Klassiker von Frauen

Skoutz-Classics am Welttag der Frauen

Heute ist also im Reigen der Tage für alle Anlässe der Weltfrauentag. Ein Tag für die Frauen, ein Tag mit Frauen? Egal, wir sind für einen Tag mit Büchern von Frauen!

Und obwohl historisch bedingt, Männer den Zugang zu schriftstellerischem Ruhm viel leichter fanden, wurde die Literaturgeschichte doch  sehr nachhaltig auch von Frauen geprägt. Erstaunlich nachhaltig eigentlich, wenn man sich die Quantität einerseits und das Kleinreden weiblicher Leistungen andererseits betrachtet …

Unser modernes Literaturverständnis wäre ohne die epochalen und richtungsweisenden Beiträge weiblicher Autoren undenkbar:

Es heißt doch nicht versehentlich DIE Literatur

Damit aber wird eigentlich sehr ermutigend gezeigt, dass die Männerwelt zwar nicht immer bereitwillig Frauen Platz einräumt, dass es aber möglich ist und immer möglich war. Es geht dabei weniger darum, dass es einzelne Frauen irgendwie geschafft haben mögen. Nein, ermutigend ist, dass es ihre Werke sind, die bis heute weiterleben und Maßstäbe setzen, denen sich ganz selbstverständlich und genderneutral auch männliche Autoren beugen.

Folgt uns durch die Zeit auf den Spuren weiblicher Autoren!
Wir stellen all diese Bücher unten vor.

Frauen waren vorne dran!

So ist der erste nach heutigen Literaturbegriffen „richtige“ Roman von Marusuki Shikimo, einer japanischen Hofdame vor über 1000 Jahren erfasst worden – und so zeitlos, dass man ihn immer noch lesen kann.

Der erste Mystery-Thriller im modernen Verständnis ist Udolpho von Anne Radcliffe und immerhin über 230 Jahre alt. Auch der seit Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA begründete und weltweit anhaltende Run auf Kriminalliteratur wurde von einer Frau begründet. 1910 erreichte ihr Buch als erster Krimi die Bestsellerlisten und dank Mary Roberts-Rinheart wissen wir bis heute: Der Butler war’s.

Diese Welle wurde maßgeblich von Agatha Christie angeschoben, die bis heute die Maßstäbe und Leseerwartungen des Publikums prägt.

Sogar die moderne Einstellung zum Thriller prägte eine Frau: Die von Altmeister Hitchcock so verehrte Daphne du Maurier. Nicht anders ist es bei Horror, der gleichfalls von Udolpho im Stile der Gothic Novel geprägt wurde. Mit Mary Shelleys epochalen Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ stieß schließlich das Genre in ganz neue Dimensionen vor.

Frauen sind hemmungslos(er)!

In der modernen Belletristik unterscheidet man heute gerne zwischen Männer- und Frauen-Literatur, weil angeblich die Geschmäcker zu verschieden seien. Das war nicht immer so und fördert Verblüffendes zutage:

Denn auch in der Erotik ist mit 1001 und einer Nacht und Sherezades oft frivolen Märchen der Ursprung fest in Frauenhand. Obwohl der Verfasser dieses Werkes unbekannt ist, handelt es sich dabei jedoch, ähnlich wie bei den Hausmärchen der Grimms um eine Sammlung älterer Geschichten, die tatsächlich in den Harems ersonnen worden sein dürften. Von Frauen.

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Auch die Weiterentwicklung des Genres war keineswegs auf Männerfantasien beschränkt. Sogar Königinnen wie Margarethe von Navarra beteiligten sich mit sinnlichen Geschichten, die aus dem 16. Jhdt. stammend bis heute berühren. In dem Zusammenhang fällt uns Aphra Benn ein, die im sich im 17. Jahrhundert als Berufsschriftstellerin selbständig machte, offen zu ihrer Homosexualität bekannte und ohne Rücksicht auf kulturelle Aneignung über die Liebesnöte eines afrikanischen Fürsten schrieb – und damit gleich in mehrfacher Hinsicht Weichen setzte, die wir uns heute wünschen würden. Oder auch die extrem unbändige George Sand, die sich Mitte des 19. Jhdts. schon keinen Konventionen beugte und ohne Rücksicht auf Gendersterne und Geschlechterschranken, einfach ihr Ding durchzog. Weiblich, maskulin, immer provokativ und dabei zutiefst menschlich.

