicht zu beeinflussen. Hast du gar keine Booster, die dir das Schreiben erleichtern. 

Anders ist es bei Rotwein. Aber den natürlich dann bitte abends und nicht morgens um acht. Allerdings schreibe ich abends nur während der letzten zwei Wochen, wenn ich das Projekt endlich abschließen möchte.

Du belohnst dich also quasi schon auf der Zielgerade mit einem guten Tropfen. Das finde ich sehr sympathisch. Aber lass uns nochmal auf Corona kommen … 


Hat sich für dich als Autor durch die verschiedensten Corona-Maßnahmen gar nichts geändert?

Nicht wirklich. Obwohl bei mir sämtliche Familienmitglieder im Homeoffice waren, lief alles wie gewohnt weiter. Ehrlich gesagt habe ich diese Zeit sehr genossen – ich konnte endlich mal wieder größere Portionen kochen und mittags und abends versammelten sich alle um einen Tisch. Das ist mit älteren Kindern nicht mehr so selbstverständlich.

Ich habe zwar keine Kinder, aber bei uns war es immer so, dass wir immer für 6-8 Personen gekocht haben. Es war nie vorher klar, wer alles am Tisch sitzen würde, aber die Zahl hat immer gepasst. Das war eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich glaube dir also, dass das Spaß gemacht hat. 

Zurück zum Schreiben. 


Kreativ oder doch eher regeltreu? 

Ich bin beides.

Das klingt spannend. Erklär uns das bitte. 

Regeltreu, wenn es um den Aufbau, den Plot geht. Ich achte darauf, dass alle Plot Points, Pinch Points und Sonstige-Points sitzen und ich den groben Rahmen einhalte. Das war ja schon früher in der Schule so. Der Aufsatz bestand aus Einführung, Hauptteil, Schluss, in die Einführung gehörten ganz spezielle Dinge, ebenso in die anderen Abschnitte. Das ist das Handwerk, das man benötigt, damit man diese ganzen Seiten am Ende Roman nennen kann.

Ich verstehe dich da sehr gut. Das ist für mich so die Statik einer Geschichte, die sitzen muss. Die ist auch nicht, oder nur in sehr engen Grenzen “verhandelbar” oder “wandelbar”. Auf keinen Fall ist sie verzichtbar. 

Wenn jemand sagt, er plottet nicht, hat er diese Struktur vermutlich einfach so verinnerlicht, dass er sie nicht mehr braucht. Jemand wie Stephen King zum Beispiel.

King ist da ein sehr gutes Beispiel, denn wenn man seine Bücher mal analysiert, stellt man fest, dass sie alle einem sehr stringenten, sehr konsequenten Grundmuster folgen – ganz egal, wie verschieden die Ausarbeitung dann ist. Das Skelett eines Säugetiers ist auch immer ziemlich ähnlich, obwohl zwischen einem Elefanten und einer Spitzmaus dann äußerlich schon Unterschiede feststellbar sind. 

Und wie hältst du es mit dem Kreativen?

Was den schöpferischen Bereich angeht, ist Schreiben an sich ja schon ein kreativer Prozess. Ich kann so viel plotten, wie ich will, ab einem Punkt muss ich schreiben, um ein Gefühl für die Story zu bekommen.

Dann bist du eher nicht für die Schneeflockenmethode. 🙂  Schmeißt du dann auch mal einen Plotpoint über den Haufen? 

Durchaus. Die besten Ideen kommen mir sowieso während des Schreibens. Und … was meine Geschichten angeht: Die waren und sind immer schon anders, kein Mainstream. Oh, das wäre ein gutes Wort für Frage eins gewesen: anders.

Nicht wirklich. Wir haben ja nach dir und nicht nach deinen Geschichten gefragt. (Grins)

Aber wie bist du so als Leserin?


Welches war dein erstes selbstgelesenes Buch? 


Ich glaube, es war »Die kleine Hexe« von Ottfried Preußler.

Preußler war für viele Kollegen die Einstiegsdroge. 

Viel mehr bedeutet hat mir aber »Hallo Mr. Gott, hier spricht Anna.«

Ach, das ist auch ein wundervolles Buch von Fynn. Daran habe ich seit Jahren nicht mehr gedacht, aber das ist wirklich wundervoll. 

