Das wilde Herz des Westens – Wildwest-Abenteuer von Alexandra Fischer

Als Kinder haben wir Indianer und Cowboy gespielt, vor den Fernsehern mit Winnetou und Old  Shatterhand mitgefiebert. Die Abenteuer, die die Menschen bei der Besiedlung Amerikas erlebt haben, zogen Genrationen in ihren Bann. Das wilde Herz des Westens von Alexandra Fischers, das im Januar 2019 von ihr selbst veröffentlicht wurde, bedient sich dieses spannenden Themas. Sie zeigt uns Aspekte, die so fern jeglicher Romantik liegen, die wir zu glauben meinen. Auf 502 Seiten erleben wir zwei durch das Schicksal vereinte Frauen, die sich gemeinsam aufmachen, um ein neues Leben zu beginnen. Während die eine recht schnell die rosarote Brille verliert und an der Realität mühsam wachsen muss, fühlt sich die andere endlich frei …

 

Aber lest selbst:

 

Das wilde Herz des Westens – spannungsgeladen, dramatisch und voller Gefühl

 

Um was geht’s in Das wilde Herz des Westens?

Baltimore, 1865: Die junge Phoebe Ann Harrington träumt seit ihrer Kindheit davon, einen Cowboy zu heiraten. Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs sieht sie endlich ihre Chance gekommen und antwortet auf eine Heiratsannonce. Gemeinsam mit ihrer Freundin Briana Magee reist sie nach Missouri, um einen Fremden zu ehelichen. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bräutigam Silas Kennedy und sein Bruder Jesse gesuchte Banditen sind. Und so beginnt ein langer Weg quer durch die Prärie, auf dem alle Beteiligten nicht nur an ihre körperlichen Grenzen geraten, sondern auch ihren Geheimnissen auf die Spur kommen. Denn nicht nur die Kennedy Brüder haben etwas zu verbergen, sondern auch Phoebes Freundin Briana, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird und damit alle in Gefahr bringt.

 

Wie fanden wir Das wilde Herz des Westens?

Unsere Redakteurin Martina war neugierig und hat sich mit Briana und Phoebe auf die spannende Reise gemacht. Wie ihr das Mail Order Brides-Abenteuer gefallen hat, soll sie euch selbst erzählen …

Martinas Bücherkessel SkoutzMartinas Bücherkessel meint: Eigentlich gehören Wildwest-Abenteuer nicht zu meinen Favoriten, aber dieses Buch hat mich extrem neugierig gemacht – und nicht enttäuscht.

Alexandra Fischer überzeugt durch ihren tollen Schreibstil. Extrem bildreich und stimmungsvoll entführt sie uns in den wilden Westen Amerikas und erzählt uns die Geschichte zweier junger Frauen, die das Schicksal bereits in der Kindheit zusammengeführt hat.

Beide Frauen begeben sich gemeinsam auf ein Abenteuer, das viel Action, Spannung, Dramatik, aber auch Gefühl verspricht.

Und genau diese Mischung macht das Buch so lebendig. Wir erleben Menschen in all ihren Facetten, die guten Seiten ebenso wie die dunklen, lernen sie besser kennen und können dadurch nachvollziehen, warum sie zu der Person geworden sind. Alexandra Fischer zeigt keine weichgezeichnete Cowboy-Romantik, auch wenn das Phoebe sicher besser gefallen hätte … Wir bekommen einen Einblick in das echte Leben der Leute damals – Träume, Hoffnung, aber auch die schonungslose Realität, die Krieg und Armut mit sich brachten.

Seite um Seite tauchen wir tiefer ein in eine Zeit, die wir durch Karl Mays Winnetou zu kennen glauben, und bekommen aufgezeigt, wie wenig wir doch wissen.

Mir hat die Geschichtsstunde unglaublich viel Freude bereitet, auch wenn ich die verwöhnte und teilweise naive Phoebe oft gerne geschüttelt hätte. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, auch wenn manche Beschreibung zartbesaitete Leser eventuell schockieren.

 

 

Wem verdanken wir Daas wilde Herz des Westens?

Alexandra Fischer wurde in den wilden Siebzigern im schönen München geboren. Während ihre Freundinnen mit Puppen spielten, schrieb sie Geschichten, und das auch gerne mal mit Filzstift auf eines ihrer Kleidungsstücke. Nach ihrem Jurastudium ging sie in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein deutsches IT-Unternehmen. Leider ließ ihr der Job kaum Zeit zum Schreiben. Aus dem Grund fasste sie eines Tages den Entschluss, sich selbstständig zu machen und ihr Leben wieder den Buchstaben zu widmen. Seitdem arbeitet sie als Texterin und schreibt in ihrer Freizeit zwischen all ihren Tieren historische Romane und Jugendbücher.

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