Vorbeischauen Vergleichen Verlieben

Skoutz

Wir sind Frauen. Wir sind viele. Wir haben die Schnauze voll.

Cover von Wir sind Frauen. Wir sind viele. Wir haben die Schnauze voll.

Ausgehend von Valerie Solanas „Society of Cutting up Men“ und Simone de Beauvoir stellt Ilse Kilic in „Soll man das Y verbrennen?“ programmatische Überlegungen zur Geschlechterdefinition an. Juliane Adler treibt in ihrem Text „Getragenwerden“ das Thema Angewiesenheit wörtlich auf die Spitze. Helga Pregesbauer greift Rollenzuschreibungen auf Kriegsdenkmälern auf, um in „von den Helden“ Geschlechterverhältnisse im Krieg zu kritisieren. In Eleonore Webers „Das Kind, das ich nie hatte“ wirft der Gedanke an Prokreation allgemein die Frage nach dem Weitergehen des eigenen Lebens und dem Fortschreiten der Zeit auf. Annett Krendlesberger legt in „ziellos“ die Anrufungen und Körpernormen, die an einen übergewichtigen Teenager herangetragen werden, offen. Mit „Vagina á la Jetery – Im Mund schlafen Sätze.“ stellt Gerda Sengstbratl ein sprachlich dichtes Inventar einer weiblichen Sprache auf. Im Zwischenraum der Sätze öffnet sich der Raum für eine unverwechselbare Position des eigenen Ich.

Von einem Existenz und Biografie verschiebenden Zeitsprung sowie einer sisyphusartigen Fahrradfahrt zur Mutter in die Vergangenheit handeln die beiden Prosatexte von Isabella Breier. Selbstbestimmung ist das Thema in den Texten von Beatrix Kramlowsky. Der Ausschnitt aus Eva Schörkhubers Roman „Quecksilbertage“ ist ein Streifzug einer jungen Frau durch städtische Räume. Prekarität, die Materialwelt eines Baumarktes und die nationalsozialistische Vergangenheit Wiens werden zu Gegenständen intensiver Reflexion und Betrachtung. In Regina Hilbers Gedichten werden die Beziehungen und Verwerfungen der Geschlechter anhand von Naturbildern subtil verschoben und sprachlich durchdekliniert. Insgesamt ergibt sich aus den unterschiedlichen Zugängen ein vielstimmiges Statement von Autorinnen zum Status quo 2015.

ISBN9783950406801
Erschienen2016
AutorenJuliane Adler
VerlagEdition fabrik.transit
Genre
AusgabeHardcover
Suchen beiAmazonThaliaAnzeige — für Käufe über diese Links erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Dieses Buch bewerten

+20 Federn — dieses Buch hat noch niemand bewertet. Für die erste Kurve gibt es das Doppelte. Federn werden einem Konto gutgeschrieben — bewerten kannst du auch ohne.

Du bist nicht angemeldet — das geht trotzdem. Deine Bewertung wird kurz gesichtet und dann freigeschaltet.

Achsen, zu denen du nichts sagen möchtest, einfach auf „keine Angabe“ lassen — das verfälscht den Durchschnitt nicht.

Lesbarkeit anspruchsvoll leicht zu lesen
Stimmung heiter traurig
Zielgruppe jugendlich erwachsen
Gewalt brutal gewaltfrei
Erotik harmlos erotisch

Wir sagen dir Bescheid, sobald deine Bewertung freigeschaltet ist. Danach wird die Adresse gelöscht; gespeichert bleibt nur eine Prüfsumme, damit niemand mehrfach für dasselbe Buch abstimmt.


← Zurück zur Buchsuche

Zuletzt bewertet

Fleißigste Leser

  1. 1skoutz100 🪶
  2. 2Dennis Bönninger40 🪶

Mit einem Konto sammelst du selbst Federn — fürs Bewerten, Rezensieren und Ergänzen.

Willkommen zurück

Mit Google anmelden

oder

Passwort vergessen?

Noch kein Konto? Jetzt registrieren