zu Besuch bei Oliver Pätzold

Heute darf ich den Autor Oliver Pätzold aka Andreas Otter mit meinen Fragen bombardieren und bin schon sehr gespannt, welche spannenden Dinge er uns verraten wird. Oliver Pätzold ist ein Chamäleon unter den Autoren und nicht nur in einem Genre zu Hause. Neben seinen dystopischen Thrillern hat er bereits zwei historische Romane veröffentlicht und auch einen Fantasy-Roman.

Doch lest selbst:

Zu Besuch bei Oliver Pätzold, der eine emotionale Bindung zu seinen Protagonisten aufbaut und ihre Höhen und Tiefen mit ihnen durchlebt…

 

Was ist dein »Sprit« beim Schreiben, woher nimmst du deine Ideen?

Die können während der unterschiedlichsten und alltäglichsten Momente entstehen. Beim Schwimmen, beim Sport.

Du scheinst ja sehr sportlich zu sein. Super!

Wenn ich irgendetwas sehe, dass ich in Verbindung mit einem meiner Handlungsstränge eines aktuellen Romans bringen kann.

Also kann es im Prinzip echt alles sein. Da hast du unerschöpfliche Möglichkeiten 😉

 

Was würdest du tun, wenn du nicht mehr schreiben könntest?

Hm. Vermutlich aus Frust umso mehr Bücher lesen?

Na, da gäbe es schlimmere Möglichkeiten 🙂

Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube nicht, dass diese Lücke mit anderen Interessensgebieten zu schließen wäre.

Wenn es eine so große Leidenschaft ist, wohl eher nicht.

 

Zu welchen Anlässen hast du schon überlegt, mit dem Schreiben aufzuhören?

Ich hatte einen solchen Gedanken noch nie. Da müsste schon sehr viel passieren.

Das wollen wir mal nicht hoffen!

 

Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Der Abschlusssatz meines historischen Romans »Stadt der tausend Könige«.

Daneben gibt es weitere sehr emotionale Momente (z.B. die Darstellung von Sarahs traumatischen Reaktionen im zweiten Teil von »Die Letzten«).

Du scheinst ein sehr emotionaler Autor zu sein. Das finde ich gut 🙂

Als Autor habe ich eine sehr enge Beziehung zum Großteil meiner Protagonisten. Lasse ich jemanden sterben oder geschieht großes Unheil, leide ich mit. Nach einem Jahr des Schreibens an „Stadt der tausend Könige“ konnte ich mich nur schwer von der Geschichte mit all ihren Personen darin trennen.

Das ist auch eine lange Zeit. Da baut man sicherlich gewisse Beziehungen auf…

 

Wie viel Autobiografie steckt in deinen Geschichten?

Abgesehen von den fiktiven Rahmenhandlungen: Vermutlich mehr, als mir bewusst ist. Mitglieder meiner Familie teilen mir manchmal mit, diese oder jene Figur hätte ähnliche Verhaltensweisen wie ich. Dann kommt natürlich erst mal ein »eeeecht?« Aber wenn ich es mir dann überlege, stimmt es meistens.

Unbewusst lässt wohl jeder Autor seine Erfahrungen und Gefühle einfließen. Ich würde sagen: Menschlich 🙂

Und erst viel später habe ich erkannt, dass die Hauptprotagonisten meiner Romane auf unterschiedlichste Art und Weise einige Aspekte von mir in sich tragen.

 

Was wäre das größte Kompliment, das man dir als Autor machen kann?

Wenn ein Leser schreibt, durch mein Buch hätte sich etwas in seinem Leben verändert.

Das ist aber auch etwas Besonderes!

 

Wer ist für dich dein idealer Leser?

Der unvoreingenommen an die Geschichte herangeht, Fantasie und Geduld hat und sich nicht durch seinen eigenen, festgefahrenen Blickwinkel selbst im Weg steht.

🙂

 

Bei welchem deiner Protagonisten würdest du den Beziehungsstatus mit dir als »schwierig« bezeichnen?

Bei Ramses II. aus »Der Fischer und die Königin«.

Ich frag lieber nicht weiter nach, weshalb 😉

 

Und zum Schluss: auf welche Frage in einem Autoreninterview möchtest du einfach nur mit »Ja« antworten?

Macht es dir Spaß, Leser zu unterhalten?

Und deinen Lesern macht es Spaß, von dir unterhalten zu werden.

Lieber Oliver, vielen Dank für das nette Gespräch. Wir sind leider schon am Ende und ich hätte mich noch viel länger mit dir unterhalten können. Ich wünsche dir für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs viel Erfolg und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja in Frankfurt zur Verleihung des Skoutz-Award wieder.

 

Hier könnt ihr Oliver Pätzold treffen:

Oliver Pätzold auf Facebook

 

Skoutz Lesetipp: Die Letzten: Verlust – Band 2 des spannenden Endzeitthrillers

Ein Jahr nach dem Ausbruch einer verheerenden Pandemie finden Robert, seine Kinder Hanna und Alexander sowie Sarah Zuflucht in einer Burggemeinschaft. Doch das Schicksal ist unbarmherzig: Wasser wird zur Mangelware und eine feindliche Gruppe belagert die Festung. Um dem drohenden Tod zu entgehen, müssen die Bewohner fliehen.
Während sich Hanna, Alexander und Robert auf ihrer Flucht gemeinsam durch eine sterbende Welt kämpfen, muss Sarah auf sich allein gestellt ihre größten Ängste besiegen. Denn sie ist nicht die Einzige, die überleben will. Und sie alle werden von einem neuen, unsichtbaren Feind bedroht …

Skoutz meint: Eine gelungene Fortsetzung, die den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt. Der Autor schafft auch diesmal wieder die Spannung actionreich, aber auch gefühlvoll, aufrecht zu erhalten und man fiebert bis zum Ende mit. Sprachlich steht der zweite Teil dem ersten in Nichts nach und das beängstigende Szenario wird erneut sehr realistisch und fesselnd beschrieben. Eine Dystopie, die nicht nur Thriller-Fans gefallen wird.

 

Hinweis:

Die Letzten: Zerfall ist ein dystopischer Endzeit-Thriller von Oliver Pätzold, der ein erschreckend reales Szenario thematisiert und genau daraus seine Stärke zieht. Unsere Crime-Queen Daniela Arnold war so begeistert, dass sie den Titel aus fast 300 vorgeschlagenen Büchern der Longlist Crime 2017 für die Midlist Crime 2017 des Skoutz-Awards nominiert hat. Wir haben uns die Story für euch genauer angesehen und vorgestellt. (weiterlesen)

 

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