Michael Bauer, Lehrer und Erzähler im 19. Jahrhundert aus der Pfalz erzählt hier von einem Königssohn, der herangewachsen war und stark genug, dass er selbst ein Reich verwalten konnte. Der König sagte eines Tages zu ihm: „Ich werde immer schwächer und du wirst immer stärker. Es ist billig, dass du die Regierung auf dich nimmst. Ich will mit dir das Land umreiten und dir alle Grenzen zeigen. An dir wird es dann sein, zu sorgen, dass dir kein böser Nachbar jemals ein Stück des Reiches entreiße.“
Viele Wochen hatten sie zu reiten, denn das Reich war groß. Der Sohn kam dabei auch in Gegenden, die er vorher noch nie gesehen hatte. Der Vater aber kannte alle angrenzenden Länder und nannte ihm alle Reiche und Könige.
Einmal ritten sie tagelang an einem steilen Grenzgebirge vorüber. Kein Weg, keine Strasse führte in das Gebirge oder aus ihm heraus. Verwundert fragte der Sohn: „Was ist das für ein seltsames Land zu unserer Linken? Warum hält es so schlechte Nachbarschaft, dass kein einziger Weg herüber und hinüber führt?“
„Das Land jenseits des Gebirges
| Erschienen | 2013 |
|---|---|
| Autoren | Michael Bauer |
| Verlag | jürgensendesign |
| Genre | Unklassifizierbar |






