Blog den Blog: Tintenhain

Ich glaub ich steh´im Wald! Nein, Stopp, in einem Hain. Genau gesagt bin ich heute bei Monika Firley, die sich selbst Mona nennt. Der Tintenhain, so heißt der Blog von Mona, den ich Euch heute vorstellen möchte steht in Braunschweig. Hier lebt und schreibt sie seit 2011 unter Tintenhain.de über ihre Lesewelt.

So könnt Ihr sie auch erreichen:

Facebook, Twitter und Instagram

Voila – hier ist das Gesicht hinter den Worten.

 

 

 

 

 

 

Wo veröffentlichst du in der Regel deine Rezensionen?

Auf dem Blog, vereinzelt auch auf Goodreads, Lovelybooks und vorablesen, geteilt über Social Media-Kanäle.

 

Und worüber bloggst du?

Über Bücher, Lesungen, alles rund ums Buch. Auf meinem Blog gibt es Rezensionen, ich mache Interviews mit Autoren und veranstalte Gewinnspiele. Es gibt Eventberichte und für Selfpublisher und Autor*innen kleiner Verlage habe ich eine „Litfaßsäule“ aufgestellt. Bis zur nächsten Buchmesse gibt es bei mir ein Literaturquiz „Kurzweil bis zur Buchmesse“ und den Bloggeradventskalender.

 

Was gibt es auf deinem Blog?

  • Buch-Rezensionen
  • Autoreninterviews
  • Gewinnspiele
  • Eventberichte
  • Sonstiges: Litfaßsäule für Selfpublisher und Autor*innen kleiner Verlage
  • Sonstiges: Literaturquiz „Kurzweil bis zur Buchmesse“, Bloggeradventskalender

(Sowohl in Bezug auf andere Themen wie zB Film und Fernsehen, Lifestyle, Beauty, DIY …, als auch in Bezug auf Buchrubriken).

 

Welche sind bei Deine Schwerpunkt-Genres?

Auf meinem Regal finde sich neben Zeitgenössischer Literatur, Krimis und Thriller, gerne auch Fantasy und fürs Herz Romance. Ich lese allerdings auch sehr gerne Jugendromane!

Eine lebendige Mischung…

 

Jetzt geht´s um den Blog und ums Bloggen…

 

In einem Wort: Was bedeutet für dich „Bloggen“?

Miteinander

 

Was hat dazu geführt, dass Du Deine Buchleidenschaft durch einen Blog intensiviert hast?

Ich habe vorher schon Rezensionen für „vorablesen“ geschrieben und habe auch immer andere Plattformen ausprobiert. Irgendwann wollte ich wissen, was hinter so einem Bog steckt und hab mich bei wordpress.com angemeldet. Eigentlich wollte ich da aber eigene Texte veröffentlichen. Aber dann habe ich das gemacht, was ich kannte: Rezensionen geschrieben. Und mit dem Austausch mit anderen kam dann immer mehr dazu.

Vom mal ausprobieren auf die Midlist des Skoutz Awards! So kanns gehen, und jetzt stehen die Wahlen für die Shortlist an…

 

Was ist der außergewöhnlichste Beitrag, den du jemals verfasst hast?

Ob er außergewöhnlich ist, weiß ich nicht, aber ich mag immer noch sehr gern den Beitrag über Lesekreise „Wie gründe ich einen Lesekreis“. Er wird immer noch viel aufgerufen, vor allem aber hat er Leser*innen inspiriert oder darin bestärkt, selbst einen Lesekreis ins Leben zu rufen. Das finde ich toll!

Das ist wirklich eine schöne Sache!

 

„Es wird immer weniger gelesen“ – Wie reagierst du auf diesen Satz?

Man hört es immer wieder, allerdings auch schon ewig lange. Ich glaube, viele lesen heute anders. In meinen Deutschkursen sagen manche „Ich lese gern“ und meinen damit Artikel im Internet. Wenn ich die Freundinnen meiner Kinder frage, können sie mir immer alle ein Buch nennen, das sie zuletzt gern mochten. In meiner Filterblase wird gern gelesen, daher kann ich wohl bei dem Thema nicht richtig mitreden, sondern immer nur Gegenbeispiele bringen.

Das kenne ich…

 

Gibt es goldene Regeln, die man beim Bloggen beachten sollte?

Es gibt Blogger*innen, die gern Artikel dazu verfassen, die könnte man sich mal angucken. Aber ehrlich gesagt, folge ich da eher meinem Gefühl und meinem Herzen. Ich denke, da muss jede*r einen eigenen Stil finden. Aber ja, vernetzen ist wichtig, dann macht es einfach sehr viel mehr Spaß.

Also, wie Du schon sagtest das Miteinander!

 

Wie viel Zeit investierst du am Tag oder in der Woche in den Blog?

