Mella Dumont – eine Autorin, die uns alle mondsüchtig machte
Schreiben war ihr zweiter Beruf und ihre Berufung. Mit „Himbeermond“ hatte sie ihren ersten großen Erfolg und ihre Leser konnten davon nicht genug bekommen, ebenso wenig wie von den Nachfolgebänden der Reihe.
6 Bände und zwei Spin-Offs sind es insgesamt geworden.
Für Mella war das Gute jedoch der Feind des Besseren und sie hat viele Plotideen überdacht und wieder verworfen, bis sie jeweils das hatte, was sie selbst überzeugen konnte. Und das konnte Monate dauern und bedurfte nächtelanger kleinstteiliger Plotgespräche. Kompromisse waren nicht ihr Ding. Unter der Dusche, zu jeder Tag- und Nachtzeit … ihre Geschichte zu planen und umzusetzen, war der zentrale Inhalt ihres Lebens und wenige wussten, dass die erfolgreiche Autorin mit den Top 1 Platzierungen ein ungemein scheuer Mensch war. Dass sie hartnäckig an allem gearbeitet hat, was jedes neue Buch zu einem machen würde, das ihre Leser glücklich macht: Cover, Plot, jedes Details … schnell mal einen Roman raushauen, das war absolut nicht ihre Vorstellung davon, was eine Autorin ihren Lesern schuldig ist. Allein die Cover ihrer letzten Bücher haben sie jeweils viele Wochen lang beschäftigt.
Coloring your life
Bei allen Fragen zu ihrer Person, hätte Mella immer auf ihre Bücher verwiesen. Ihr Motto: „Coloring your life“, sagt, was ihr Anliegen war: Farbe in dein Leben bringen! Mellas Bücher haben zigtausende von Leserinnen und Lesern erreicht und obwohl sie eher leicht daherkommen, hatten sie vor allem eine Aufgabe: Sie kreisen um zentrale Bedürfnisse, die wir alle haben: Liebe und Selbstfindung. Mella hat nach der „Mond-Reihe*“ unter anderem auch einen dystopischen Zweiteiler geschrieben, der ihr persönlich sehr wichtig war (“Isle of Seven*“).
In „Als die Zeit vom Himmel fiel*“, hat sie sich mit Problemen von Zeitreisen beschäftigt. Und mit „Engel und Apfelkuchen*“ begann schließlich eine neue Phase, die nachdenklicher und oft ein wenig dunkler war, aber immer getragen von Hoffnung und von der Frage, die sie selbst ihr Leben lang beschäftigt hat: Findet die Protagonistin heraus, wer sie wirklich ist? Erkennt sie ihre Fähigkeiten?
Auch wir selbst haben ihre Bücher geliebt (Rezensionen). Aber eben auch Mella als wundervolle Freundin geschätzt …
Und Mella Dumont als Mensch?
Aber was Mella noch ungeheuer wichtig war, war ihre Familie, allen voran ihr kleiner Neffe. Mella war ein Familienmensch und außerdem, obwohl sie das zuerst selbst gar nicht glauben wollte, eine Katzenmama. Ausgehend von einer aufgenommenen hilfsbedürftigen Katze, hatte sie am Ende fünf davon. Sie hatte gerade erst ein Haus bezogen und es katzengerecht eingerichtet. Weil eine der Katzen aber immer zum vorigen Wohnort zurücklief, war sie viel unterwegs, um die Katze zu sich zu locken und zu verhindern, dass ihr etwas passierte.
Nicht alle wissen jedoch, dass sie promovierte Naturwissenschaftlerin war. So schrieb sie auch zuerst Sachbücher. Ihr erster Roman lag lange in der Schublade. Als sie ihn schließlich veröffentlichte, war es einer mit autobiographischen Zügen, in dem es, wie der Titel schon verrät, um Herzens-Rache geht. Aber da stand ihr großer Erfolg noch bevor, nämlich „Himbeermond“, der sich über 100.000 Mal verkaufte. Und darin beschäftigt sie sich mit dem Aura-Sehen. Sie wurde oft von Leserinnen gefragt, ob sie auch die Aura von Menschen sehen könne. Dann sagte sie immer bedauernd, das könne sie nicht, würde es aber gerne. Die Beschäftigung mit dem Phantastischen und nicht Alltäglichen zieht sich durch all ihre Bücher, aber das war es auch, was sie anfangs lange gesucht hatte: Eine alltägliche Geschichte in dieser alltäglichen Welt zu schreiben. Nur eben mit Fantasy-Elementen.
Das zeigt ihre Sehnsucht und die hat sie ganz offensichtlich mit ihren Lesern gemeinsam:
Farbe, Freunde und Hoffnung in einen manchmal tristen, manchmal wenig schönen Alltag zu bringen! Und das tun all ihre Bücher auch weiterhin!
Es ist ein abgegriffener Satz, dass ein Autor sich mit seinen Geschichten Unsterblichkeit verschafft. Keiner weiß, wieviel davon wahr ist. Aber ganz gewiss haben ihre Geschichten den Weg in die Herzen ihrer Leser gefunden, haben dort Glücksmomente und Nachdenklichkeiten geboren und so dazu beigetragen, dass Mella gewiss nicht vergessen wird.
Mella war bei der Geburt von Skoutz dabei und hat den Skoutz-Award vom ersten Augenblick an mitbegleitet. Als Jurorin haben wir sie interviewt, damals, als alles begann (weiterlesen).
Wer mehr über Mellas Bücher erfahren will, kann sich auf ihrer Homepage* informieren.
Eine ihrer letzten Geschichten ist übrigens in der Love&Respect Benefiz-Anthologie enthalten, mit der wir gemeinsam für Missbrauchsopfer sammeln.





