Interview Buchstabenzauber

Zu Besuch bei Daniela von „BuchstabenZauber“

Unsere diesjährige Jurorin Gisela Brückmann von „Gilas Bücherstube“ hat sich der schier unlösbaren Aufgabe angenommen, aus über 350 Vorschlägen der Longlist Buchblog ihre Auswahl zu treffen. Einer dieser Blogs ist „BuchstabenZauber“.

 

Gila sagt: Daniela hat einen schönen, übersichtlichen Blog und ich habe ihre Rezensionen mit Bild sofort im Blick.
Man findet bei ihr überwiegend Jugendliteratur, Fantasygeschichten, historische Romane, Young Adult Bücher und erotische Bücher à la Abbi Glines oder Geneva Lee.
Außerdem gibt es tolle Hintergrundinformationen zu vielen Büchern.

Das wollten wir uns etwas näher ansehen und haben uns deshalb auf den Weg gemacht. Was wir herausgefunden haben? Lest selbst…

Sabrina zu Besuch bei Daniela, die gerne mal organisiert Nimmerland auf den Kopf stellen würde

Hallo Daniela! Skoutzi und ich freuen uns, dass wir dich und deinen Blog heute etwas näher vorstellen dürfen. *zückt ihren Notizblock*
Wir starten mit ein paar knallharten Fakten, ehe wir zum gemütlichen Teil übergehen. Bereit? Dann los!

 

Steckbrief zum Blog:

Blogname: BuchstabenZauber

Wer betreibt ihn: Daniela Stecker

Blogadresse (Link): www.blogbuchstabenzauber.de*

Seit wann gibt es den Blog?: Februar 2019

Wo können deine Leser dich sonst erreichen?: Ich bin sowohl auf Facebook (seit Oktober 2015), Instagram und Lovelybooks jeweils unter meinem Blognamen zu finden.

 

Wo veröffentlichst du in der Regel deine Rezensionen?

Neben meinem Blog veröffentliche ich meine Rezensionen noch auf diversen Verkaufsplattformen, wie Amazon & Thalia. Aber auch in Lesecommunities, wie die Lesejury & Lovelybooks, findet man meine Bucheindrücke.

 

Worüber bloggst du?

Ich blogge über mein liebstes Hobby: Bücher ♥. Hauptsächlich nutze ich dabei meinen Blog um Rezensionen und Kurzmeinungen zu gelesenen Geschichten festzuhalten. Aber auch meine Lesechallenges, wie z.B. „Die ABC-Challenge der Protagonisten“ oder „Die ReihenabbauChallenge“ haben einen festen Platz, denn ich bin ein kleiner Zahlennerd. 😉

Außerdem kann man bei mir immer wieder in Interviews mit Autoren oder in Beiträgen, die ich im Rahmen verschiedener Blogtouren ausgearbeitet habe, reinstöbern.

Es gibt also immer wieder etwas zu entdecken.

 

Was gibt es auf deinem Blog?

Buch-Rezensionen

Autoreninterviews

Blogtouren

Ganz frisch kann man in meiner Rubrik „Buchzitate“ schmökern. Außerdem halte ich meine Fortschritte zu meinem Leseverhalten & jährlichen Lesechallenges fest.

 

Welche sind bei Büchern deine Schwerpunkt-Genres?

Contemporary (Zeitgenössische Literatur)

Crime (Krimis & Thriller) ganz selten

Erotik (explizit)

Fantasy (von Urban mit Vampiren bis High Fantasy im Stil von Herr der Ringe) gelegentlich

Historische Romane

Romance (Liebe mit und ohne Happy-End, bei der Erotik nicht im Vordergrund steht)

Science-Fiction (Dystopien, Aliens, Weltall, Zukunft …) sehr gerne immer mal wieder eine Dystopie, der Rest eher selten

Ich lese vorwiegend New Adult, historische Romane & Contemporary Bücher. Dabei haben es mir vor allem Bücher angetan, die entweder in Schottland oder Großbritannien spielen, es sich um eine Collegegeschichte handelt oder die das 19. Jahrhundert thematisieren.

 


Aber jetzt ein paar Fragen zu dir:

 


In einem Wort: Was bedeutet für dich „Bloggen“?

Leidenschaft

 

Wann und wie kamst du dazu, deine Buchleidenschaft im Internet mit einem Blog auszuleben?

Zu meinem Lesehobby habe ich nach der Geburt meiner Tochter wiedergefunden, denn eigentlich lese ich seit meinem 12. Lebensjahr. Ich finde das Lesen an sich ein einsames Hobby, dabei habe ich unter Umständen so viele Emotionen nach einer Geschichte zu teilen!

Oh das kann ich sehr gut verstehen. Aber offline gab es niemandem um dich auszutauschen?

