Blog den Blog: Amy Bells Bücherwerk

Blog den Blog besucht heute Amy Bells Bücherwerk, dem fantastischen Blog von Amy „Peri“ Bell, der im August vier Jahre alt wird. Na, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist! Dieser Buchblog hat es zudem geschafft, sich gegen Hunderte von Mitbewerbern der Longlist Buchblog durchzusetzen und hat einen der begehrten Plätze auf der Midlist Buchblog von Monika Schulze von „Süchtig nach Büchern„, unserer strengen Blog-Jurorin und Vorjahressiegerin, ergattert. Damit hat der Geschichtentänzer allerbeste Chancen, den Skoutz-Award 2020 zu gewinnen.

FantasyAmy bloggt vor allem über Bücher, insbesondere Urban und High Fantasy und Romance, jedoch nicht ausschließlich. Gerade auf ihren Social Media-Kanälen postet sie auch einiges aus dem alltäglichen Leben. Neu entdeckte Lebensmittel, Filme oder Serien, die neueste Kaufrausch-Ausbeute oder Funko Pops, eine weitere große Leidenschaft von ihr. Auch beim Bloggersonntag auf Blogspot ist sie gerne mit dabei.
Neben ihrem Blog ist sie mit ihrer kreativen Arbeit zusätzlich auf Facebook* und Instagram*, hin und wieder auch auf Lovelybooks* und Amazon* zu finden.

 

Dazu noch ein paar Fragen an Amy:

In einem Wort: Was bedeutet für dich „Bloggen“?

In einem Wort. Puh… Austausch. Ja, ich glaube das trifft es am besten. 😉

 

Wann und wie kamst du dazu, deine Buchleidenschaft im Internet mit einem Blog auszuleben?

Tatsächlich war mein Blog zu Beginn eher auf ein anderes Gebiet gemünzt und hat sich dann innerhalb des ersten halben Jahres immer mehr in einen Buchblog verwandelt. So wie sich der Mensch verändert und weiterentwickelt, entwickelt sich auch der Blog. Oft schaue ich zurück und denke mir so: Wahnsinn, was bisher schon geschehen ist… <3

Manchmal findet man eben über Umwege zu dem, was einem wirklich Spaß macht.

 

Was ist der außergewöhnlichste Beitrag, den du jemals verfasst hast?

Hahaha! Der ist noch gar nicht so lange her. Das war eine Promoaktion zu Christine Heimannsbergs Release von Leev (dem dritten Teil ihrer Gelobtes Land-Trilogie). In den Büchern geht es mitunter um FakeNews und darauf war der Beitrag ausgerichtet. Er berichtet, dass ihr finaler Band nicht erscheinen dürfte, da er zu politisch und sozialkritisch sei.

Das Thema ist auf jeden Fall aktuell und spannend! Den Artikel findet ihr hier.

 

„Es wird immer weniger gelesen“ – Wie reagierst du auf diesen Satz?

Mit einem Schulterzucken. Ich glaube tatsächlich nicht, dass weniger gelesen wird. Es wird mittlerweile nur sehr stark aussortiert, was man liest.

Wie genau meinst du das?

Ich meine: Wo liegt der Vergleich zu „weniger lesen“? Vor 200 Jahren hatte man vielleicht 5 Bücher (ihr wisst, was ich meine) und nun schaut euch die Bookstores an. Da kann man nicht wirklich von „weniger lesen“ reden, oder ist meine Anschauung falsch?

 

Gibt es goldene Regeln, die man beim Bloggen beachten sollte?

Goldene Regeln nicht, nein. Aber man sollte wissen, was man posten möchte und ob das mit sich selbst und dem eigenen Gewissen vereinbar ist. Nicht im Sinne von „Ich schreibe nur 5-Sterne Rezensionen“. Eher im Sinne von: „Wie weit lasse ich fremde Menschen in mein Leben und bin ich bereit offen und ehrlich meine Meinung zu sagen/zeigen und zu vertreten, sollte sie mal keinen Anklang finden“.