Die moderne Erotik und die Schilderung expliziter Handlungen wurde hingegen gleichfalls von einer Frau geprägt. Anëis Nin, die im Delta der Venus zeigte, wie man literarisch anspruchsvoll und doch direkt Sex aus jeder Zeile verströmen kann.

Und selbst beim Trash sind die Frauen vorn, sowohl an den Geschmacksgrenzen, wie Charlottte Roche mit ihren hochumstrittenen Feuchtgebieten belegte, als auch E.L. James mit ihren 50 Shades of Grey, die für eine ganze Generation Blümchensex inakzeptabel werden ließ.

Frauen sind erfolgreich(er)!

Der erfolgreichste Autor aller Zeiten ist bis auf weiteres und mit deutlichem Vorsprung gleichfalls eine Frau. J.K.Rowling hat unabhängig von ihrer persönlichen Haltung milliardenfach Menschen zum Lesen gebracht, ihre Kindheit begleitet und sie zum Träumen und Fantasieren verführt.

1868 machten die erotischen Memoiren einer Sängerin Furore, mindestens dem Wirbel um 50 Shades of Grey vergleichbar. Wilhelmine Schroeder-Devrient, der man dieses Werk zuschreibt, war vom Erfolg so überrascht, dass sie sich von ihm distanzierte – weil sie – so wird gemunkelt – als zugleich erfolgreichste Opernsängerin ihrer Zeit, diese Karriere nicht mit der literarischen überlagern wollte.

Doch auch in ihrer Zeit haben Frauen wie Hedwig Courths-Mahler einen Bert Brecht finanziell unterstützt, weil ihre Bücher so viel besser liefen oder Karl May ein Engagement für die vielfach abonnierte „Gartenlaube“ verschafft, damit der sich über Wasser halten konnte.

Und in der Fantastik?

Lediglich in der Science Fiction und der Fantasy dauerte es sehr lange, bis auch Frauen Fuß fassten, wenn man davon absieht, dass zB die von den Grimms gesammelten Hausmärchen in erster Linie von Frauen erzählt worden waren. Da begann es tatsächlich erst im 20. Jhdt mit Selma Lagerlöffs Nils Holgerson. Ein Werk das auch fasziniert, weil die absolut kopfkinotauglichen Landschaftsbeschreibungen aus der Vogelperspektive von einer Frau stammten, die beim Schreiben noch nie geflogen war. Als erste Frau erhält sie 1909 den Literatur-Nobelpreis, machte sich stark für Frauenrechte und den Frieden und reagierte allergisch auf Standesschranken.

Ihr folgten dann mit den bewegten 68ern und der Tolkien-Welle Ursula le Guinn und Anne McCaffrey. Zwei Frauen, die mit Erdsee und Pern das Bild der modernen Fantasy sicherlich ebenso prägten wie Großmeister Tolkien selbst. Und seither waren und sind immer auch Frauennamen in den Phantastiklisten ganz vorne und wegweisend dabei: Marion Zimmer Bradley, Anne Rice, Diana Gabaldon, Lynn Asprin aber auch in Deutschland Kornelia Funke und Heike Hohlbein.

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Es sind also nicht nur Frauen, die lesen. Es sind auch Frauen, die schreiben. Und – das ist wohl am Wichtigsten – gelesen werden

Doch seht selbst:

Klassiker der Weltliteratur aus der Hand von Frauen

 

