
Eine Familie, Mann, Frau, Kind flüchten aus Rumänien der 80. Jahre und versuchen in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Sie konnten es nicht mehr ertragen, in diesem Land zu leben. Es war wie eine Zwangsvorstellung, der Lüge und dem Verfolgtseins durch das Ceausescu Regime entfliehen zu müssen. Sie schaffen es, aus diesem Alptraum auszubrechen. Angst begleitet sie dabei die ganze Zeit. Angst, dass man sie dabei erwischt, dass man sie für ihre Tat bestraft. Angst, ob sie angenommen werden, ob sie nicht auch hier, im Westen, wegen ihrer Flucht büßen müssen, ob sie überhaupt ankommen können. Ankommen als Antwort auf die Frage, ob sie sich hier zuhause fühlen, ob die neue Sprache ihre Sprache werden kann. Diese Frage stellen sich Anna und Alexandru und hoffen, dass sich die Torre der neuen Heimat für sie öffnen.
Und nach ein paar Jahren kehren sie als Besucher nach Siebenbügen zurück und erleben erneut Grenzen. Grenzen zwischen Ungarn und Rumänien oder Bulgarien und Rumänien aber auch Grenzen, die sie überwinden müssen in den Begegnungen mit Grenzsoldaten, Polizeibeamten und mit einer vergessenen, oder eher verdrängten Art der Begegnung mit Macht und Unterdrückung. Sie können sich nicht wehren, sie sind erneut gefangen in einem System, aus dem sie dachten, geflohen zu sein. Bei jeder Begegnung dieser Art werden
Erinnerungen wachgerufen, Bilder. Wie es, zum Beispiel, Annas Vater an der Front in Russland ging, als er wie gefangen in den Gräben alleine gelassen wurde , oder wie Mia, Annas Mutter, gegen Ende des Krieges, fast nach Russland deportiert gewesen wäre und um ein Haar gerettet werden konnte. Es sind Bilder, die einen in Grenzsituationen überwältigen und manchmal einem helfen, diese Situationen zu überwinden.
| ISBN | 9783750288690 |
|---|---|
| Erschienen | 2020 |
| Autoren | Constantin Sorin Mirel |
| Verlag | epubli |
| Genre | Unklassifizierbar |
| Ausgabe | Hardcover |
| Zielgruppe | Kinder, Jugendliche, Young Adults, Erwachsene, Alle Alter |