Das ist auf jeden Fall ein sehr guter und wichtiger Ratschlag!

 

Wie viel Zeit investierst du am Tag oder in der Woche in den Blog? 

Der Blog ist tatsächlich wie ein zweiter Job für mich. Es ist ja nicht nur das Bloggen an sich, heißt das Artikelschreiben, Rezensionen teilen und so weiter. Ich selbst organisiere zum Beispiel sehr viele Aktionen im Hintergrund mit. Das frisst unglaublich viel Zeit. Auch das Lesen von Büchern dauert nicht nur 5 Minuten xD (schön wäre es #sovieleBüchersowenigZeit).

Oh ja, das wäre es wirklich! 😀

Dazu kommt noch das Fotos schießen und bearbeiten, die Korrektur der Artikel, das Recherchieren von News und Fakten, die Kommunikation mit anderen Bloggern und Autoren, natürlich auch mit den Lesern, das Posten von Bildern, das Beantworten der Kommentare, das Stöbern auf anderen Seiten, Schauen von Storys, Vorbereiten von Livestreams und Interviews und nebenbei muss man auch essen, trinken und schlafen. Am effektivsten schläft man, wenn man den Wortlaut der nächsten Rezi träumt xD.

Wow. Das klingt fast so, als bräuchtest du einen Zeitumkehrer, um das alles zu schaffen.

Nein, so schlimm ist es nicht, aber so 20 – 30 Stunden in der Woche investiere ich schon locker um den Blog zu betreiben und mein Netzwerk aufrecht zu halten 🙂 Und ich liebe – meistens – jede Minute davon. <3 😉

 

Was macht für dich einen guten Blog aus?

Die Frage ist leicht. Authentizität und Vielfalt. Keiner liest nur den ganzen Tag oder hat immer ein sunny-life. Ich mag es, wie die meisten auch, zu sehen, dass nicht nur ich „Bad-Hair-Days“ habe und mal der Tag komplett nervt, weil man durch den Regen nach Hause musste in Sandalen. Kleinigkeiten, die aber eben die Person hinter dem Account zeigen. Deswegen liebe ich Instagramstories so sehr. Da hat man oft einige sehr lustige und menschliche Einblicke.

Verständlich! Keiner von uns ist ein perfekt funktionierender Roboter, auch wenn das oftmals über die Medien suggeriert wird.

 

Einige gesetzliche Hürden (DSGVO und aktuell der umstrittene Artikel 17) machen Bloggern das Leben schwer. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören?

Tatsächlich schon. Gerade als die DSGVO wirklich hochkam vor zwei oder drei Jahren. Ich bin nun auch im Webseitengestalten nicht wirklich affin. Und Gesetzestexte sind sowieso immer so ein Ding. Zumal die jeder anders interpretiert hat. Es war ein Kampf und manchmal war die Überlegung wirklich da einfach hinzuwerfen. Aber dann dachte ich so: Und damit einfach die gesamte Zeit und Arbeit auch hinwerfen und vergessen. Niemals! XD Das wäre ja dann reine verschwendete Zeit gewesen und wenn ich etwas hasse, dann verschwendete Zeit.

Und wir sagen: Gut so! Sonst wärst du nämlich jetzt nicht auf der Midlist für den Buchblog 2020 😉

 

Bücher sind deine Leidenschaft, welches hat dich am meisten geprägt?

Es gibt ein Buch, das mich sehr in die Fantasyschiene gedrückt hat. Ich habe es als Jugendliche in der Bücherei ausgeliehen und mir Jahre später über den Marketplace des großen A’s nachgekauft, weil es zu dieser Zeit „out of print“ war. Gecatcht hat mich damals das Cover, ich stehe seit jeher auf Zeichen und Symbole.

Und dürfen wir auch erfahren, wessen Cover dich damals so in seinen Bann zog?

