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Skoutz-Classics: Der kleine Prinz – Märchen von Antoine de Saint-Exupéry

In diesen Tagen feiert eines der anrührendsten Bücher aller Zeiten sein 70-jähriges Jubiläum in deutscher Ausgabe. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupérys leidenschaftliches Plädoyer für Herzenswärme und Freundschaft, hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil, obwohl der kleine Prinz zu den 20 meistgelesensten Büchern der Moderne zählt, scheinen wir ihn heute dringender den je zu brauchen.

Höchste Zeit, diesem wundervollen Buch seinen Platz im Skoutz-Classics-Regal zu geben.

Der kleine Prinz – philosophisches Märchen von Antoine de Saint-Exupéry

Das 1943 in New York unter dem Titel „Le Petit Prince“ erstveröffentliche Buch erzählt von der Reise des kleinen Prinzen über mehrere Planeten, bei der er schließlich auch auf der Erde Station macht und dem in der Wüste notgelandeten Ich-Erzähler seine Erlebnisse berichtet.
Weil der Autor, der seine Begegnung mit dem kleinen Prinzen sechs Jahre später aufzeichnet, um ihn in Erinnerung zu behalten, keine Zeitangaben macht, ist die Geschichte nicht nur im übertragenen Sinne zeitlos – etwas, das sicherlich zu ihrem besonderen Charme beiträgt.

Um was geht es in der kleine Prinz?

der kleine PrinzDer kleine Prinz selbst stammt von einem winzigen Planeten. Den teilt er sichmit ein paar übergriffigen Affenbrotbäumen und einer Rose, die er sehr liebt. Auf dem Weg zur Erde macht der Prinz auf einer Reihe anderer Planeten Station, wo er jeweils Menschen begegnet. Er befragt sie zu dem, was sie tun, und findet die Antworten alle irgendwie seltsam findet.

Als er auf der Erde ankommt, scheint ihm sein eigener Planet so unbedeutend und klein, dass er davon schwermütig wird. Bis er einem Fuchs begegnet, der ihn bittet, ihn zu zähmen, damit sie Freunde werden können. Der Prinz erkennt, dass dieses „Zähmen“ kein Besitzen ist, sondern ein Vertraut werden. Zum Abschied vertraut der Fuchs dem kleinen Prinzen ein Geheimnis an.

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

Die berühmten Zeichnungen der Originalausgabe sind von de Saint-Exupéry selbst.

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Wie hat uns der kleine Prinz gefallen?

Es gibt sie, diese Bücher, die man immer wieder zu Hand nehmen und neu entdecken kann. Die einem immer etwas neues zeigen, wie oft man den Text auch liest. Weil die Worte in uns immer andere Seiten berühren. Der kleine Prinz ist so ein Buch. Es ist das Buch eines leidenschaftlich an eine gute Welt glaubenden Menschen, der doch letztlich an diesem Wunsch zerbrochen ist. Genauso, wie sein Protagonist zerbrechen musste. Aber er hat mit diesem wunderbar anrührenden, berührenden, verführenden Märchen einen Sehnsuchtsort für all jene geschaffen, deren Herzen in unserer Welt frieren und deren Augen zu den Sternen wandern, wo sie sich Trost, Hoffnung und Zuspruch erhoffen. Weil sie wie der Erzähler und der kleine Prinz, Menschen sind, die spüren, dass wir alle viel zu wenig von dem verstehen, was wichtig ist.

Lasst uns Rosen pflanzen. Für den kleinen Prinzen und für uns.

Über den Autor

Antoine de Saint-Exupéry wurde 1900 in Lyon geboren und betrachtete sich ungeachtet seines enormen Erfolgs als Schriftsteller auch schon zu Lebzeiten, stets als (nebenbei) schreibender Pilot.

Die Fliegerei war daher auch Zeit seines Lebens sein zentraler Lebensinhalt, die auch sein literarisches Werk beeinflusste. So verarbeitete er mit seinem Roman „Vol de nuit“ (Nachtflug, 1930), das den Todesflug eines Piloten beschreibt, anschaulich die Gefahren der Nachflüge, die damals zur Erschließung Südamerikas für Flugpost und Luftfracht zwingend erforderlich waren.

Sein von den Kriegsjahren gezeichnetes Leben endete im Juli 1944 mit einem Aufklärungsflug von Bastia nach Grenoble, wo er nie ankam. Erst im Jahr 2000 wurde von einem Marseiller Team Teile des Flugzeugs im Mittelmeer, fernab seiner geplanten Route, geortet und geborgen. Bis heute spekuliert man, ob er bei einem eigenmächtigen Aufklärungsflug abgeschossen worden war, einen technischen Defekt hatte oder sich das Leben nehmen wollte. Denn Saint-Exupéry war, Briefen aus seinem Nachlass zufolge, stark depressiv.

Mehr zum Werk

Hier könnt ihr mehr über den kleinen Prinzen erfahren:

  • Zitate aus dem kleinen Prinzen, der noch viel mehr zu sagen hat, als das mit dem Herzen sehen, bei Geolino*
  • Den Text des Märchens zum Online-Lesen mit den Illustrationen und weiterführenden Links zu Erläuterungen unter exuperysprinz.de*
  • Als Hörbuch gelesen von Christoph Maria Herbst bei Youtube*.
  • Zum Lesen als pdf bei Reclam*

 

Wer das Buch schon kennt, kann (und soll!) es auf Skoutz.net bewerten, damit unsere Buchsuche besser werden kann (weiter).

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