Blog den Blog: Der Duft von Büchern und Kaffee

Blog den Blog stellt euch heute  Der Duft von Büchern und Kaffee (Link*), den feinen, fünf Jahre alten Blog von Tanja, vor.

Der Duft von Büchern und Kaffee ist auf der Midlist Buchblog von Vorjahres-Siegerin Monika Schulze von Süchtig nach Büchern gelandet und hat sich damit bereits gegen hunderte Konkurrenten der Longlist Buchblog durchgesetzt.

Nach dem erfolgreichen Erreichen der Shortlist 2020 steht der Blog nun im Finale und muss sich dem endgültigen Entscheid unserer Leser stellen!
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Schwerpunktmäßig ist der Blog sehr breit aufgestellt mit Rezensionen zu Fantasy, Romance, Erotik, Science Fiction, Zeichenbüchern und Jugendbüchern. Aber auch Autoreninterviews, Gewinnspiele und Eventberichte finden sich hier. In Zusammenarbeit mit Leni von Meine Welt voller Welten* veranstaltet Tanja außerdem Leserunden, den Bloggerbrunch, den populären Mädelsabend, das Nikolaus-Bloggerwichteln, einen gemeinsamen Monatsrückblick und die vierteljährliche Aktion “Blogger empfehlen dir ihr Lieblingsbuch”.

Tanja ist aber auch auf Social Media breit aufgestellt. So kann man sie auch auf Instagram*, Facebook* und Twitter* und auf gängigen Plattformen wie Lovelybooks*, Goodreads* und Pinterest* finden.

 

Dazu noch ein paar Fragen an Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee:

In einem Wort: Was bedeutet für dich „Bloggen“?

Bloggen bedeutet für mich Spaß haben und mit anderen Bücherfreunden ins Gespräch zu kommen.

 

Wann und wie kamst du dazu, deine Buchleidenschaft im Internet mit einem Blog auszuleben?

Ich war vorher schon seit einer Weile auf der Plattform Lovelybooks aktiv. Dort habe ich das erste Mal eine Buchbloggerin kennengelernt. Durch das gemeinsame Gespräch bekam ich Lust, einen eigenen Blog ins Leben zu rufen, auf dem ich all meine Ideen verwirklichen könnte. Nach reiflicher Überlegung habe ich dann am 30.05.2015 meinen ersten, „Und-was-gibts-dazu“-Artikel (s.o.) geschrieben und veröffentlicht.

Und bist bis heute dabei geblieben! DAs freut uns natürlich sehr.

 

„Es wird immer weniger gelesen“ – Wie reagierst du auf diesen Satz?

Zuerst einmal verständnislos. Das Bedürfnis von Jugendlichen und auch von  Erwachsenen  war schon immer groß, Helden zu finden, Leute, mit denen man sich identifizieren und zu denen man aufschauen kann. Heutzutage sind das aber oft Castingstars, Influencer, Schauspieler und Beautybloggerinnen – nur sehr selten sind es noch Buchhelden. Hier sollte man gegensteuern. Das tiefgründige Lesen von Büchern kann die Welt schließlich zu einem besseren Ort machen. Lesen fördert Fantasie, Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit. Es hilft, den Alltag zu vergessen, eine Fantasiereise oder ein Abenteuer zu erleben: Kein Film kann das eröffnen, nur die Buchstabenwelt.

Sehr wahre Worte! Und mit deinem Blog trägst du deinen Teil dazu bei, Menschen für Bücher und die Buchstabenwelt zu begeistern.

 

Gibt es goldene Regeln, die man beim Bloggen beachten sollte?

Ich denke es ist wichtig Spaß am Hobby zu haben. Der Tendenz zur Selbstinszenierung von Kritikerpersönlichkeiten kann ich wenig abgewinnen. Jede Aussprache über Literatur  sollte ein Angebot zum Dialog, zur Erwiderung  sein. Wichtig daher: kritisch sein, höflich bleiben.

 

Wie viel Zeit investierst du am Tag oder in der Woche in den Blog? (Welche Arbeitsschritte usw)

Sehr viel :o)

Unter der Woche ist es in der Regel so, dass ich jeden zweiten Tag Kommentare beantworte und dann auch auf anderen Blogs kommentiere. Nach einer eingestellten Rezension verlinke ich diese dann noch auf den diversen Plattformen und Socialmediakanälen. Bei der Gelegenheit schaue ich auch nach Nachrichten und Kommentaren, die ich auf diesen Plattformen erhalten habe, und beantworte sie dann.

Das klingt schon nach einem vollen Terminkalender. Hast du denn dann wenigstens am Wochenende mal Pause?

Am Wochenende schreibe ich jeden Samstag- und Sonntagmorgen Beiträge oder/und beantworte Kommentare. Das können pro Vormittag dann schon manchmal bis zu 4 Stunden sein.