  1. Die Geschichte vom Prinzen Genji – Marasuki Shikimu
    1001 – 1006; der älteste Roman der Welt stammt von einer japanischen Hofdame. Marasuki Shikimus Geschichte vom schönen aber treulosen Frauenhelden ist auch nach tausend Jahren noch mitreißend, gefühlvoll und spannend.
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  2. 1000 und eine Nacht
    ab 250 n.Chr. Die Geschichten aus 1001 Nacht dürften neben Grimms Märchen wohl die bekannteste Märchen-Anthologie sein. Während die Rahmenhandlung um die kluge Scheherazade und den eifersüchtigen König sich entwickelt, werden einige der berühmtesten Märchen orientalischen/arabischen Ursprungs erzählt – und viele davon sind absolut nicht jugendfrei.
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  3. Die Prinzessin von Clèves – Marie-Madeleine de La Fayette
    1678. Die als Gräfin am königlichen Hof in Adelssachen bestens bewanderte Autorin erzählt eine im Jahre 1560 am Hofe Heinrichs II angesiedelte Geschichte von der Prinzessin, die dem Werben des sie abgöttisch liebenden Prinzen nachgibt, obwohl sie diese Liebe nicht erwidert. Aus Loyalität versagt sie sich, der Liebe zu einem anderen Mann, den sie leidenschaftlich liebt, nachzugeben, gesteht aber dem Prinzen, dass sie ihr Herz an einen anderen verloren hat. Und löst damit eine Katastrophe aus.
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  4. Heptaméron – Margarete von Angoulême
    1558. Die Autorin ist als Königin Magarete von Navarra in die Geschichte eingegangen und übte daher auch einen für eine Erotikautorin eher ungewöhnlichen Hauptberuf aus. Das Buch enthält 72 kurze Erzählungen über erotische und/oder amouröse Beziehungen, die in ihrer Rahmenhandlung ganz offen dem Dekameron nachempfunden sind. Und damit ist dieser Erotik-Klassiker dann zugleich eine frühe Form von Fan-Fiktion.
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  5. Oronooko – Aphra Behn
    1688. Die Geschichte vom afrikanischen Prinzen Oronoooko und seiner Liebe zur schönen Imoinda, die weder Krieg noch Sklaverei zerstören kann, ist so ungewöhnlich wie das Leben der Autorin (Wikipedia zu Aphra Benn*). Sie nämlich macht im 17. Jahrhundert bereits als Berufsschriftstellerin und Feministin von sich reden, bekannte sich zudem offen zur Homosexualität und wäre überhaupt auch noch für heutige Zeiten sehr modern. Oronooko ist ein Werk, das die europäische Ablehnung der Sklaverei maßgeblich beeinflusst hat, und besitzt daher neben einer wunderschönen Liebesgeschichte auch politisches Potential. Doch auch literaturhistorisch ist das Werk bedeutsam, stellt es doch eines der ersten Exemplare eines modernen Romans dar.
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  6. Die Rätsel des Udolpho. – Ann Radcliff
    1794. «Mystery Novels» in schauriger Kulisse und mysteriösen Verbrechen bieten zum Schluss immerhin eine rationale Erklärung für die Ereignisse und bedienen damit sowohl die Rätsellust als auch das Thrillerelement. Damit ist Ann Radcliff ihrer Zeit um mehr als hundert Jahre voraus, prägte damit aber sowohl das Thriller- als auch das Horror-Genre.
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  7. Stolz und Vorurteil – Jane Austen
    1813. Elizabeths Mutter versucht, ihre Töchter gut zu verheiraten, um sie dadurch finanziell abzusichern. Doch Elizabeth ist schwierig. Besonders in Bezug auf Mr. Darcy, der schon gar nicht standesgemäß wäre. Und doch – der Weg der beiden zu ihrem Happy End wurde völlig zu Recht Weltliteratur.
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  8. Indiana – George Sand
    1832. In Indiana erzählt die unter ihrem Pseudonym weltberühmt gewordene Autorin von einer 19jährigen Kreolen, die gegen die deprimierende Pflichtehe mit einem sehr viel älteren Offizier aufbegehrt, als sie sich leidenschaftlich in den Nachbarn verliebt, doch der erweist sich als der Falsche.
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  9. Lélia – George Sand
    1833. Das skandalträchtige Drama Lélia ist ein bedeutendes Werk der Weltliteratur, das vor allem für die Rolle der Frau, das weibliche Empfinden und Streben, von Bedeutung ist. Denn Lelia ist eine Figur, die jeglichen bis dahin geltenden Vorstellungen einer Frau widerspricht.
    Frigide und gefühlstot kann sie die Leidenschaft der Männer, die um ihre Gunst ringen, nicht erwidern und stürzt so alle ins Unglück. Schwerer Stoff, auch und gerade der depremierenden Grundstimmung wegen, die durch die großartige Sprache nur noch greifbarer wird.
