Wie tröstet man Menschen in ihrer Trauer? Verlust kann Neubeginn bedeuten. Doch wer ist in der Lage, eine solch philosophische Haltung im Augenblick des Verlustes, der von Schmerz und Trauer, Schock und Desorientierung gekennzeichnet ist, einzunehmen? Eva Dietsche hat mit Menschen gesprochen, die einen solchen Schmerz durchlebt und durchlitten haben. Ausgehend von diesen Gesprächen hat sie drei Lebensgeschichten aufgeschrieben und Gedichte zum Thema illustriert.
Wie gut kennt man seinen Sohn eigentlich? Das fragt sich eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat. Tagebuchaufzeichnungen lassen sie ihren verschlossenen, nachdenklichen und lebenshungrigen Sohn rückblickend neu entdecken. Ein Mann, dessen Frau gestorben ist, erfährt, was es bedeutet, sich nach dem Tod des geliebten Menschen neu orientieren und finden zu müssen. Nach dem Tod seines Bruder erlebt der Zurückgebliebene bei der Totenwache eine Nähe mit dem Reich des Todes, das ihm die Grenzen der Alltagswahrnehmung vor Augen führt. Dabei entdeckt er auch, wie viel Licht in der Trauer sein kann.
„Im Verlorenen sich neu zu finden
| Erschienen | 1970 |
|---|---|
| Autoren | Dietsche Eva |
| Verlag | Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes |
| Genre | Contemporary (Zeitgenössische Romane) |






