Interview Mila Olsen

Zu Besuch bei Mila Olsen

In Hessen, genauer dem Tor zum schönen Odenwald, bin ich heute mit dem Skoutz-Kauz unterwegs, um Autorin Mila Olsen zu besuchen. Ich freue mich schon sehr, denn es ist leider schon einige Jahre her, dass ich Mila persönlich getroffen habe. Wir werden also eine Menge zu erzählen haben, schließlich bin ich neugierig und möchte wissen, was sie seit unserem letzten Plausch alles erlebt hat. Es wird mit Sicherheit sehr interessant, denn immerhin ist sie mit „A Princess stolen“ über der Midlist Romance des Skoutz-Awards bis ins Finale 2ß21 vorgestoßen …

Martina zu Besuch bei Mila Olsen, die nach dem Motto ihres Vaters lebt: Carpe diem

Liebe Mila, schön, dass wir uns endlich wiedersehen und ein wenig plaudern können. Ist ja schon eine Weile her. Umso erfreulicher auch der Anlass, nämlich deine Nominierung zum Skoutz-Award. Hochverdient, wie ich finde.

Um nicht zu viel deiner kostbaren Zeit in Anspruch zu nehmen, würde ich sagen, lass uns anfangen …

 

Welches ist die größte Herausforderung, der man sich als Autor stellen muss?

Ich finde, das kann man gar nicht pauschal beantworten.

Warum?

Jeder Autor hat andere Fähigkeiten und Schwächen.

Ja, da hast du recht.

Was für den einen eine Herausforderung ist, wie eine Lesung, ist dem anderen kein Schulterzucken wert. Der eine Autor empfindet Überarbeiten als größte Herausforderung, der andere das Plotten. Wieder ein anderer hat Angst, sich mit dem, was er der Öffentlichkeit preisgibt, verwundbar zu machen. Ich finde sogar, jedes neue Manuskript birgt eine andere Herausforderung.

 

Hast du Lieblingsworte in deinen Skripten, die vom Lektorat regelmäßig angestrichen werden?

Ich kenne meine Lieblingsworte und suche sie jedes Mal mit der Suche-Taste von Papyrus.

Kannst du mir vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Dass, dann, irgendwann, für einen Moment, in dieser Sekunde. Ich glaube, meine Lektorin hat die Worte sogar auf ihrer Mila-Olsen-Liste notiert und schaut ebenfalls noch mal drauf.

Sehr praktisch und erleichtert die Arbeit sicher sehr 🙂

Was ist deine präferierte Erzählform?

Ich benutze den Ich-Erzähler.

Das hören wir von vielen Autoren, am leidenschaftlichsten von Stefan Krell. Gibt es für dich einen speziellen Grund?

Es passt gut zu meinem Schreibstil und meinen Geschichten.

Bleiben wir mal noch beim Schreiben …

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Bist du im Team Adjektiv oder bevorzugst du eher einen „schnörkellosen“ Stil?

Auch das kann ich nicht mit Ja oder Nein beantworten.

Ich wollte dich jetzt mit meiner Frage auch nicht auf ein Wort festnageln 🙂 Deiner Antwort entnehme ich, dass du nicht festgelegt bist. Wann tendierst du eher zu dem einen, wann zu dem anderen?

Ist meine Protagonistin ein lebenslustiges Mädchen, wird es in dem Buch sicher mehr Adjektive geben, als wenn ein traumatisierter Junge erzählt. Ich versuche, die Sprache meinen Protas anzupassen, aber letztendlich habe ich nichts gegen treffende Adjektive. Wenn eine Story gut ist, achte ich da auch bei anderen Autoren nicht drauf.

Wenn eine Story gut ist, denkt man ohnehin nicht über Technik nach, sondern fiebert mit den Figuren mit. Was zur nächsten Frage führt …

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Hast du einen speziellen Trick, um aus deinen Figuren echte Persönlichkeiten zu machen?

Ich überlege mir viele Details zu meinen Protagonisten: Lieblingsfarbe, Lieblingsessen, Lieblingslieder, -bücher, -schulfach etc. Was sind seine Tagträume heute, was waren sie früher. Nicht alles kommt später mit in die Story, aber es muss alles zusammenpassen.

Verständlich, hast du dafür eine Vorlage oder so etwas?

Ich empfehle jedem Autor den Charakterfragebogen von K. M. Weiland.

Gibt es noch mehr zu beachten?

Ganz wichtig ist auch authentisches Handeln, eine gute Backstory, die sich in allem widerspiegelt, was er oder sie tut oder sagt. Ich hasse es, wenn Protagonisten völlig idiotisch agieren, Dinge tun, die überhaupt nicht zu ihrem Charakter passen. Sie müssen einen überraschen, aber es darf niemals unlogisch oder gänzlich gegen ihre Natur erscheinen.

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Welchen Fehler darf man beim Schreiben keinesfalls machen?

Glauben, dass der erste Entwurf perfekt ist.

Wie? Ist er nicht? 

Nein! Das ist er, bis auf wenige Ausnahmen, die es natürlich gibt, selten.

Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

»Those Girls« von Chevy Stevens

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Welche 3 Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?

Familie, Gesundheit, das Schreiben.

Letzteres wird deine vielen Fans enorm erleichtern.

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Wenn du wählen könntest, wärst du lieber extrem intelligent oder gut im Umgang mit Menschen?

Man sagt mir nach, ich könnte sehr gut mit Menschen umgehen, daher bin ich ja auch Ergotherapeutin geworden 😊. Ich wähle daher extrem intelligent, allerdings weiß ich nicht, ob ich das gerne auf Dauer wäre.

