zu Besuch bei Kate Franklin

Heute bin ich bei der charmanten Kate Franklin zu Besuch, die mit ihren sinnlich-prickelnden Liebesromanen die Leser begeistert. Ich bin schon ziemlich neugierig auf die Autorin, die offen zu ihrer Passion für Nagellack, Bücher und Schokolade steht. Mal sehen, was ich ihr in gemütlicher Runde bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen so alles für Geheimnisse entlocken kann. Wenn ihr Kate Franklin auch mal treffen wollt, dann habt ihr bei der LBM die Chance dazu. Am Freitag, den 16.3.18, habt ihr zwischen 13.30 Uhr und 15.00 Uhr die Chance, sie am Skoutz-Stand (Halle 2 J310) zu besuchen.

 

Zu Besuch bei Kate Franklin, deren Geschichten direkt aus dem Herz kommen …

 

Beschreibe dich in einem Wort!

verrücktverträumtromantischchaotisch

*lach* mit dem Wort würdest du alle beim “Galgenmänchen-Spiel” verrückt machen …

 

Strukturierter Planschreiber, Bandenmitglied oder kreativer Chaot – was ist dein Schreib-Erfolgs-Konzept?
Von der Idee zum Buch, wo findet man deine Gedankenschnippsel und Notizen überall? Wie hältst du es mit Recherchen, vorher Plotten oder einfach schreiben? Hast Du Schreibbuddies, kämpfst du allein oder brauchst du den NaNo, WordWars und Co.?

 

Kreativer Chaot trifft es eigentlich am besten 😉

Das Genie beherrscht das Chaos … Dennoch wirst du ja eine gewissen Struktur haben, auch wenn die von anderen nicht als solche wahrgenommen wird … 😉 

Gedankenschnipsel und Notizen zu aktuellen Projekten finden sich in erster Linie in meinem Kopf, in zweiter Linie in Form eines Notizbuches samt irrsinnig vieler loser Zettel wild verteilt auf meinem heimischen Schreibtisch.

Ich kenne das zu gut … Und wie sieht es mit motivierenden Schreib-Events und ähnlichem aus?

Den NaNo habe ich tatsächlich einmal mitgemacht, im Juli 2016. Da hatte ich es geschafft, mein erstes Buch zu beenden. Inzwischen kann ich mich ganz gut selber unter Druck setzen 🙂

Aber du bist keine überzeugte Einzelkämpferin an der Tastatur, oder?

Derzeit schreib ich allein, liebe es aber genauso, an Gemeinschaftsprojekten zu arbeiten – die Dynamik, die sich da entwickelt, ist einfach unbeschreiblich. Ich hab eine Handvoll Schreibbuddies, die ich nicht mehr missen möchte und mit denen man sich herrlich anstacheln und zu Höchstleistungen treiben kann.

 

 

Welche Taste ist die am meisten abgenutzte auf deinem PC?

Wenn ich jetzt sage, dass die alle noch recht gut aussehen, habe ich entweder eine verdammt hochwertige Tastatur oder aber ich schreibe zu wenig .. *grübel* …

… oder ein Samtpfötchen, das nur ganz sanft drübergleitet …

 

Wenn eine Fee dir einen perfekten Autorentag anböte, wie sähe der aus?

Also, da wäre zunächst das Frühstück mit meinen Protagonisten. Die würden dann mal so richtig aus dem Nähkästchen plaudern. Ich würde, immer mal nickend und am Kaffee schlürfend, Notizen machen, die Jungs anschmachten, den Mädels zulächeln und mich danach stillschweigend verkrümeln, um alles aufzuschreiben 😉

Bei so vielen Gästen solltest du dir aber unbedingt noch jemanden wünschen, der den Kaffee nachschenkt und danach Frühstücksspuren beseitigt 🙂 Ansonsten finde ich den Gedanken recht spannend und würde gerne bei euch am Tisch sitzen … Ich kümmere mich dann um deine Jungs, wenn die Mädels zum Shoppen aufbrechen und du schreiben musst 🙂 *seufz*

Nein, im Ernst, ich weiß nicht, ob es so etwas wie den „perfekten Autorentag“ gibt. Ich bin soweit weg vom Perfektionismus wie die Erde vom Mond.

 

Wie viel Autobiografie steckt in deinen Geschichten?

Hm … