Interview Allyson Snow

Zu Besuch bei Allyson Snow

Mit dem Skoutz-Kauz hab ich mich auf den Weg ins schöne Sachsen gemacht, wo ich Fantasy-Autorin Allyson Snow treffen werde. Da ich bisher noch nicht das Vergnügen hatte, sie kennenzulernen, war ich natürlich neugierig und habe ein wenig recherchiert. Viel habe ich dabei allerdings nicht herausfinden können, nur dass wir wohl einen ähnlichen Sinn für Humor teilen. Ich freu mich in jedem Fall schon riesig und bin gespannt, was ich ihr heute so alles entlocken kann …

Martina zu Besuch bei Allyson Snow, deren Geschichten mit Humor und einem gewissen Irrsinn begeistern …

Liebe Allyson, vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, uns zu treffen und unsere Fragen zu beantworten. Wir sind schon ganz gespannt, mehr von dir zu erfahren, weshalb ich auch sagen würde, wir fangen direkt an …

Welches ist die größte Herausforderung, der man sich als Autor stellen muss?

Kein Alkoholiker zu werden.

*lach* Ich merk schon, jetzt kommen die wirklich wichtigen Tipps auf den Tisch.

Na ja, wenn ich mich mühsam durch eine Schreibblockade fluche, lautet der Rat meiner Lieblingsfreundin ‚Trink ein Glas Wein‘ – vorzugsweise mit ihr natürlich 😊

Klar, würde ich natürlich auch so machen 🙂

Da ich nahezu bei jedem Buch mindestens eine Schreibblockade habe, kannst du dir selbst ausrechnen, welchen Konsum ich an den Tag legen würde, würde ich jedes Mal auf sie hören.

 

Hast du Lieblingsworte in deinen Skripten, die vom Lektorat regelmäßig angestrichen werden?

Verflucht, verdammt, elender Mist – wahrscheinlich merkst du es bereits

Was meinst du jetzt genau? *grinst breit und blickt unschuldig drein*

Ich und meine Charaktere meckern, nörgeln und fluchen sehr viel.

Ach so, ich persönlich finde das ziemlich lustig und mag sowas sehr gern. Wie bereits erwähnt, ich glaube, wir haben einen ähnlichen Humor 😉

 

Was ist deine präferierte Erzählform?

Beim Schreiben der personelle Erzähler in der ER/SIE-Form, aber beim Lesen mag ich oft Bücher, die in der ICH-Perspektive geschrieben sind.

Gibt es dafür einen Grund?

Ich habe ehrlich keine Ahnung, warum das so ist.

 

Bist du im Team Adjektiv oder bevorzugst du eher einen „schnörkellosen“ Stil?

Ich glaube, ich beantworte das mit einem Satz aus dem Buch, an dem ich aktuell schreibe.

Okay, du bist also eher der Typ Show-don’t-tell. Dann lass mal hören 🙂

‚Allein Shytans schwarze Haare bildeten einen hübschen Kontrast zu den strahlendweißen Wolken und unter dem strengen Blick schmolz manchen Sünderinnen bestimmt das Höschen weg.‘

Ich seh schon, du magst es also auch detailreich …

Manchmal passen einfach viele Adjektive, zumindest bilde ich mir das ein.

Nein, nein, ich bin da absolut bei dir. 

Bei Dialogen kommt der Sarkasmus allerdings am besten ohne Adjektive zum Tragen. Ich stehe also gern zwischen zwei Stühlen.

 

Hast du einen speziellen Trick, um aus deinen Figuren echte Persönlichkeiten zu machen?

Ich lass sie Alkoholiker werden, dann trinken sie für mich mit *hehe*.

Der rote Faden zieht sich durch *grinst*

Nein, im Ernst … obwohl … manchmal trinken meine Figuren oft und viel *ups*

Ist doch menschlich, oder?

Ich gebe ihnen immer mindestens eine Macke mit, die sich dann durch das ganze Buch zieht.

Hast du ein Beispiel für mich, oder auch mehrere?

Da gibt es den Vampir, der ständig grinst, selbst wenn die Welt gerade untergeht, oder einen Teufel, der alles, was er anpackt, versemmelt und sich bei jedem ‚Herrgott‘ auf den Hosenboden setzt, aber diese Schwächen machen sie liebenswert und echter. Perfekt und fehlerlos ist einfach unrealistisch.

