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Skoutz

Das Ewige an Rom

Cover von Das Ewige an Rom

Geschichten von Rom bis Sylt, von Hamburg bis Berlin: so weit sie auf dem Globus auseinander liegen, so dicht sind sie doch literarisch beisammen in diesem lange vergriffenen Band, der nun endlich als E-Buch des Verlags Expeditionen wieder verfügbar ist.
Was macht ein verantwortlicher Lektor und Herausgeber mit einem ihm zugespielten Manuskript, das fatale Parallelen zu dem Meisterwerk „Fahles Feuer“ des großen Vladimir Nabokov aufweist?
Wieso wird eine Fahrt von Hamburg nach Berlin bei Schneegestöber zu einem aberwitzigen Abenteuer, wenn es noch die DDR-Grenze gibt und Vopos mit Schäferhunden nach Republikflüchtlingen suchen? Eine der wenigen Geschichten über die deutsche Teilung aus der West-Perspektive, die an amerikanischen Unis inzwischen als Lehrstoff gilt.
Doch auch sonst schien damals einiges kaputt in diesem Deutschland. Warum zum Beispiel kann Treier kein frohes Neujahr an der Alster erleben? Und der Komponist Jan Westling, weshalb wird er in Rom seines Lebens nicht froh, obwohl er doch gerade das begehrte Villa-Massimo-Stipendium gewonnen hat?
Überhaupt Italien! Da scheint es, besonders unter Künstlern, ziemlich irre zuzugehen, und die Frage, was verbindet die römische Boheme Anfang der Siebziger mit den letzten noch lebenden Futuristen des Landes? – mit der Short Story „Ciao!“ wird sie authentisch beantwortet.
Im „Epischen Theater“ geht allerlei im Kopf des Protagonisten vor – er benötigt dazu gar keine Bühne! Während in der „Geschichte von der Frau, die im Kopf ein Mann sein wollte“ die Frau ganz offenbar ein Eppendorfer Loft braucht, um sich wirkungsvoll in Szene zu setzen. Da geht’s dann gleich bis New York – aber eben nur im Kopf.
Tja, der Kopf ist ein ziemlich rätselhafter Körperteil, und das Dasein oft reichlich kopflastig. Obwohl alles immer so gegenwärtig scheint. Aber hat es überhaupt je gestimmt? Da fragt sich nicht nur die schöne Mona in den engen Jeans, die in Berlin als Tour Guide arbeitet: Wieso hat dieser Wiefele den Kopf voller Erinnerungen an Berlin, ohne sich zehn Jahre später noch zurecht zu finden?
„Das Ewige an Rom oder Vergebliche Versuche, in Berlin zu landen“ versammelt Geschichten aus den Jahren 1969 bis 1985, geschrieben in Rom, Berlin und Hamburg – ein lebendiges Erzählmosaik aus der Zeit vor der (Wieder-) Vereinigung der beiden Deutschlands, von der Kritik begeistert gefeiert und noch heute kein bisschen gealtert.

ISBN9783940970503
Erschienen2008
AutorenUwe Friesel
VerlagJMB Verlag
Genre
AusgabeHardcover
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