Writing Prompts – Sinn oder Unsinn dieser Fingerübungen

Autoren fürchten Schreibblockaden. Wir haben uns bei Skoutz daher auch schon intensiv über Ursachen und Heilbehandlung unterhalten. Aber heute zeigen wir euch, wie man das ganz einfach und mit viel Spaß verhindern kann …

Mit sogenannten Writing Prompts. Fingerübungen für Autoren sozusagen.

Klingt skoutzig, findet ihr? Das dachten wir uns auch und haben uns das daher einmal genau angesehen.

Writing Prompts – Die Fingerübung des Autors

Was ist ein Writing Prompt?

Grundsätzlich kann ein Writing Prompt alles mögliche sein, was das Autorenhirn stimuliert, die Kreativtruhe zu öffnen und darin herumzukramen, auf dass man etwas zu Papier bringen möge. Das kann ein einzelnes Wort sein, eine Zeile aus einem Lied, eine spannende Frage, ein Bild? Alles, was spannend und inspirierend ist.

Was soll das Ganze?

Sinn und Zweck der Übung ist, dass mit Hilfe eines Writing Prompts eine Schreibroutine auch dann eingehalten werden kann, wenn die Inspiration für das Buch ausbleibt. Dabei ist so ein Writing Prompt wie eine Fitnessübung für einen Sportler. Ein gutes Mittel, um in Form zu bleiben.

Wie geht man mit Writing Prompts um?

Suchen

Als Erstes muss man sich einen geeigneten Prompt suchen. Im Internet gibt es Unmengen, aber wie so oft, führt das meistens eher zu Stunden sinnlosen Herumsurfens. Die Skoutzredaktion hat sich in einem nicht repräsentativen Feldversuch auf eine durchschnittliche Suchzeit von 56 Minuten eingependelt, was erstaunlich ist. Google braucht mit dem richtigen Stichwort deutlich unter einer Sekunde.

Sinnvoller ist also, sich einen eigenen Vorrat zuzulegen oder auf die Skoutz-Galerie unten im Text zurückzugreifen. Auf jeden Fall sollte man nicht anfangen zu suchen, wenn man schon schreiben will.

Schreiben

Hirnforscher sagen, dass das Schreiben mit der Hand gut für die Kreativität ist. Der Mensch ist so gepolt, dass er etwas tun muss, um zur Höchstform aufzulaufen. Probiert es aus. Das ist jedenfalls eine gute Übung, um auch wieder mal etwas für die eigene Handschrift zu tun. Aber selbstverständlich könnt ihr auch auf dem Laptop oder auch Smartphone schreiben. Es gilt wie immer. Hauptsache ihr schreibt.

Dranbleiben

Das geht am Besten, wenn man sich ein Zeitlimit setzt. Nicht zu lang. Zehn Minuten sind eine gute Zeit und eine Einheit, die man jederzeit mal irgendwo zwischenschieben kann. Mit dem sicheren Bewusstsein, dass es nur 10 Minuten sind, ist es erstaunlich, wieviel man dann schaffen kann. Oder auch nicht. Wir alle kennen das von Klausuren, wo unter extremen Zeitdruck im Schluss-Spurt plötzlich die Ideen sprudeln, die vorher so überhaupt nicht kommen wollten.

Durchhalten

Es gibt nur eine Regel: Täglich 10 Minuten. Es gibt keine Entschuldigung außer einem Erdbeben der Stärke 9 und höher oder ein Sondereinsatzkommando, dass eure Schreibstube stürmt, um vor Ablauf dieser 10 Minuten mit dem Schreiben aufzuhören. Schreibt. Schreibt, zur Not, dass ihr einen Countdown abwartet, dass es noch neun, noch acht, noch sieben Minuten sind, aber verdammt … SCHREIBT.

Vorwärts

Writing Prompts sind Übungen. Sie sind dazu da, im Schreibfluss zu bleiben. Es sind keine Wettkampfbedingungen, keine Texte, die zur Veröffentlichung vorgesehen sind. Deshalb ist es nicht erforderlich zu korrigieren, nachzubessern, umzuformulieren … das sind alles Ausflüchte. Es geht darum, dass ihr schreiben sollt, bis der Wecker klingelt. Danach könnt ihr zum Rotstift greifen, wenn ihr wollt, aber diese 10 Minuten gehören nur eurer Fantasie.

A Prompt A Day Keeps Writer’s Block away

 

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