zu Besuch bei: Natalie Rabengut und Mia Kingsley

Banner Rabengut(c) des Bannerbildes: Anatol Misnikou / Shutterstock

 

Natalie Rabengut (oder eben ihr Pseudonym Mia Kingsley) zählt zu den Kollegen, die ich persönlich kenne – in diesem Fall über unsere gemeinsame Freundin Drucie Anne Taylor, mit der ich auf diversen Messen schon herzlich über alles Mögliche (und einiges Unmögliche lachen konnte) und die zu besuchen ich mich schon deshalb freue, weil ich die selbsternannte Zwerghamsterdompteuse endlich einmal bei der Arbeit beobachten will.

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Zu Besuch bei Natalie Rabengut, die Farbe in die Dark Romance bringt

 

Rabengut Kinglsey PORTRAITWas ist dein »Sprit« beim Schreiben, woher nimmst du deine Ideen?

Aus den täglichen Beobachtungen des Alltags, aus Urlauben, Büchern und Serien.

Wie darf ich mir das vorstellen?

Ich suche schon seit einigen Büchern die Möglichkeit, den Teddy aus der Nachbarschaft unterzubringen. In unserer Nachbarschaft parkt ein Kleinwagen, auf dessen Beifahrersitz immer ein großer, rosafarbener Teddybär sitzt. Also wirklich ein riesiges Plüschtier, wie die, die man auf der Kirmes an der Losbude als Hauptgewinn ergattern kann. Aber das Auto ist so klein und der Teddy nimmt so viel Platz weg, dass ich gar nicht anders kann, als mich zu fragen: Was steckt dahinter?

Ich könnte mir vorstellen, dass der Teddy von einem Plotbunny-Dämon besessen ist und mit dem Autobesitzer einen Pakt geschlossen hat, vor deine Augen gesetzt zu werden, damit er an dich herankommt. Ob das jetzt eine Kindergeschichte wird oder ein Drama, weil der Teddy das letzte ist, was der Fahrer seiner Geliebten unmittelbar vor deren Tod geschenkt hat, oder eine Fantasygeschichte wie TED, weil der Freund von der Fahrerin eifersüchtig ist und der Bär deshalb im Auto … Ups. Jetzt hat der Plotbunny-Dämon wohl mich angefallen.

Aber du siehst … die Story klingt spannend.

 

Was würdest du tun, wenn du nicht mehr schreiben könntest?

Sterben.

Das – ich hoffe, du trägst die Nachricht mit Fassung – wirst du auch, wenn du schreibst. Es ist nur eine Frage des Timings.

 

Zu welchen Anlässen hast du schon überlegt, mit dem Schreiben aufzuhören?

Noch nie. Mir fällt auch absolut nichts ein, was das bewirken könnte.

Doch sterben. Wir geraten hier gerade in eine recht morbide Schiene. Ich könnte mir vorstellen, mit genug Alkohol ließe sich auch ein schreibunfähiger Zustand herbeiführen.

 

Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Es ist natürlich immer traurig, wenn meinen Figuren etwas Schlimmes zustößt oder zugestoßen ist, aber bisher war ich emotional beim Schreiben noch nicht sonderlich involviert.

Echt? Wieso? Also, wie machst du das?

Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Geschichte vorher lange in meinem Kopf bastele und dann nur noch herunterschreibe. In diesem Moment ist mein Gehirn eigentlich schon mit der nächsten Story beschäftigt und leidet nicht mehr so schlimm mit.

Was für ein perfider Trick….

 

Wie viel Autobiografie steckt in deinen Geschichten?

Eigentlich wenig, wenn es nicht um Brokkoli geht. Und ja, das lasse ich jetzt einfach so stehen.

Und ich muss mit dem Plotbunny-Dämon allein zurecht kommen? Das ist deiner!
Kusch! Pfui! Aus!!!

 

Was wäre das größte Kompliment, das man dir als Autor machen kann?

»Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.«

Da du nicht aufhören kannst, zu schreiben, ist das nur konsequent. :)

 

Wer ist für dich dein idealer Leser?

