
Seit einiger Zeit macht Peter Paul Wiplinger „Schachteltexte“. Das heißt: Er beschriftet irgendwelche, ihn in ihrer Form ansprechende Schachteln, oft auch von aufgefaltet oder zu einzelnen Schreibflächen zurecht gerissen, mit Texten, die aus seinem Kopf, beginnend an einer Wortquelle, irgendwie, fast ohne Nachdenken, herausrinnen, und die er niederschreibt. Viele aus aktuellem Anlaß.
Alles ist anscheinend ohne jeden literarischen Anspruch und schon gar nicht genormt und somit nicht eingeengt durch den Zwang zu irgendwelchen literarischen Zugehörigkeitsformen; alles geschieht spontan und unmittelbar, es verweigert sich jeder konventionellen literarischen Erwartungshaltung. Aber der Autor befreit sich dadurch von dem Text und von den Gedanken sowie von den Bildern, die in ihm sind. Nur die Form der Schachtel, d.h. der vorgegebenen Schreibfläche, bestimmt seine Schreibdramaturgie; ebenso bestimmend ist das Schreibgerät, welches er je nach Schachtelgröße und Schachtelbeschaffenheit wählt, um den Text niederzuschreiben.
Alle diese Autographen wurden vom Autor nach künstlerischen Kriterien fotografiert. Die Texte wurden für die Publikation transkribiert und formatiert. Somit wurde eine neue Ganzheit aus Text und Bild geschaffen, in der sich auch sein Ich in seiner Modalität und Identität manifestiert.
| ISBN | 9783854098560 |
|---|---|
| Erschienen | 2017 |
| Autoren | Peter Paul Wiplinger |
| Verlag | Löcker |
| Genre | Contemporary (Zeitgenössische Romane) |
| Ausgabe | Hardcover |