Das Buch kommt aus dem Sauerländer Verlag und wurde von Sherryl Jordan geschrieben: „Elsha – Rebellin und Seherin“. Seit 2005 ist es als Taschenbuchversion im Carlsen Verlag erhältlich. Das Cover finde ich nicht halb so hübsch, trotzdem würde ich diese düster angehauchte Fantasy jedem empfehlen.

 

Wenn du für einen Tag in ein Buch reisen könntest, in welches würde es dich ziehen?

Ein Blick durch meine Regale hat schnell gezeigt, dass es nur zwei Alternativen zur Zeit gibt. Auf eine kann ich mich leider nicht beschränken xD

Es ist ja auch eine echt schwer zu beantwortende Frage! Für welche Welten hast du dich denn entschieden?

Die erste Welt wurde erschaffen von Jennifer Estep. Genauer gesagt würde ich gerne mal an die Mythos-Academy und mich mit diesen ganzen verschiedenen mystischen Wesen treffen und unterhalten wollen. <3 Das wäre wirklich traumhaft. Die zweite Welt, bzw. das zweite Internat, welches ich gerne besuchen würde, wäre St. Burrington aus Night of Crowns von Stella Tack. Am liebsten würde ich in die Haut von Curse, der Katze, fahren, dann laufe ich nicht Gefahr verkloppt oder getötet zu werden. XD Es wäre sicher interessant, einfach die Interaktion und das Geschehen dort zu beobachten. Da kommt wieder meine Neugierde hervor. Ich möchte einfach alles wissen xD

 

Bist du ein mutiger Mensch? Wann hast du das letzte Mal was zum ersten Mal gemacht und was war das?

Nein, mutig bin ich nicht xD Feige auch nicht, ich wäge nur sehr stark ab. Ich bin in der Hinsicht ein Zerdenker. Mit meinem Blog bin ich da schon mutiger als im realen Leben. Das letzte mal etwas Neues gemacht. Mhhh … Ich habe Pilz-Risotto gekocht. Und es ist mir gelungen. Ich bin ein totaler Kochanfänger und immer noch mega stolz auf mich. Spannender wird es leider nicht, tut mir leid. XD

Macht nichts! Und du kannst stolz auf dich sein. Kochen ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich.

 

Was machst du, wenn du eine Nacht im Kaufhaus eingeschlossen wärst?

Achtung, Achtung. Jetzt kommt die langweiligste Antwort ever. Ich würde durch die Regale gehen und schauen ob ich was neues, interessantes sehe, was ich mir evtl. am nächsten Tag kaufen könnte. Und danach würde ich mir etwas gemütliches zum schlafen suchen. Ich ohne Schlaf – das will keiner xD

Haha! Danke für die Vorwarnung 😉

 

Welche Superkraft hättest du gerne?

Ich würde gerne Wasser beherrschen können. Oder eine Mischung zwischen Black Widow und Iceman. Ich liebe Wasser und Natasha ist einfach mega genial. Oder doch lieber Hawkeye? Bogenschießen ist auch sehr entspannend, finde ich. Dabei kann man richtig schön die Welt abschalten. <3

 

Welcher Irrtum kursiert über dich?

Dass ich unfreundlich und böse bin. Fast wie die Eisköngin. XD Meine direkte Art verschreckt viele am Anfang, der trockene Humor tut sein übriges. Dabei beiße ich gar nicht so oft wie alle behaupten. 😉

Obwohl du gerne Eis als Superkraft hättest? Mhh ich sehe da schon Parallelen^^ Spaß beiseite. Hiermit können wir offiziell bestätigen, dass du weder böse noch unfreundlich bist.

 

Was würdest du deinem 10 Jahre jüngeren Ich raten?

Denk nicht so viel nach – Mach einfach. Viel schlechter kann’s nicht laufen als es tut xD

 

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Wisst ihr wie anstrengend es für die Mücke ist, zum Elefanten zu werden? Das braucht verdammt viele Fruchtzwerge 😉

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