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  10. Die Judenbuche – Annette von Droste-Hülshoff
    1842. Die auch in der Schule “gern” gelesene Novelle behandelt einen unaufgeklärten Mord. Die Art, in der dessen Vor- und Nachgeschichte einfühlsam und lebendig aufbereitet wird, macht das Werk nicht nur zu einer frühen Form der Kriminalgeschichte, sondern auch zu einer Milieustudie.
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  11. Jane Eyre – Charlotte Brontë
    1847. Die Geschichte eines ungeliebten Waisenkinds, das sich aus den Zwängen eines dunklen Internats befreit, indem sie eine Stelle als Gouvernante antritt. Dort verliebt sie sich in ihren Arbeitgeber, doch mit wenig Aussicht auf Erlösung. Die weltberühmte Geschichte einer starken Frau und einer großen Liebe.
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  12. Titelbild der britischen Ausgabe von 1926 mit Illustrationen von Percy Tarrant (1881–1930)Sturmhöhe – Emily Brontë
    1847. Wenn Liebe auch krank sein darf, ist diese Geschichte, die der Hass regiert, ein großer Liebesroman. Findelkind Heathcliffe kann seine Liebe zu Cathy nicht bezähmen und so entspinnt sich sodann Schritt für Schritt ein Drama aus Liebe, Eifersucht, Hass und Tod, dem der Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft eine stimmungsvolle Kulisse bietet.
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  13. Aus den Memoiren einer Sängerin – Wilhelmine Schroeder-Devrient (zugeschrieben)
    1868. Zu jener Zeit nicht ungewöhnlich, wurden Pseudonyme bei erotischer Literatur geschlossen gehalten. Hier ist es anders. WSD ist keine Unbekannte, sondern gilt als größte Operndiva ihrer Zeit. Die Wissenschaft sagt, dass sie zumindest den ersten Teil geschrieben haben könnte, doch Beweise gibt es weder für noch gegen ihre Urheberschaft. Das Buch selbst erzählt die sexuelle Entwicklung der Sängerin in Form eines Briefromans und beginnt mit den voyeuristischen Erlebnissen der 14jährigen, die sich von ihrer Neugierde treiben lässt und alsbald mit großem Eifer umfangreiche Feldstudien betreibt. Für die damalige Zeit sehr offenherzig und auch für die heutige sehr charmant geschrieben.
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  14. Am Altar – Elisabeth Bürstenbinder
    1873. Mit diesem Roman über das Schicksal einer stolzen Frau in einer patriarchalisch geprägten Welt begann Elisabeth Bürstenbinders Aufstieg zur Königin der “Frauenliteratur”, der sie weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machte. Wer gefühlvolle, dramatische Liebesromane mit und ohne Happy-End mag, sollte sich ein paar ihrer gut zwanzig Romane zu Gemüte führen. Sie haben in einem Ausmaß das Genre geprägt, dass sie auch heute noch jederzeit als moderner historischer Liebesroman durchgehen könnten.
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  15. Der Fall Leavenworth – Anna Katharine Green.
    1878. Dieser Roman aus dem viktorianisch geprägten Washington D.C. schildert detailliert die Grundlagen polizeilicher Ermittlungsarbeit, weshalb er geraume Zeit Pflichtlektüre für Studenten an der Yale Law Schoolwar. Der ehrwürdige Mr. Leavenworth, ein wohlhabender Kaufmann, sitzt erschossen in einer abgeschlossenen Bibliothek. – Mord im geschlossenen Raum! Doch Selbstmord scheidet aus. Der Coroner ruft sodann die Bewohner des Hauses am Tatort zusammen und befragt sie minutiös. Doch die Antworten machen alles noch verworrener …
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  16. Die wundersame Reise des kleinen Nils Holgerson mit den Wildgänsen – Selma Lagerlöff
    Fantasy1906/07. Die Geschichte von dem pubertierenden Kotzbrocken Nils, der in einen Wicht verwandelt wird und e dann mit Hausgänserich Martin und den Wildgänsen auf Reisen geht, bis er geläutert zurückkehrt, ist ein Klassiker der Jugendliteratur. Die Landschaftsbeschreibungen Schwedens von oben sind aber mindestens genauso schön.
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  17. Der Mann in Nummer 10 – Mary Roberts Rineharts
    1910. Der erste Kriminalroman, der es auf die US-amerikanische Jahres-Bestsellerliste schaffte, und damit einen Boom auslöste, der bis heute anhält. Rinehart war damit nicht nur eine der erfolgreichsten Autorinnen des frühen 20. Jahrhunderts, sondern ihr verdanken wir auch die berühmt gewordene Erkenntnis “Der Butler war’s!”
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  18. Griseldis – Hedwig Courths-Mahler
