Zu Besuch bei: J.K. Bloom (Juror „Fantasy“ beim Skoutz-Award 2021)

Skoutzi und ich besuchen heute J.K. Bloom, die nicht nur erfolgreich schreibt, sondern ebenfalls eine kreative Coverdesignerin in sich beherbergt. Beim Skoutz-Award 2021 hat sie netterweise die Aufgabe des Jurors im Genre Fantasy übernommen. Heute empfängt sie uns nicht mit Kuchen, aber mit viel guter Laune und ich freue mich sehr, dieses Interview mit ihr führen zu dürfen.

Fantasy

zu Besuch bei J.K. Bloom, die gerne Reisen an unbekannte Orte plant

Hallo, liebe J.K., vielen Dank dass wir dich besuchen dürfen. Der hibbelige Skoutz hier neben mir und ich sind ziemlich aufgeregt, denn wir haben ein paar Fragen mitgebracht, auf deren Antworten wir sehr gespannt sind. Bereit? Dann los.

Wie oft hast du es schon bereut, dass du in der Jury für den Skoutz-Award mitmachst?

*Sarkasmus an* Ich verstehe die Frage nicht 😀 😛 *Sarkasmus aus*

*Lach* Na ich hoffe, so schlimm ist es dann doch nicht.

Welches ist die größte Herausforderung, der man sich als Autor stellen muss?

Durchzuhalten. Vielen ergeht es oft so, dass man für das Projekt kämpfen muss, um es an die Leser zu bringen oder es zu einem Vertrag mit einem Verlag/einer Agentur kommt. Einige sind schon seit etlichen Jahren dabei, andere bewerben sich einmal und angeln dann den ganz großen Fisch, ohne viel dafür getan zu haben.

Jeder Weg muss gegangen werden und am Ende ist es doch eine schöne Belohnung, wenn die Leser die Bücher lieben. Welches Fazit ziehst du daraus?

Aber so ist das leider im Leben und auch wenn es hart ist, muss man weiter die Zähne zusammenbeißen und darf niemals aufgeben.

Was ist deine präferierte Erzählform?

Die Ich-Perspektive. Aus dieser Sicht kann man einfach viel besser Gedanken und Gefühle beschreiben, was die Geschichte umso lebendiger macht.
Aber ich habe auch schon beide Varianten geschrieben.

Doch keine so leichte Entscheidung, hm?

Manchmal kommt es bei mir auch auf das Thema an, über das ich schreibe. Die Erzähl-Perspektive finde ich persönlich zB. sehr schön bei einer komplett frei erfundenen Welt, in der man alle Orte und Sehenswürdigkeiten beschreibt.

Welchen Fehler darf man beim Schreiben keinesfalls machen?

Gegenfrage: Was sollte man auf jeden Fall beim Schreiben beachten?

Touché. Beantwortest du mir dann diese?

Für mich zwei Fragen, die ich nicht beantworten kann. Für mich kann man keine Fehler beim Schreiben machen (außer Grammatik- und Rechtschreibefehler). Geschichten, Schreibstil, Ideen, Umsetzung, etc. sind alles Geschmackssache. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Viel falsch machen kann man daher nicht. Letztendlich müsst ihr den Leser von eurer Geschichte überzeugen.

*schmunzel* Na das klingt nach keiner großen Herausforderung und gleichzeitig nach der Größten.

Das lernt man aber mit der Zeit. Irgendwann kriegt man ein eigenes Gefühl fürs Schreiben. Daher mein Rat: schreiben, schreiben, schreiben.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Spannung, interessante Charaktere, außergewöhnliche Ideen

*zustimmendes Nicken an dieser Stelle*

Lass uns nach vorne schauen … 😊 Was macht für dich eine gute Laudatio aus?

Stärken erkennen und würdigen, Schwächen einsehen und akzeptieren 😊

Das wäre ein wundervolles Mantra, finde ich.

Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Tatsächlich lese ich aktuell „Her wish so dark“ von Jennifer Benkau. Es ist wirklich toll!

*macht sich Notizen* Das sollte ich mir also unbedingt mal näher ansehen.

Nach welchem System hast du die Vorauswahl für deine Midlist getroffen?

Ich bin immer besonders auf Neuartiges aus, gerne auch Dinge, die schon einmal da waren, aber mit anderen Sachen kombiniert wurden und somit etwas Neues ergaben. Außerdem liebe ich es in verschiedene Welten einzutauchen und andersartige Magie kennenzulernen. Ich denke bei all den Bücher, auf die ich mich fokussiert habe, war definitiv Magie im Spiel, ohne die für mich Fantasy fast unmöglich erscheint.

Aber auch nur fast 😉

Ich merke schon, in deinem Inneren steckt eine kleine Magierin.

Welche 3 Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?

Gesundheit, Familie und das Schreiben

Eine häufige Antwort, und doch was ganz besonderes. Apropos häufig…

Worüber wunderst du dich am häufigsten?

Dass ich atme und normal denken kann XD Bei dem Arbeitsstress zurzeit bin ich wirklich stolz, meine sieben Sachen zusammenzuhalten, auch wenn es schwer ist haha 😀

*lacht* Man munkelt, da helfe eine enorme Menge Koffein. Ich hoffe, dass es bald ruhiger bei dir zugeht.

Wenn du wählen könntest, wärst du lieber extrem intelligent oder gut im Umgang mit Menschen?

Gute Frage, daher eine kurze Gegenfrage: wäre ich den Menschen eine Hilfe, wenn ich mit ihnen zwar gut umgehen könnte, dafür aber strohdumm wäre?

