Ohrfeige – zeitgenössisches Drama von Abbas Khider

Buchvorstellung

Ohrfeige – zeitgenössisches Drama von Abbas Khider

Icon DramaAward Midlist Bronze IconHeute stellen wir euch einen der Titel vor, die unsere Jurorin Emma S. Rose aus über 100 vorgeschlagenen Titeln (Longlist) in die Midlist Drama des Skoutz-Awards 2016 gewählt hat. Es handelt sich um ein 224 Seiten starkes, im Februar 2016 vom Carl Hanser Verlag veröffentlichtes zeitgenössisches Drama über einen Flüchtling und die langsamen und frustrierenden Mühlen des Asylverfahrens.

Doch seht selbst:

Ohrfeige 1Um was geht’s in Ohrfeige?

Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört.

Als Karim drei Jahre zuvor von der Ladefläche eines Transporters ins Freie springt, glaubt er in Frankreich zu sein. Bis dorthin hat er für seine Flucht aus dem Irak bezahlt. In Wahrheit ist er mitten in der bayerischen Provinz gelandet. – Er kämpft sich durch Formulare und Asylunterkünfte bis er plötzlich seinen Widerruf erhält und abgeschoben werden soll. Jetzt steht er wieder ganz am Anfang. Dieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf? Und damit wird „Ohrfeige“ zu einem Heimatroman der besonderen, vielleicht der ursprünglichsten Art.

Eine besondere Leseprobe könnt ihr hier auf den Verlagsseiten finden.

 

Wie fanden wir Ohrfeige?

Eine emotionale Geschichte mit sehr aktuellem Bezug, auch wenn die Geschichte vor mehr als 10 Jahren spielt. Der Leser erlebt den Frust, den die Warterei, die Ungewissheit, die Ausgrenzung und Anfeindung im Protagonisten auslöst. Ein eindrücklicher Roman, der wirklich zum Nachdenken anregt, und in der aktuellen Diskussion nach unserer Auffassung zur Pflichtlektüre gehören sollte.

Skoutz-Jurorin Emma S. Rose: „Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf?” Dieser Frage widmet sich der Roman, diese Frage ist heute aktueller und dringlicher denn je. Was es wirklich bedeutet, das können nur die wenigsten von uns nachvollziehen und umso wichtiger ist es, sich mit dieser Problematik auseinanderzusetzen.“

Wem verdanken wir Ohrfeige?

1973 wurde Abbas Khider in Bagdad geboren. Auf Grund seiner politischen Aktivitäten saß er mehrmals in Haft. Nach seiner Entlassung gelang ihm 1996 die Flucht. Bevor er 2000 nach Deutschland kam, hielt er als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. In München und Potsdam studierte er Literatur und Philosophie. Seit 2008 hat er bereits den vierten Roman veröffentlicht und wurde schon mit einigen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Damit ihr euch ein besseres Bild von Abbas Khider machen könnt, werden wir versuchen ihn zu besuchen und uns mit ihm zu unterhalten.

Sein Buch könnt ihr unter anderem hier kaufen.

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