Blog den Blog: Arya Green Vermont

 

Für Blog den Blog habe ich heute die Ehre, Arya Green Vermont zu treffen. Sie betreibt ihren Blog seit 2016 und ist  eine der drei Kandidaten, die es auf die Shortlist des Skoutz Awards 2018 geschafft haben. Auf ihrem Blog geht es selbstverständlich um Bücher, aber auch um Menschen und Mut …

 

Was gibt es auf Arya Green Vermonts Blog?

 

  • Rezensionen
  • Interviews
  • Gewinnspiele
  • Buchvorstellungen
  • Stamm Follower Post
  • Wohltätige Zwecke
  • Backrezepte
  • Eigene Texte
  • Gedanken aus dem Leben
  • Aufklärung zum Leben mit einer Krankheit

 

 

Arya Green Vermont bloggt über alles, was das Leben bietet. Auf Ihrer Facebookseite gibt es ab und an auch Backrezepte. Ganz wichtig ist ihr die gemeinnützige Arbeit, die sie mit ihrem Blog leistet. Da sie selbst unheilbar krank ist, wollte sie einen Blog erschaffen, um eine Gemeinschaft zu gründen, die sich gegenseitig Halt und Hoffnung schenkt. Durch Ihre Sponsoren ist es ihr möglich, kranken und generell benachteiligen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Genau das ist es, was einem bei einer schweren Krankheit den Tag etwas verschönern kann, auch wenn er von Schmerz und Leid geprägt ist. Im Jahr 2016 begann sie mit dem Bloggen und hat seitdem leider 8 Follower verloren, die ihrer Krankheit erlegen sind. Es sich eine unglaublich große Gemeinschaft gebildet, die sich gegenseitig Kraft schenkt und wahnsinnig liebenswürdig miteinander umgeht.

Arya versucht, je nachdem wie es ihr gesundheitlich geht, jeden Monat 30 Päckchen zu packen, die sie dann ihren Followern zuschickt.  Mit Autoren, Verlagen und allen möglichen Sponsoren wurde ihr das ermöglicht. Die Liebe und Dankbarkeit jedes Einzelnen sind es ihr wert! Dies hat sie sich zur Hauptaufgabe gemacht, da sie selbst weiß, wie schwer es ist, wie oft man leidet. So kann sie wenigstens noch ein wenig Freude und schöne Momente schenken.

Einige ihrer Sponsoren versorgen sie dazu noch mit Spenden, die sie an Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Stiftungen für benachteiligte Kinder und Palliativ-Einrichtungen weitergibt.

 

Jetzt geht das Wort an Arya Green Vermont:

 

Was ist das Besondere an Deinem Blog?

 

Ich würde sagen, dass genau das oben genannte, das besondere an meinem Blog ist.

Dadurch, dass über 60% meiner Follower an schweren Gebrechen leiden, hat sich eine feste Einheit gebildet. Wir sind nicht nur Bloggerin und Follower, wir sind eine Familie. Die Arya Green Familie. Wir sorgen uns umeinander, helfen uns, sind füreinander da und genau das macht meinen Blog zu etwas Unverzichtbarem.

Ich blogge nicht nur über Bücher, sondern auch aus meinem Leben. Wie eine schwerwiegende Krankheit Dich aus dem Leben reißen und wie sehr sie dich von Grund auf verändern kann. All das erlebe ja nicht nur ich, sondern viele andere auch. Das macht uns zur Gemeinschaft, in der jeder mit Respekt, Toleranz und Liebe behandelt wird.

Die Liebe zu Büchern vereint uns alle.

 

Liebe Arya Green, Hut ab vor so viel Engagement!

 

 

Welche Vorlieben hast Du beim Lesen, gibt es ein Lieblingsgenre?

 

Ich las sehr lange nur Fantasy-Jugendbücher. Selten habe ich etwas anderes gelesen. Als ich dann mit dem Bloggen anfing, lernte ich die verschiedensten Verlage und Genres kennen, einige davon haben mich begeistert. Als ich den Festa Verlag und seine Inhaber kennenlernte, fing ich an, Thriller zu lesen. Dann nahm ich meinen Mut zusammen und las mein erstes „Festa Extrem“. Splatter, Horror und auch Dramen sind mittlerweile an der Tagesordnung und haben mich ganz neue Welten entdecken lassen.

Jetzt lese ich fast alles, außer Krimis. Für mich kann es gar nicht blutig oder hart genug sein, denn meine Grenzen habe ich da noch nicht entdeckt. Der Festa Verlag mit seiner Kategorie „Festa Extrem“ ist mein Favorit. Aber auch Lovestorys stehen ab und an auf meiner Leseliste. Meine Fantasy-Vorlieben kann ich ganz klar benennen, denn diese liegen bei der Griechischen Mythologie. Aber auch Geschichten über Engel und Dämonen stehen ziemlich weit oben auf meiner Favoritenliste.

 

So leicht erschreckt Dich also keiner…

 

 

Was macht für Dich ein gutes Buch aus?

 

Ein Buch muss mich schon vom Klappentext her sofort ansprechen und neugierig machen. Wenn das gegeben ist, hat es schon mal meine Aufmerksamkeit geweckt.

Wenn schon am Anfang der Geschichte eine handfeste Spannung zu spüren und die Storyline nicht gleich vorhersehbar ist, macht das wieder einen Pluspunkt.

Und wenn mich das Buch bis zum Ende in Atem halten kann, mich vor allem miträtseln lässt, dann ist dies ein gutes Buch. Überzeugende und detailgetreue Charaktere, die einen immer wieder überraschen, sind mir genauso wichtig.

