Von Enttäuschungen und Mißerfolgen entkräftet, erbat Friedrich Rückert im Jahr 1846 vom König Friedrich Wilhelm IV. die Entpflichtung von seiner orientalistischen Professur in Berlin. In ländlicher Isolation stellte er schrittweise seinen Weltverkehr ein – und seine Publikationen, dies jedoch bei fortdauernder Produktion. Erstmals bekamen seine Tagespoesien programmatisch die Aufschrift „Altersverse“. Heute bilden Rückerts „kleine Gedichte“ aus dem Nachlaß – es wurden fast 10 000 in 20 Jahren – das größte Poesie-Werk des 19. Jahrhunderts: ein Protokoll zuletzt einer ganzen Epoche und ihres Vergehens. „Liedertagebuch“ war sein Ausdruck dafür; es wurde ein unvergleichliches Abbild einer menschlichen Tragödie. „Ging‘ es nach mir
| Erschienen | 1970 |
|---|---|
| Autoren | Rückert Friedrich |
| Verlag | Wallstein |
| Genre | Unklassifizierbar |
| Zielgruppe | Young Adults |