Leider fand & findet sich in meinem privaten Umfeld niemand, der 1. so viel liest und 2. mit dem ich über Bücher reden kann. So entstand im Oktober 2015 die Idee eines Bücherblogs auf Facebook, um mich mit zahlreichen anderen Lesern auszutauschen.

Ein bisschen freue ich mich ja, sonst hätten wir deinen Blog nie kennengelernt. Es klingt, als wäre das für dich eine sehr gute Entscheidung gewesen, oder?

Diese Art der Kommunikation möchte ich nicht mehr missen & habe dadurch wundervolle andere Leser und Blogger kennengelernt. Um meine Rezensionen etc. längerfristig festzuhalten, habe ich mich im Februar 2019 entschieden meinem Lesehobby einen festen Platz zu geben.

Und ich finde, das war eine gute Entscheidung 🙂

 

Was ist der außergewöhnlichste Beitrag, den du jemals verfasst hast?

Da kann ich mich tatsächlich gar nicht festlegen, denn alle meine Beiträge werden mit Herzblut geschrieben.

Am spannendsten und herausforderndsten finde ich immer wieder die Arbeit und Recherche für die Blogtourbeiträge, weil ich da noch einmal sehr intensiv in die jeweilige Thematik eintauche und so viel Neues entdecke und lerne.

Sowas spürt man dann am lebhaften Blog und ich denke, das ist es auch, was langfristig die Lust am Bloggen aufrecht erhält.

 

„Es wird immer weniger gelesen“ – Wie reagierst du auf diesen Satz?

„Dann hast du einfach noch nicht das richtige Buch für dich gefunden. 😉 “

Für mich ist dieser Satz persönlich schwer nachvollziehbar, weil ich es liebe in andere Welten und Leben einzutauchen. Fast immer ziehe ich Bücher dem Fernseher & Co. vor. Ich mag meine Kopfkino. 😀

Nicht Brot für die Welt, sondern Bücher für die Welt. Hoffen wir, dass „Es wird immer weniger gelesen“ nur eine Phase ist 😉

 

Gibt es goldene Regeln, die man beim Bloggen beachten sollte?

Keine Ahnung. Gibt es welche, die man beachten sollte? *lach*

Sag du es mir *grinst*

Ich finde es wichtig, dass man beim Bloggen authentisch bleibt. Meine Leser erwarten von mir eine ehrliche Meinung – egal ob Rezensionsexemplar oder Büchereibuch. Ich mache da keine Unterschiede, auch wenn der Autor, der mir ein Buch zur Verfügung gestellt hat, da manchmal andere Erwartungen hat.

Das bedeutet also nicht, dass du zu Hauf Sterne vergibst?

5 Sterne bekommen bei mir nur absolute Highlightbücher, die mich wahnsinnig bewegt haben und begeistern konnten. Das muss sich eine Geschichte erarbeiten.

Und wenn mich etwas nicht überzeugen konnte, dann schreibe ich dies auch immer mit Begründung in meinen Rezensionen nieder. So kann jeder Leser selbst entscheiden, ob die Geschichte vielleicht doch etwas für ihn ist. Geschmäcker sind ja gottseidank verschieden.

Nur so kann ein Blog doch wirklich funktionieren. So holt man sich verschiedene Meinungen und Ansichten. Ich finde, du machst das schon ganz richtig.

Für mich wichtig: bleib ehrlich, steh zu deiner Meinung und behandele Verlage, Autoren und andere Blogger/Leser mit Respekt.
Am Ende muss jeder seinen eigenen Weg finden.

 

Wie viel Zeit investierst du am Tag oder in der Woche in den Blog?

So richtig auf Tag oder Woche kann ich dies gar nicht festmachen, da ich Vollzeit arbeiten gehe und noch Familie habe, da bleibt leider oft nicht so viel Zeit, wie gewünscht.

Wenn du dir dann mal Zeit freischaufeln konntest, wie verteilst du diese?

Die meiste Zeit frisst bei mir tatsächlich das Rezensionsschreiben & die Erstellung der Buchfotos für Blog und Instagram. Da gehen pro Buch für beides locker 2-3 Stunden ins Land. Ich bin ein kleiner Perfektionist und feile manchmal ewig an passenden Worten. Ein Grund, warum ich nicht jedes Buch rezensiere. Da würde ich nämlich nicht mehr zum Lesen kommen. Ich versuche ein gutes Gleichgewicht zwischen Blogarbeit und Lesehobby zu halten, denn ich weiß über die Wichtigkeit von Rezensionen & Co. für Autoren und Verlage und möchte sie gerne auf diesem, meinem Weg unterstützen.

Ja die Waage zu halten ist sicher nicht leicht. Ich weiß nun, worauf du bei dir achtest, meine nächste Frage bezieht sich auf andere:

 

Was macht für dich einen guten Blog aus?