Wieso?

Ich glaube, extreme Intelligenz macht einsam.

Das kann sein, wobei deine naturgegebene Empathie dich davor sicher schützen würde 🙂

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Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Für meine Familie und Freunde; und für Polarlichter.

*seufz* Ja, die Aurora Borealis ist auch ein Traum von mir …

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Was ist deine größte Stärke?

Empathie.

Ja, darüber haben wir schon gesprochen. Das ist irgendwie so dein roter Faden, nicht wahr? 

Aber lass uns mal das Thema wechseln und ein bisschen fantasieren.

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Wenn dein fünf-jähriges Selbst plötzlich deinen jetzigen Körper bewohnen würde, was wäre das Erste, das dein fünf-jähriges Selbst tun würde?

Schaukeln.

*lach* Da wäre ich sofort dabei.

 

Welcher fiktionale Charakter ist in Buch/Serie/Film unglaublich, wäre aber in banalen alltäglichen Situationen unerträglich?

Barney Stinson.

Da hast du sicher recht, wobei er schon auch seine charmanten und netten Seiten hat, zumindest in den späteren Episoden von „How I meet your Mother“ 🙂

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Stell dir vor, du würdest einen Geheimbund gründen, wie würdest du ihn benennen und was wäre eure Mission?

Oh, es gibt so viele Möglichkeiten.

Bitte erzähl mir mehr …

Am liebsten würde ich mit dem Geheimbund alle Notleidenden befreien, sowohl Mensch als auch Tier. Und ich würde die Gelder auf der Welt besser und gerechter verteilen. Es wäre wohl eine Art: Robin-Of-The-World oder Robin-For-All-Souls-Geheimbund.

Das wäre eine tolle Vereinigung und ich würde sofort einen Aufnahmeantrag stellen 🙂

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Gibt es etwas, das du kannst, die meisten anderen Menschen aber nicht?

Nein, ich glaube nicht.

Ach, das glaube ich nicht. Bücher schreiben zum Beispiel … Da bist du schon weit vorn. 

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Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Behandelt jedes Lebewesen mit Respekt. Verurteilt niemanden vorschnell. Hört auf, Tiere aus Massentierhaltung zu essen. Geht mit denen, die ihr liebt, nie im Streit auseinander, ihr wisst nicht, was morgen passiert.

Ein wirklich schönes Schlusswort! Vielen Dank, liebe Mila Olsen, dass du dir die Zeit genommen hast, dich mit uns zu treffen. Es war wieder einmal toll und ich hoffe, dass wir nicht wieder so lange warten müssen, bis wir uns das nächste Mal treffen. Deinem Titel wünschen wir für den weiteren Wettbewerb natürlich viel Erfolg. 

Wenn ihr neugierig geworden seid, schaut doch mal in das Interview, das wir bereits vor einiger Zeit mit Mila Olsen unter anderem über die Geheimnisse ihres Kühlschranks führen durften. (Weiterlesen)

 

Mehr über Mila Olsen und ihre Bücher erfahrt ihr auf:

 

Skoutz-Lesetipp:

Scherbensplitterherz – dramatischer Liebesroman von Mila Olsen

Ein verschlafenes Städtchen, ein mysteriöser Fremder und eine junge Frau auf der Suche nach der Wahrheit …

Fotografieren ist Summers Leidenschaft. Dabei vergisst sie alles: das Verschwinden ihrer Schwester, ihre trauernden Eltern und das Gefühl, zuhause unsichtbar zu sein. Als sie mal wieder mit ihrer Kamera in den Wald flüchtet, fährt der charmante Jack sie buchstäblich über den Haufen – und zieht sie mit seiner geheimnisvollen Aura direkt in seinen Bann.

Doch je näher sie ihm kommt, desto mehr verwirrt sie sein oft widersprüchliches Verhalten. Wieso ist er manchmal so lässig und sexy und dann wieder komplett unnahbar? Und warum nennt seine kleine Schwester ihn manchmal Ezra?

Summer setzt alles daran, mehr über ihn herauszufinden, und ahnt nicht, dass seine Vergangenheit auch sie selbst in Gefahr bringt. Denn Jack ist nicht einfach nur Jack; der junge Mann mit den goldenen Augen und dem unwiderstehlichen Lächeln hat ein düsteres Geheimnis …

Skoutz meint: Eine unmögliche Liebe, alte Wunden und eine Kleinstadt im Wald, eingebettet in die brandrote Kulisse des Indian Summers. Und wieder einmal hat sich die Autorin in unser Herz geschrieben. Mila Olsens Worte rühren an, sind ergreifend und lassen einen nicht mehr los. Ihre Geschichten sind Page-Turner, die man kaum aus der Hand legen kann. Wir wollen mehr, mehr Spannung, mehr Emotionen, mehr Herzklopfen.  

 

Informationen zum Buch inklusive Leseprobe bekommt ihr über unseren Affiliate-Link auf Amazon*.

 

Hinweis:

A Princess Stolen - Romance Shortlist 2021 Skoutz-AwardMit “A Princess, stolen“, ein Roman über Rache, Blut und Liebe, über Familiengeheimnisse und Verrat, ist Autorin Mila Olsen der Sprung auf die Midlist Romance 2021 gelungen und von dort ist sie über die Shortlist 2021 bis ins Finale vorgestoßen.  

Wir haben uns auf die Suche nach der gestohlenen Prinzessin gemacht und sind fündig geworden. Mehr Infos und eine ausführliche Besprechung findet ihr wie immer in der Buchvorstellung des Titels (weiterlesen).

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