Nett ist manchmal die kleine Schwester von „echt nervig“ 😀 Gepaart mit der Aussicht, dass ich letzten Endes eher ein Ballast – im ziemlich üblen Fall – sogar für die Klapse geeignet wäre, … hmmm …obwohl da auch Menschen sind, die mich vielleicht sogar verstehen könnten … hmm und Essen und ein warmes Bett gibt es theoretisch dort auch. Also sollte ich bei meiner Nettigkeit und der mangelnden Intelligenz eigentlich recht glücklich werden, wenn man es grob betrachtet …

Den Wäscheservice sollte man auch nicht verachten!

Haha, Spaß beiseite. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Für Pizzabrötchen. Jede Menge Pizzabrötchen. Mit ganz viel Käse … und Schinken … Salami geht auch …

Ich habe da mal eine Frage: Magst du Pizzabrötchen? *schmunzel*

Welcher fiktionale Charakter ist in Buch/Serie/Film unglaublich, wäre aber in banalen alltäglichen Situationen unerträglich?

Das sind tatsächlich meistens Antagonisten 😀

Sollte mich das beunruhigen?

In der „unwirklichen“ Welt denke ich mir: hach, so schön böse … Dann denke ich mir aber: Komm aber bloß nicht in mein Leben!
Das würde nur zu Chaos führen und wäre wohl ziemlich hässlich letzten Endes, zumal viele Buchcharaktere magische Kräfte besitzen und dann eine üble Verwüstung hinterließen 😀

Ich könnte sehr viele Charaktere nennen, daher nenne ich den Antagonisten aus meiner letzten, aktuellen Serie, die ich geschaut habe: General Kirigan.

Oh ich kann das nachvollziehen. Sehr gut sogar.

Stell dir vor, du würdest einen Geheimbund gründen, wie würdest du ihn benennen und was wäre eure Mission?

Tatsächlich habe ich mir über so etwas nie Gedanken gemacht 😀 Aber ich würde wohl irgendetwas mit Katzen in Verbindung bringen. Micky und Luna wären wohl meine Stellvertreter und wir würden uns „der geheime Bund der Katzenknäul-Würger“ nennen. Wir entwickeln dann Produkte, um es den Herrchen im Haushalt leichter zu machen. Mit ziemlich coolen Super-Robotern und Waffen ;D

Waffen gegen Katzenknäul? Ich nehme zwei, Danke!

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Auch wenn es gerade aussieht, als würde dein Leben einfach nur den Bach runtergehen, glaube immer daran, nach jedem Tief, muss irgendwann ein Bergauf folgen.

Jedenfalls hoffe ich das 😛

Das hoffe ich mit dir. Aber ich bin ziemlich zuversichtlich. *seufzend* Leider muss ich diesen poetischen Satz zum Anlass nehmen das Interview zu beenden.

Liebe J.K., es war mir eine riesen Freude und ich hoffe, wir können die Plauderei bald mal auf einer Messe fortsetzen. Ich wünsche dir und deinen Liebsten alles Gute und freue mich auf viele weitere Werke von dir, schriftlich wie grafisch.

Dankeschön!

Hier könnt ihr J.K. Bloom stalken, ähm folgen

Skoutz-Lesetipp

Die Drachenhexe - J.K. BloomDie Drachenhexe (Band 1): Licht und Schatten – Dämonische Dark Fantasy von J.K. Bloom

FantasyEinst belegte eine mächtige Hexe Prinzessin Freyja mit einem Fluch. Dieser war so abscheulich, dass sie zu einem wahren Monster ohne Gewissen heranwuchs, während dämonische Kräfte in ihr erwachten. Sie stürzte ihre Eltern vom Thron und ummantelte ihr Königreich mit ewiger Dunkelheit, in die kein Außenstehender mehr einen Fuß zu setzen wagte.
Erst als mit Lucien ein Engel geboren wird, schöpfen die fünf Lande wieder Hoffnung. Denn seine Aufgabe soll es sein, die dunkle Königin nach einem Jahrhundert ihrer Herrschaft zu vernichten und dem Verderben ein Ende zu setzen.
Doch als Licht und Schatten aufeinandertreffen, merkt Lucien, dass da noch ein Funken der guten Prinzessin in Freyja verborgen zu sein scheint – und begeht einen verhängnisvollen Fehler: Er zögert.

Skoutz meintEin Buch aus der Sicht des Antagonisten ist nicht so häufig zu finden. Es ist sehr spannend die Grausamkeiten direkt aus den Augen von Prinzessin Freyja zu erleben. Was der Klappentext verrät lässt aber nicht annähernd erahnen in welche Tiefen man sich hinab begibt, welche Hoffnungen man miterlebt und wieder verliert. Spannend und mitreißend bis zur letzten Seite. Und bis zu der war auch nicht wirklich klar, wie es ausgeht. Fasziniert vom Antagonisten, das ist wohl das schönste Kompliment.

Kay meint: Ein Plädoyer für starke Frauenfiguren in der Fantasy. Eine spannende Geschichte, deren Ende man nicht nur nicht vorhersehen kann, sondern bei dem man selbst gar nicht weiß, was man haben will. So gefallen Antagonisten-Storys. (weiterlesen)

Unser Skoutz Martina hat J.K. Bloom bereits letztes Jahr im Sommer besucht und bei ihrem Interview auch ein paar interessante Antworten aus ihr herausgekitzelt.

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Natürlich gibt es dort auch noch andere Bücher, Rezensionen und vieles mehr.

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