    1916. Die Geschichte der hübschen Griseldis, die sich in ihren adeligen Dienstherren verliebt, obwohl er im Verdacht steht, seine Frau ermordet zu haben, und ihm so neuen Lebensmut gibt, steht stellvertretend für knapp 200 Liebesromane von HCM. Mit bislang über 80 Millionen verkaufter Exemplare ist sie eine der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. Auch wenn sie häufig belächelt wird. Ihre Werke ähneln einander stark, Standesunterschiede werden durch die Liebe überwunden, die sich gegen Intrigen und Gefahren durchsetzt und zu einem Happy End führen. Aber genau davon wollen wir alle träumen.
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  19. Das fehlende Glied in der Kette (Hercule Poirot) – Agatha Christie
    1920. Der exzentrische belgische Meisterdetektiv ist der Meister des Rätselkrimis und ermittelte nach diesem gelungenen Auftakt dann in 33 weiteren Romanen und zahllosen Kurzgeschichten – bevorzugt in der englischen Oberschicht. Mit Alibi (Roger Ackroyd und sein Mörder) schrieb Christie dann den literaturwissenschaftlich wichtigsten, weil für das Genre wegweisenden Roman um Poirot.
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  20. Erdsee – Ursula Le Guinn
    Fantasy1968, epische Fantasy, die das von Tolkien vorbestimmte mittelalterliche Setting und die Erwartung alter, weiser Männer als Weltenretter aufbricht und einen damals radikalen Gegenentwurf vorstellt. Ursuala K. Le Guin erzählt die dabei Geschichte eines jungen Zauberlehrlings, der das Totenreich bezwingt und dadurch viel größere Gefahren für seine Heimat Erdsee entfesselt.
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  21. Die Drachenreiter von Pern – Anne McCaffrey
    Fantasy1968. Die weltberühmte Reihe um die Kaste der Drachenreiter, die ihre mittelalterlich geprägte Welt vor den gefährlichen, todbringenden “Fäden” (einer Art Sporen) schützen will, ist ein berühmter Beweis dafür, warum SF und Fantasy so eng miteinander verwandt sind. Denn Pern ist eigentlich ein fremder Planet, der von der Erde aus besiedelt wurde.
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  22. Ursula Le Guin – Planet der Habenichtse
    (1972, USA) Auf den Doppelplaneten Urras und Annares entwickelt Le Guin eine der großen Utopien der modernen Literatur, in der verschiedene Weltentwürfe beleuchtet werden. Annares wird von ausgesiedelten Rebellen besiedelt, die sich gegen das System von Urras auflehnten. Seit 200 Jahren lebt man nun getrennt voneinander auf seinem Planeten. Urras wirkt mit seiner hochtechnischen Kultur und rivalisierender Systeme sehr vertraut. Auf dem unwirtlichen Annares hingegen versucht man, seinen Idealen treu zu bleiben.
    Als der Physiker Shevek mit seinen Forschungen auf Anarres nicht weiterkommt, schleicht er sich nach Urras, um dort weiterzuforschen. Doch auch das dortige System ist nicht perfekt.
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  23. Anëis Nin – Im Delta der Venus
    1977. Anëis Nin schrieb das Buch als Auftragsarbeit für einen Sammler.
    Das Buch, dessen Titel eine Anspielung auf die Dreiecksform der weiblichen Scham ist, enthält 15 Kurzgeschichten, in denen es dann – wie bestellt – vor allem um Sex, Lust und Leidenschaft geht. Ihren Widerwillen kanalisierte Aneis Nin, indem sie die Sexszenen ironisch überhöhte.
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  24. Der Liebhaber – Marguerite Duras
    1984. Lolita in Indochina. Die erotische Beziehung eines jungen französischen Mädchen zum chinesischen Angestellten ihres Vaters ist die Klammer dieser in losen Episoden niedergeschriebenen Erinnerungen. Das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet und im Folgenden von Jean-Jacques Annaud verfilmt.
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  25. Audrey Niffenegger – Die Frau des Zeitreisenden
    (2003, USA) Die romantische Geschichte von Kunststudentin Clare und ihrem Zeitreisenden Henry, der sie in aberwitzige Zeitschleifen zwingt. Die ewige erste Liebe und eine ungemein originelle Variante des genretypischen Zeitreise-Themas. Genial inszeniert und absurd liebenswert.
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Selbstverständlich ist diese Liste nicht vollständig und auch subjektiv. Aber lasst uns gemeinsam daran arbeiten. Welche Klassiker als Frauenhand müssen aufgenommen werden? Verratet uns eure Favoriten! Zeigt uns Frauen (in der) Literatur!

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