Ja, das wollte ich auch gerade sagen.

 

Welchen Fehler darf man beim Schreiben keinesfalls machen?

Manchmal höre ich, dass Autor:innen eine Idee nicht benutzen bzw. schreiben wollen, weil es das schon mal gab.

Siehst du das anders?

Im Grunde ist doch nahezu alles schon einmal geschrieben worden, aber niemals in deiner Version. Autor:innen haben ihren Stil, ihren Weg und sie können aus einer bekannten Grundidee etwas Neues, Aufregendes kreieren.

 

Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Sing mit uns – die schönsten Lieder, Reime und Geschichten.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mit etwas … ähm … anderem gerechnet.

Daraus lese ich meiner zehn Monate alten Tochter vor.

Ach so 🙂

Wenn sie nicht einschlafen will und durchs Bett tobt, fange ich an zu singen, da stellt sich jede:r tot.

 

Welche 3 Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?

Babylachen, mein Mann und natürlich das Schreiben. Unsere Kleine habe ich bereits erfolgreich zur Bücherliebe bekehrt.

Früh übt sich, was ein Meister werden will … oder wie heißt es?

Sie reißt mir die Bücher beim Vorlesen wahnsinnig gern aus der Hand, um sie anzunuckeln.

*lach* Sie hat die Geschichten wohl zum Fressen gern …

 

Wenn du wählen könntest, wärst du lieber extrem intelligent oder gut im Umgang mit Menschen?

Zum Schreiben brauche ich Menschen, Geschichten und Empathie. Also wäre Zweiteres wohl passender.

Wahrscheinlich …

Obwohl sich so ein Nobelpreis ganz gut in meinem Regal machen würde, andererseits ist es auch nur ein Staubfänger.

 

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Freiwillig???

Ja, ich weiß, eine junge Mutter versteht diese Frage nicht 🙂

Sobald Töchterchen durchschläft, wird mich vorerst nichts mehr des Nachts aus den Federn bringen 😊

Das sei dir von Herzen gegönnt.

 

Was ist deine größte Stärke?

Ich glaube, das ist mein Galgenhumor.

Wie äußert sich der?

Ich kann selbst während der größten Katastrophe noch lachen. Und wenn es sogar mir nicht mehr gelingt, einen blöden Witz zu machen, dann übernimmt das mein Mann. Allein dafür liebe ich ihn.

Ein perfektes Team also 🙂 

 

Wenn dein fünf-jähriges Selbst plötzlich deinen jetzigen Körper bewohnen würde, was wäre das Erste, das dein fünf-jähriges Selbst tun würde?

Ganz klar!

Ja?

Das Schokoladenfach plündern.

 

Welcher fiktionale Charakter ist in Buch/Serie/Film unglaublich, wäre aber in banalen alltäglichen Situationen unerträglich?

Captain Jack Sparrow.

Parlé. Echt jetzt?

Im Film ist er einfach nur wow, aber würde er sich beim Wocheneinkauf die ‚schwarze, heimtückische Seele ausreißen‘ wollen, wäre das arg nervtötend.

Ja, gut, aber ich mein … es ist doch Jack … *seufz*

Es sei denn, er würde damit dafür sorgen, dass eine neue Kasse eröffnet wird und man sich als Erstes anstellen kann. Dann wär’s okay.

🙂

 

Stell dir vor, du würdest einen Geheimbund gründen, wie würdest du ihn benennen und was wäre eure Mission?

Da ich selten den Mund halten kann, wäre dieser Bund nicht sehr lange geheim.

Das trifft ja auf viele Geheimbunde zu 🙂 Welcher großartigen Mission würdet ihr euch widmen?

Unsere Mission wäre natürlich, das heimliche Unterschieben von Allyson-Snow-Büchern in eure Bücherregale. Die Weltherrschaft an sich reißen kann ja jeder.

 

Gibt es etwas, das du kannst, die meisten anderen Menschen aber nicht?

Also wenn es da etwas gibt, dann weiß ich es zumindest nicht. Ich kann weder mit den Ohren wackeln, noch mit der Zunge meine Nasenspitze berühren.