Also eher nein.^^

Auf Instagram versuche ich fast täglich vorbeizuschauen. Manchmal geschieht das auch nur jeden zweiten Tag.

Bei Liveevents, wie dem Mädelsabend und dem Bloggerbrunch bin ich dann natürlich auch entsprechend präsent ;o)

 

Was macht für dich einen guten Blog aus?

Eine schöne Optik. Es ist wie bei einem guten Essen. Wie heißt es so schön unter Genießern: “Das Auge isst mit.

Was heißt das konkret für dich?

Beiträge, die optisch ansprechend sind. Ein paar Bilder, Absätze im Text, nicht zu wenig Text, aber auch keine endlosen Monologe, all dies erleichtert das Lesen. Mit catchy Überschriften und diversen visuellen Stilmitteln kann man  besonders gut Neugierde wecken.

Und dann kommen wir nochmal zum Thema Spaß am Hobby. Ich denke, guten Blogs merkt man die Leidenschaft ihrer Betreiber an. Bieten diese dann noch  Abwechslung, Varianz und eine gewisse Unberechenbarkeit, bin ich dabei.

 

Einige gesetzliche Hürden (DSGVO und aktuell der umstrittene Artikel 17) machen Bloggern das Leben schwer. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören?

Als die DSGVO eingeführt wurde, haben viele Blogger ein großes „P“ in den Augen gehabt. Keiner wollte eine Abmahnung riskieren und einige waren stark verunsichert, wie man sich gesetzeskonform verhält.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mal stark durchgeatmet. Aber ich hatte viele Menschen an meiner Seite, mit denen ich mich austauschen konnte.

Das macht schon mal viel aus. Wie sieht es denn heutzutage damit aus bei dir?

Aktuell mache ich mir keine Gedanken. Mit dem Bloggen aufzuhören, war bis heute kein Thema.

 

Bücher sind deine Leidenschaft, welches hat dich am meisten geprägt?

Es gibt so viele gute Bücher, und hat Arno Schmidt nicht ausgerechnet, wie viel hundert Jahre ich alt werden müsste, um sie alle zu lesen? Aber ihr müsst euch da nicht durch ackern, dafür habt ihr uns.

Na, da sind wir aber beruhigt! 😀

 

Wenn du für einen Tag in ein Buch reisen könntest, in welches würde es dich ziehen?

Auch hier ist die Auswahl unglaublich groß. Die Schönheit  dieser Orte birgt oft auch Gefahr.  Leider sind viele wunderschöne Welten auch oft genauso gefährlich. Der Frühlingshof und der Hof der Nacht aus Sarah J. Maas, „Das Reich der sieben Höfe“-Reihe würde ich unglaublich gerne mal mit eigenen Augen sehen. Tödliche Orte, die du getrost von deiner Ferienliste streichen kannst. Oder auf eigene Gefahr hinzufügen.

 

Bist du ein mutiger Mensch? Wann hast du das letzte Mal was zum ersten Mal gemacht und was war das?

Schwer zu beantworten. Mut heißt ja nicht, keine Angst zu haben, sondern sich von ihr nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Ich besitze zum Beispiel den Mut, über meinen begrenzten Horizont hinaus zu schielen. Auch zum Schreiben gehört Mut. Emotionalität setzt meines Erachtens ein hohes Maß an Mut zur Individualität voraus. So ziemlich die meisten Menschen sind aber in eigener Sache schlechte Richter.

Sehr philosophisch, aber dadurch nicht weniger wahr. Mut hat viele Formen.

 

Was machst du, wenn du eine Nacht im Kaufhaus eingeschlossen wärst?

Was sentimentalen Buchhändlerinnen und kopflastigen Kritikern gut gefällt: traurig-melancholische Konsumkritik. Blödsinn. Ich würde panisch die hoffentlich nicht geschlossene öffentliche Toilette suchen.

 

Welche Superkraft hättest du gerne?

Einfach mal kurz unsichtbar werden, indem man sich wie ein kleines Mädchen die Augen zuhält, um andere Menschen zu beobachten, wie sie konkurrieren und wetteifern. Man könnte so viel erfahren, über sie und konkurrieren und wetteifern.

Oder die Fähigkeit die Zeit zurückzudrehen.  Äußerst selten stelle ich mich schließlich etwas tollpatschig an. ;o)

 

Welcher Irrtum kursiert über dich?

Ich würde zur kritischen Selbstreflexion neigen.

 

Was würdest du deinem 10 Jahre jüngeren Ich raten?

Nicht die Zukunft ist erstrebenswert, sondern ein zufriedenes Leben im Hier und Jetzt.   

 

Was wolltest du der Welt schon immer einmal sagen? Raus damit!

Erinnert sich eigentlich noch jemand an den kategorischen Imperativ? Immanuel Kant hat seine Generalformel zum ethischen Handeln wie folgt formuliert: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu”. Haltet euch daran und wir werden alle glücklich werden!

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