Das hat mir meine Mutter vorgelesen und ich habe die Ausgabe heute noch. Ich habe gerade neulich einen Post auf Instagram dazu gemacht, weil mich das Buch und die Sprache damals wie heute beeindruckt. Es ist über vierzig Jahre alt und sieht mittlerweile echt übel aus.

Das ist doch okay, denn es zeigt, dass es geliebt und benutzt wurde, dass die Geschichte wirken durfte und nicht das Buch nur ein Deko-Objekt ist. Ich finde es furchtbar, wenn Menschen Bücher nach der Farbe des Buchrückens passend zur Wohnzimmerwand kaufen. Oder einen Meter Goethe, um gebildet zu wirken. 


Stell dir vor, du könntest eine beliebige Figur aus einem Buch zum Essen treffen. Was würde passieren?

Weil das Leben aktuell so ernst ist, würde ich mich gerne mit Pippi Langstrumpf treffen und alle schweren Themen außen vor lassen.

Das ist eine wunderschöne Idee. Da würde ich gern mitkommen.

Aber lass uns doch noch mal kurz ernst sein … 



Auf welche Frage hattest du in letzter Zeit keine Antwort und hast du sie finden können?

Ganz banal: Wie nutze ich die Story-Funktion von Instagram in voller Bandbreite 😉 …

Du betonst das, als stünde die Antwort noch aus. Ich kann da leider auch nicht helfen, aber vielleicht erbarmt sich einer unserer Leser in den Kommentaren? 

Wenn wir schon bei Technik sind … 



Wie oft schaust du täglich auf dein Handy?

Nicht so oft, da ich vieles am PC erledige. Wenn ich schaue, dann wegen WhatsApp. Wenn meine Kids außer Haus sind, ist es der Kommunikationskanal schlechthin. Ich habe für die Familienmitglieder sogar einen eigenen Ton.

Bleiben wir bei Alltäglichem … 


Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Kaffee. Okay, das war ein Witz.

Warum? Ich kenne Kaffee-Nerds, die ihre Bohnen kühl lagern, weil das angeblich gut für das Aroma ist. Ich bin Kaffee-Junkie und vernichte ihn lieber, bevor die Bohnen ausrauchen könnten. Aber was sonst noch?

Ich entscheide mich stattdessen für Rahm-Mandel-Schokolade, Salat und vegane Brotaufstriche. Besser hättet ihr aber gefragt, was man NICHT in meinem Kühlschrank findet.

Okay. Kannst du haben! Was findet man nicht in deinem Kühlschrank?

Fleisch oder Fisch aus Massentierhaltung.

Das finden wir, und vor allem der Skoutz-Kauz seeeeeehr sympathisch, vorbildlich, gut und richtig!

Die Welt bräuchte eindeutig mehr Kühlschränke wie den von Mila Olsen!

Und damit wir nicht alleine dankbar sind.


Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?

Für meine Familie, für meinen Beruf und für die Zeit, in der ich aufgewachsen bin.

Das verstehe ich gut. Gerade den letzten Satz. Man hat dieser Tage das hässliche Gefühl, eine Zeitenwende stünde an, die man bestenfalls verzögern, aber keinesfalls aufhalten kann. Da passt die nächste Frage sehr gut. 


Zeitreisen – ein spannendes Mysterium. Bei welchem historischen Ereignis wärst du gern dabei gewesen und warum?

Da gibt es mehrere. Und sie sind alle spannend!

Das erwarte ich von dir auch. Schieß los, damit wir starten können!


Erstes: Die Hochzeit zu Kana.

Öh! Trifft mich unvorbereitet. Warum?

Hat Jesus wirklich Wasser in Wein verwandelt?

Das ist faszinierend, dass das die Menschen so fasziniert. Wie siehst du das als sehr Psychologie-affiner Mensch: Warum rätseln wir darüber jetzt seit knapp 2000 Jahren, statt viel demütiger vor dem Wunder zu sein, wie Mutter Natur das viel beeindruckender mit Sonne, Trauben und etwas Hefe hinbekommt. 

Wohin magst du noch? 

Zweitens: Die Auferstehung. Was ist wirklich passiert?

Das ist eine sehr spannende Frage, da hast du recht. Für die Gläubigen ein spirituelles Mysterium und für die Atheisten zumindest ein Kriminalfall. Die Frage selbst hat schon so Gänsehautpotential.

Aber weil diese beiden Ereignisse so dicht beisammen liegen, gebe ich noch einen Zeitsprung aus.