 

 

Nach welchen Kriterien bewertest Du Bücher?

 

Nach dem Schreibstil der Autoren, nach der Spannung, die für mich immer und jederzeit gegeben sein muss, sowie die Ausarbeitung der Charaktere.

Wichtig ist mir auch, dass die Schauplätze der Geschichten bildlich gut dargestellt sind. Als Leser will ich jederzeit ein Bild vor Augen haben.

 

Genau so, darauf legt der Leser Wert, so sollte ein Buch sein.

 

 

Was war Dein emotionalstes Blog-Erlebnis?

 

Mein emotionalstes Blog-Erlebnis … schwierige Frage, denn es gab einige. Der Tod einer Followerin, die mir unfassbar ans Herz gewachsen war, hat eine richtige Leere bei mir hinterlassen. Wenn Menschen gehen müssen, die dir so lange gefolgt sind und selbst immer geholfen haben, wo sie konnten, das tat schon sehr weh und reißt auch emotional ein tiefes Loch. Doch wenn man weiß, wie sie gelitten haben, hält man sich an dem Gedanken fest, dass es eine Befreiung für sie war.

Dazu gab es eine Autorin, die mich mit einem ihrer Bücher sehr tief berührt hat. Jenna Strack schrieb das Buch „Splitterleben“ und hat mich damit zu Tränen gerührt.

Es gibt viele emotionale Momente, die kann ich gar nicht alle aufzählen.

 

Puh, das war sicher nicht leicht für Dich auszuhalten.

 

 

Warum bloggst Du?

 

Ich blogge, um mein Hobby und mein Leben mit anderen zu teilen.

Um Verlage und Autoren zu unterstützen, und die Buch-Welt den Menschen näherzubringen. Das Lesen ist eine ganze Weile in den Hintergrund gerückt, und ich finde es sollte endlich wieder viel mehr Beachtung erhalten.

Lesen kann so vieles sein. Eine Flucht, eine Reise, Spaß oder einfach nur die pure Lust an den schönen Geschichten, in die uns die Autoren eintauchen lassen. Für mich ist Bloggen nicht nur ein Hobby, es ist ein Lebenswerk, weil ich so vieles damit verbinde, was mir wichtig ist, aber vor allem weil ich damit Menschen erreichen möchte.

 

 

Hast Du Vorbilder?

 

Ich schätze viele Blogger Kollegen und einige Autoren für ihre unglaublich tolle Art zu schreiben bzw. sich auszudrücken. Man tauscht sich untereinander aus und hilft sich auch gegenseitig. Aber Vorbilder habe ich eigentlich keine.

 

 

Was war Dein ungewöhnlichster Blog-Beitrag?

 

Daran kann ich mich ganz gut erinnern. In meiner Anfangszeit, als ich mit der Wohltätigkeit anfing, habe ich einen großen Aufruf gestartet, um ein Krankenhaus mit einer Bibliothek auszustatten. Es hatten sich wahnsinnig viele Menschen gemeldet, um mitzuhelfen. Leider konnte man solch eine Aktion nur über die jeweilige Stiftung des Krankenhauses laufen lassen. Also schrieb ich diese Stiftung an und bat ihnen unsere Unterstützung bzw. unsere Spenden an. Wir hätten sogar Stationen mit E-Book Readern ausstatten können, und einige tolle Mädels hatten sich bereit erklärt, für die ganze Kinderstation Leseknochen zu nähen. Wir hätten eine Menge für die Kids machen können, doch die Antwort der Stiftung war unfassbar. Man hätte schon genug Spenden, und auf gut Deutsch gesagt, wollten sie lieber jemanden haben, der Rang und Namen hat. Und so lehnten sie die Spenden vehement ab.

Das fand ich sehr ungewöhnlich, aber auch ziemlich traurig.

 

Schön, dass Du Dich dadurch nicht entmutigen lassen hast. Denn gerade bei solchen Themen bist Du ja sehr aktiv.

 

 

 

Hast Du auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, das Bloggen aufzugeben?

 

Ich denke mit diesem Gedanken hat jeder einmal gespielt. Es gibt immer mal wieder Menschen, die dich grundlos fertigmachen möchten. Und es wird immer Menschen geben, die dir dieses und jenes nicht gönnen. Leider mussten wir alle schon Bekanntschaft mit ihnen machen, und oftmals spielt man dann mit dem Gedanken aufzuhören, weil man einfach traurig, aber auch wütend ist.

Aber bei mir überwiegt das Gute, und ich würde für keinen Menschen der Welt meinen Blog aufgeben, denn es steckt so viel Gemeinschaft, Liebe und Miteinander darin, als dass ich dies einfach enden lassen würde.

 

Wir denken, die Gemeinschaft zwischen Dir und Deinen Followern gibt Dir die Energie, auch mit diesen negativen Dingen gut fertig zu werden.

 

 

Was wäre das größte Kompliment, dass man Dir als Blogger machen kann?

 

Das größte Kompliment ist, wenn mir meine Follower sagen, dass sie sich bei mir akzeptiert, respektiert und rundum wohlfühlen. Und dass sie sich auf meinen Geschmack, was Bücher angeht, verlassen können und deshalb auch immer wieder etwas Neues für sich finden.

Für mich ist es das Schönste, was man mir sagen kann.

 

 

Und zum Schluss – Auf welche Frage würdest Du einfach nur mit „JA“ antworten?

 

Macht dich das Bloggen glücklich?

 

Für Die Zukunft wünschen wir Dir, liebe Arya Green Vermont, ganz viel Kraft und viel Freude! Weiter so!

 

 

 

 

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