
Roter Faden des vielschichtigen Textes ist die Kaisermelodie Haydns,
von den Deutschen für ihre Nationalhymne adaptiert. Die „Reise nach
Wien“ bedeutet demgegenüber eine Rückkehr zu deren Ursprung, indem sie
dort noch einmal in ihrer wahren Intention und Gestalt erklang: Im
Stephansdom, anlässlich des Begräbnisses der letzten österreichischen
Kaiserin Zita am 1. April 1989. Das Miterleben der damaligen Ereignisse
durch den Autor in einer Mischung aus historischer Chronologie und
fiktionalen Elementen wird durchgängig begleitet von
musikgeschichtlichen Betrachtungen und mehr noch von
geschichtsphilosophischen z. T. auch geschichts-theologischen
Reflexionen über Österreich, Deutschland, die Völker im Südosten
Europas und die jahrhundertelange Funktion der „Casa dAustria“.
Bestimmend ist dabei die These, dass die Donaumonarchie heute mehr denn
je eine bessere Leitidee darstellt als das Modell des in sich
geschlossenen Nationalstaates, auch wenn die konkrete imperiale
Ausformung durch das Haus Habsburg durchsetzt war von tragischen
Schicksalsschlägen, aber auch von politischen Fehlentscheidungen und
persönlichem Versagen. Und dennoch bewahrte das Gebilde unter den
Schwingen des Doppeladlers unendlich viel aus der Tradition des
„Heiligen Römischen Reiches
| ISBN | 9783866851894 |
|---|---|
| Erschienen | 2009 |
| Autoren | Paul Ludwig Sauer |
| Verlag | Geest-Verlag |
| Genre | Unklassifizierbar |
| Zielgruppe | Young Adults |