Ich kann das gar nicht so genau sagen. Es kommt immer ein bisschen darauf an, wie viel Zeit mir neben Beruf, Haushalt und drei Kindern an Zeit verbleibt. Social Media und auf anderen Blogs kommentieren mache ich so nebenbei – ja, ich bin ein „tolles“ Medienvorbild für meine Kinder – im Bus, beim Kochen und irgendwie immer zwischendurch. Für Blogbeiträge nehme ich mir dann aber richtig Zeit und setze mich an den PC. In der Woche komme ich bestimmt auf drei bis vier Stunden reiner Blogarbeit. Wenn gerade meine Aktionen wie der Bloggeradventskalender oder das Literaturquiz (immer vor der Leipziger Buchmesse) stattfinden, ist es deutlich mehr. Aber ich hab noch nie die Zeit gemessen und will es vorsichtshalber lieber gar nicht so genau wissen. Das ist so wie mit Handyzeit messen, was sich da so summiert, das ist pädagogisch nicht vertretbar…

Oooch, naja Du bist aber ein super Lesevorbild für Deine Kids, ich wette die lesen auch total gerne!

 

Was macht für dich einen guten Blog aus?

Aktualität, Kommunikation und Kontinuität – fällt mir gerade als erstes ein.

Klingt nach Arbeit…

 

Einige gesetzliche Hürden (DSGVO und aktuell der umstrittene Artikel 17) machen Bloggern das Leben schwer. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören?

Die DSGVO hat mich dazu gebracht, endlich auf meine eigene Domain umzuziehen, das hatte ich seit Jahren vor mir hergeschoben. Da könnte ich sogar dankbar sein.

Ich habe noch nie wirklich darüber nachgedacht aufzuhören, aber es gibt durchaus diese Momente, wo man eben doch den Druck spürt, der mit dem Bloggen, vor allem in den vorgenannten Punkten einhergehen kann. Ich mache mir dann immer wieder bewusst, dass es „nur“ ein Hobby ist und ich mit dem Blog nicht meinen Lebensunterhalt verdiene.

 

Bücher sind deine Leidenschaft, welches hat dich am meisten geprägt?

Oh je, das ist ja beinahe schlimmer als die Frage nach dem Lieblingsbuch! Ich denke, dass mich allgemein das Lesen geprägt hat und das sind dann eben sehr, sehr viele Bücher. Mit 16 startete ich in eine sehr ausgeprägte Stephen-King-Phase, das grenzte schon an Besessenheit. Ich war Fan mit Leib und Seele. Später habe ich Rafik Schami für mich entdeckt. Er hat einiges zu meiner Identitätsfindung beigetragen. Da hab ich ihm sogar mal einen „Dankesartikel“ auf meinem Blog geschrieben, weil es einfach mal raus musste.

 

Wenn du für einen Tag in ein Buch reisen könntest, in welches würde es dich ziehen?

Vielleicht in „Eine Hand voller Sterne“ von Rafik Schami. Ich würde sehr gern sein Damaskus sehen, das auch das Damaskus meines Vaters war. Als ich schließlich dort war, hatte es sich schon sehr verändert.

Das wäre wirklich eine Traumreise!

 

Es gibt da noch ein paar persönliche Fragen an Dich:

 

Bist du ein mutiger Mensch? Gibt es etwas, bei dem Du, als Du es zum allerersten Mal getan hast, über Deinen Schatten springen musstest?

 Nein, ich bin nicht besonders mutig. Ich hab auch immer furchtbares Herzklopfen, wenn ich Autoren auf der Buchmesse anspreche oder auch nur bei einer Lesung am Signiertisch.

Hey, aber letztens war ich mutig! Ich bin beim Geocachen auf einen Baum gestiegen und das auf einem Hundeauslaufgebiet. Ich hab ganz schön gezittert da oben, weil ich den Stift zum Loggen nicht aus der Jackentasche gekriegt habe und nicht loslassen wollte. Das war vorletzte Woche. Nicht das erste Mal, dass ich auf einem Baum war, aber das erste Mal seit langem. Ich hab nämlich Höhenangst.

Wetten, wenn Du nach ganz oben ins Buchregal gelangen willst ist die ganz schnell vergessen!

 

Was machst du, wenn du eine Nacht im Kaufhaus eingeschlossen wärst?

Ich würde kurz zu Hause Bescheid geben, damit sich die Familie keine Sorgen macht und dann würde ich es total genießen. So viel Ruhe! Und dann in die Buchabteilung und stöbern und reinlesen. Das finde ich jetzt sehr reizvoll. Ob man sich auf dem Klo verstecken kann, damit man eingeschlossen wird?

…und Du willst nicht mutig sein?

 

Welche Superkraft hättest du gerne?

Ich würde mich gern beamen können, zum Beispiel zu Buchevents. Die sind nämlich meistens zu weit weg. Aber zum Kindergarten, zur Arbeit oder zum Einkaufen wäre auch schon toll.

Scotty beam me up!

 

Welcher Irrtum kursiert über dich?

Keine Ahnung. Was kursiert denn über mich? Ach, ich will es lieber nicht wissen. Ahnungslosigkeit kann auch schön sein.

 

Was würdest du deinem 10 Jahre jüngeren Ich raten?

Ich fürchte, egal, was ich mir raten würde, ich würde es nicht befolgen und dann zehn Jahre später denken: Hätte ich doch mal auf sie gehört!

Da spricht die Mutter aus Dir!

 

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Lest Bücher und redet über sie!

 

Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen! Liebe Monika, möge Dein Tintenhain auch weiterhin wachsen und gedeihen. Wir wünschen Dir und Deinem Blog das Allerbeste! Vielen Dank für das Interview!

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