Ich mag ansprechende, gut strukturierte Blogs mit schönen Bildern/ Buchfotos und Rezensionen, die nicht bei einem Durchschnitt von 4,7 Sternen (bei 5-Sterne-Bewertungen) liegen. Ich lese lieber mal eine kritische und authentische Rezension, als immer die gleichen Lobeshymnen auf jede Geschichte.

Da geht es mir ganz genauso.

 

Es gibt immer wieder Hürden (z.B. DSGVO und aktuell der umstrittene Artikel 17), die Bloggern das Leben schwermachen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören?

Momentan haben mir die aktuellen Bedingungen noch nicht die Lust und Laune genommen zu bloggen. Ich hoffe, das bleibt auch noch lange so.

Ich bin froh, dass all die Verordnungen dich noch nicht abgeschreckt haben 🙂

 

Bücher sind deine Leidenschaft, welches hat dich am meisten geprägt?

Da kann ich mich gar nicht auf ein Buch festlegen, denn es gibt einfach zu viele wunderbare Geschichten, die auch noch Jahre später in mir widerhallen.

Sehr begeistern konnten mich z.B. „Plötzlich Fee“-Reihe von Julie Kagawa oder die „Jahrhundert-Trilogie“ von Ken Follett

„Plötzlich Fee“ hat mich ebenfalls noch lange begleitet, sollte ich mal wieder lesen *kichert und hebt ihre Kaffeetasse* Auf all die wunderbaren Geschichten!

 

Wenn du für einen Tag in ein Buch reisen könntest, in welches würde es dich ziehen?

Ich würde gerne mit Meghan und Ash aus der „Plötzlich Fee“-Reihe nach Nimmerland reisen. Die skurrilen, aber wundervollen Charaktere haben mich absolut verzaubert und ich wäre gerne ein Teil dieser verrückten Welt.

Ich hätte ja Angst dass ich, egal was ich mir aussuche, nicht mehr zurück wollen würde *seufzt verträumt*

 

Welcher fiktionale Charakter ist in Buch/Serie/Film unglaublich, wäre aber in banalen alltäglichen Situationen unerträglich?

Ich finde Sherlock Holmes wahnsinnig genial, aber ich glaube, im Alltag wäre es echt schwierig mit ihm. Genauso genial finde ich Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“.
Wahrscheinlich, weil ich selbst ein kleiner Nerd bin. 😉

Beide ständen tatsächlich auch hoch oben auf meiner Liste. Wobei ich mir Sheldon in einem normalen Alltag noch nerviger vorstelle. Sherlock ist wenigstens ab und an alleine unterwegs und er guckt nicht auf die Uhr wenn ich im Bad bin. *lach*

 

Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

Ich lese gerade „New Worlds – Lüge & Verrat“ von Anne Oldach und „Gut Greifenau – Goldsturm“ von Hanna Caspian

*unterstreicht nickend die Notizen* Klingt interessant, muss ich zuhause mal recherchieren.

 

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?

Für eine Reise nach Schottland. Aber leider wird dies noch ein bisschen dauern.

Ohhh was für ein wundervoller Grund. Da drücke ich fest die Daumen, dass es schneller klappt als du denkst.

 

Gibt es etwas, das du kannst, die meisten anderen Menschen aber nicht?

Ich habe eine gute Auffassungsgabe und kann dadurch Situationen und Probleme schnell überblicken und erfassen. Zum Leidwesen meiner Mitmenschen, die ich dabei mit meinen rasanten Gedankensprüngen oft überfordere.
Aber ich liebe das Managen und Organisieren einfach & kann dies gottseidank in meinem Beruf auch ausüben.

Da bewundere ich dich dafür. Ich bin das perfektionierte Chaos. Aber eines haben wir gemein: Unsere Mitmenschen damit zu überfordern *lacht*

 

Wenn dein fünf-jähriges Selbst plötzlich deinen jetzigen Körper bewohnen würde, was wäre das Erste, das dein fünf-jähriges Selbst tun würde?

Ich würde in den Tierpark oder auf den Spielplatz gehen.
Beides war leider als Kind oft nicht möglich, da ich sehr behütet aufgewachsen bin.

Mein Rat: Warte nicht, bis das passiert. Hol es jetzt nach. Dem Spaß ist es egal wie alt du bist ♥

 

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Jeder ist es wert geliebt zu werden. Bleib so, wie du bist, denn für jemanden bist du perfekt!


Liebe Daniela,
das ist ein traumhaftes Schlusswort. Danke für die wundervolle Zeit mit dir. Bleib gesund und ich wünsche dir nur das Beste! Grüß mir Nimmerland wenn du es hinschaffst!

Dankeschön!

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