Am 2. Weihnachtstag 1993 geschah auf der Autobahn zwischen Pfingstberg und Joachimstal ein Unfall. Mein Mann starb am Unfallort, während ich völlig unverletzt blieb. Ich konnte mir nie verzeihen, dass ich verträumt zum Seitenfenster hinaus blickte, als der Unfall geschah und dadurch die Unfallursache, die nie erkannt wurde, nicht sah. Ebensowenig konnte ich mir verzeihen, dass ich mich davon abhalten ließ, zu meinem Mann zu gehen, als sich ein Sanitäter erfolglos um ihn kümmerte. All dies bewirkte, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, zu leben. Ich wäre meinem Mann gerne in den Tod gefolgt, doch ich konnte es nicht, weil es Menschen gab, die mich liebten. Sie legten mich in Ketten.
Niemand konnte meine Gefühle verstehen. Alles Gute, was mir geschah, machte mich traurig und alles Schlechte freute mich. Sätze wie „Ein Glück, dass dir nichts passiert ist
| Erschienen | 2016 |
|---|---|
| Autoren | Venthur Astrid |
| Verlag | epubli |
| Genre | Contemporary (Zeitgenössische Romane) |
| Zielgruppe | Erwachsene |