Wohin zieht es dich noch? 

Drittens: Mit Sicherheitsabstand zum Geschehen wäre sicher auch der Urknall ganz interessant.

Ha! Wenn es dich nicht stört, dass er eher der große Schweiger ist, könnte dich da unser Kollege Axel S. Meyer mitnehmen. 


Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?

  • 10 Steps To Story Structure nach K. M. Weiland
  • Selfpublishing – Risken und Nebenwirkungen
  • Worauf achten gute Lektoren

Okay! Das sind tolle Themen. Da würden wir dich buchen!

Ich würde allerdings nie vor einem großen Publikum sprechen.

Auch nicht, wenn wir Händchen halten? Es würde bestimmt ein großes Publikum interessieren, wenn eine so erfahrene Autorin wie du zu solchen Themen spricht. 


Was würdest du rückwirkend ändern, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?#

Den Klimawandel.

Wow! Tolle Antwort. Aber da würden dir auch viele Kollegen gerne helfen. Nicht nur das Skoutz-Team, auch z.B. Sonja Bethke-Jehle.



Was wünschst du dir für die Zukunft?

Gesundheit für meine Familie.

Dem ist nichts hinzuzufügen. 

Liebe Mila, vielen Dank für dieses wunderschöne und sehr interessante Gespräch. Ich hoffe, du hattest soviel Spaß dabei wie der Skoutz-Kauz und ich. Es wäre schön, wenn wir das gelegentlich fortsetzen könnten, vielleicht sogar anlässlich der Übergabe des Romance-Skoutz. Ich drück dir jedenfalls die Daumen. 

Dankeschön!

Hier könnt ihr Mila Olsen erreichen

 

Skoutz-Lesetipp: 

Entführt: Bis du mich liebst – düsteres Liebesdrama von Mila Olsen

Nichts hasst Louisa mehr, als das Leben in dem winzigen Kaff Ash Springs, mitten in der Wüste Nevadas. Sie sehnt sich nach Spaß und Abenteuer. Als sie in den Ferien mit ihren vier Brüdern zum Campen in den Sequoia Nationalpark muss, trifft sie auf den geheimnisvollen Brendan. Ihr Schicksal nimmt eine dramatische Wende, denn Brendan ist keinesfalls zufällig am selben Ort. Akribisch hat er jeden Schritt von Louisas Entführung geplant. Er verschleppt sie in die Einsamkeit Kanadas, an einen Ort, an dem es nur Fichten, blauen Himmel, Wölfe und Hermeline gibt. Er sagt, sie wäre sein Licht in der Dunkelheit. Für Louisa beginnt eine Zeit voller Angst und Verzweiflung, in der sie immer mehr mit Brendans traumatischer Vergangenheit konfrontiert wird. Schon bald ist er für sie viel mehr als nur ihr Entführer. Mitgefühl, Zuneigung und Abhängigkeit vermischen sich und stürzen Louisa in ein tiefes Gefühlschaos. Vor allem zwei Fragen gewinnen immer mehr an Bedeutung: Darf man seinen Entführer lieben? Und wie gefährlich ist Brendan wirklich?

Skoutz meintEine Geschichte, die polarisiert. Gewaltvoll und dunkel einerseits, aber an dieser Stelle deutlich differenzierter als viele andere Bücher dieses Sub-Genres mit einer glaubwürdigen Behandlung der sich aufdrängenden Fragen in einer extrem schwierigen Konstellation. Handwerklich perfekt umgesetzt in einer zu jeder Zeit angemessenen Sprache, analytisch, poetisch, emotionsgeladen – ganz nach Bedarf. Was zeigt, wie gut Mila Olsen ist. Es gelingt ihr das Kunststück beide Figuren glaubwürdig darzustellen und – mit Höhen und Tiefen – auch beide Seiten sympathisch wirken zu lassen. 

 

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Hinweis: 

Unsere Vorjahres-Siegerin Poppy J. Anderson hat sich erneut der Aufgabe gestellt, aus über 300 Vorschlägen der Longlist Romance die schönsten Geschichten rund um das mächtigste aller Gefühle, die Liebe zu suchen.

Eines davon ist “Whisper, I love you“, ein tiefgründiges Liebesdrama von Mila Olsen, über eine Liebe, die alle Probleme überwinden kann.

Wir haben das Buch bereits gelesen und ausführlich besprochen (weiterlesen).

 







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