Ich glaube nicht, dass es so etwas wie den idealen Leser gibt.

Marketingtechnisch könnte ich jetzt gelehrt von Zielgruppenanalyse und so daherreden. 🙂

Bei mir sind alle gleichermaßen willkommen. Jeder, der unterhalten werden und für ein paar Stunden die schnöde/traurige/langweilige Realität vergessen möchte, ist herzlich eingeladen.

Jetzt bist du aber streng mit der Realität – zumal dir die doch die Ideen liefert. *g*

 

Bei welchem deiner Protagonisten würdest du den Beziehungsstatus mit dir als »schwierig« bezeichnen?

Seufz.

Ich habe nie behauptet, dass die Fragen einfach sind.

Ich bin zu rational für solche Fragen, weil ich nicht an das Eigenleben der Figuren glaube. Bei mir machen/sagen die Figuren, was ich ihnen vorschreibe und die Geschichte verläuft, wie ich es mir überlegt habe.

Macht nichts. Gilt trotzdem, denn letztlich sind doch auch dann Protagonisten zu beschreiben, in die man sich bei der Konzeption leichter oder eben auch schwerer hineinversetzen kann; die einem mehr oder weniger sympathisch sind.

 

Und zum Schluss: auf welche Frage in einem Autoreninterview möchtest du einfach nur mit »Ja« antworten?

»Sollen wir jetzt aufhören mit dem Interview?«

Können wir. Lass uns was Essen gehen.  🙂

 

 

Hier könnt ihr Natalie Rabengut/Mia Kingsley treffen

Natalie Rabengut auf Facebook
Autorenhomeage von Natalie Rabengut

Mia Kingsley auf Facebook
Autorenhomepage von Mia Kingsley

 

Rabengut - Kingsley COVERSkoutz-Lesetipp: Sinister – Finsteres Begehren  – BDSM-Erotik von Mia Kingsley

Er ist böse. Er ist düster. Er ist brutal.
Und ich kann nicht genug von ihm bekommen.
Meine Freundinnen wollten herausfinden, wer den neuen Typen im abgelegenen Haus am Ende der Straße verführen kann. Ich habe nur mitgemacht, um den Schein zu wahren, aber seine dunkle Anziehungskraft hat mich überwältigt. Deswegen habe ich in seinem Garten herumgeschnüffelt.
Das war ein Fehler.
Ein großer Fehler.
Der beste Fehler, den ich jemals gemacht habe.

Skoutz meint: Nachdem wir mit Natalie/Mia auf der R4U in Kempten länger über das Buch und seinen Erfolg gesprochen haben, waren wir neugierig und haben es genauer angeschaut … Die Warnhinweise sind berechtigt, aber ganz so schlimm kommt es dann doch nicht – das Buch ist kein Psychothriller mit Erotik, sondern bleibt Romance mit provokanten Szenen. Spannend ist, wie in einer schnell als „abartig“ klassifizierten Beziehung eben doch Gefühle entstehen können – und so wie das hier geschildert wird, ist das handwerklich so gut gemacht, dass viele, viele Genre-Leser schlichtweg begeistert sind.

 

The Other SideHinweis:

Mit „The Other Side: Sein Besitz“ hat Natalie Rabengut unsere Jurorin Charlotte Taylor so begeistert, dass diese den mit feiner Ironie gespickten BDSM-Roman aus über 100 vorgeschlagenen Titeln (Longlist) in die Midlist Erotik des Skoutz-Awards 2016 gewählt hat. Von dort aus hat das Buch es dann geradewegs mit der Unterstützung der Leser und der restlichen Skoutz-Jury in die Shortlist und damit die letzten 3 des Genres geschafft.

Wir haben die ungewöhnliche Geschichte über zwei dominante und starke Persönlichkeiten genauer untersucht und empfehlen allen das Buch, die sich näher mit Frage befassen möchten, wer sich zuerst unterwirft – die Domina oder der Dom  (weiterlesen).

Natalie Rabengut zu unserer Frage, warum man ihr Buch wählen sollte:

Na hoffentlich, weil es gefallen hat. 😀

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