*Überlegt kurz, ob sie die Zunge rausstrecken soll, um zu schauen, ob sie an die Nasenspitze reicht – lässt es aber*

Ich rieche auf drei Meter Entfernung, ob die Babywindel voll ist, aber vermutlich kann das jede Mutter.

Wahrscheinlich *lach*

 

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Eine Leserin schrieb mal in einer Bewertung, dass sie beim Lesen den Eindruck hatte, ‚dass das Leben viel schöner ist, wenn man dazu steht, ein bisschen gaga zu sein‘ – ist es auch! Seid verrückt, seid unangepasst, lasst euch nicht beirren.

Eine schöne Botschaft, die ich mir garantiert zu Herzen nehmen werde. Tausend Dank, liebe Allyson Snow, für dieses überaus witzige Gespräch. Es war wirklich schön, dich kennenzulernen und ich hoffe, wir haben bald wieder das Vergnügen. Deinen Vampiren wünschen wir für den weiteren Wettbewerb viel Erfolg. 

 

Mehr über Allyson Snow und ihre Geschichten erfahrt ihr auf:

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Bookrix*

 

Skoutz-Lesetipp: Teufel gesucht, Katastrophe vorhanden – humorvoller Fantasyroman von Allyson Snow

Die Hölle macht keine halben Sachen. Sie vermasselt es komplett!

Davine hat die Nase voll von ihrem Leben – kein Mann, keine Freunde und viel schlimmer: kein Job! Eingestellt wird nämlich nicht nach Intelligenz, sondern nach Ego-Größe. Das geht ihr gewaltig gegen den Strich. Gebete nützen nichts, das Karma hat auch Besseres zu tun, also kann nur noch die Hölle helfen.

Eine Teufelsanbetung später hat sie mehr Hilfe, als ihr lieb ist. Denn Merdian ist wild entschlossen, einen Pakt mit ihr zu schließen und ihre Seele der Hölle zu verschreiben. Ihre Probleme lösen? Für Merdian ein Kinderspiel. Doch seine unorthodoxen Mittel und Wege stoßen sie von einer Misere in die nächste und Davine muss feststellen: Von hilfreich war eben nie die Rede, aber der Teufel ist schon ganz schön heiß …

Skoutz meint: „Geist – ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken“ war schon grandios und auch der Spin-Off steht dem in nichts nach. Die Story ist spannend, überzeugt durch kantige Figuren und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr los. Bei dieser Story kommt garantiert keine schlechte Laune auf, nur Vorsicht, es könnte ein Lachmuskelkater zur Folge haben. 

Informationen zum Buch inklusive Leseprobe bekommt ihr über unseren Affiliate-Link auf Amazon*.

 

Hinweis:

 

Pfarrer zu sein ist ein Höllenjob, vor allem in einer Gemeinde in der Vampire ihr Unwesen treiben …

Mit “Ist das bissig, oder kann das weg?“, der mittlerweile fünfte Teil der „Verflixt und zugebissen“-Reihe, ist Autorin Allyson Snow der Sprung auf die Midlist Romance 2021 gelungen.  Aus mehr als 300 Titeln der Longlist musste unsere Jurorin Elvira Zeißler ihre Favoriten wählen – darunter auch der 312 Seiten starke Urban Fantasy Roman, der im Oktober 2020 im Selbstverlag erschienen ist.

Natürlich sind wir gespannt, wie sich der Titel im weiteren Wettbewerb schlägt, doch vorher möchten wir euch die ebenso romantische, wie bissige und humorvolle Geschichte, die einen bis zum Schluss fesselt, einmal näher vorstellen.

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Mehr Infos und eine ausführliche Besprechung findet ihr wie immer in der Buchvorstellung des Titels (weiterlesen).

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Wenn ihr die Bücher schon kennt, würdet ihr uns, dem Autor und allen lektüresuchenden Lesern einen großen Gefallen tun, wenn ihr das Buch in der Skoutz-Buchdatenbank mit einer  Skoutz-Buchfieberkurve bewerten würdet. 5 Klicks statt 5 Sterne. Einfacher lässt sich eine Rezension nicht schreiben, bequemer kann man sein nächstes Buch-Date nicht finden. Und so helft ihr, dass unsere Buchfindemaschine weiter wächst.

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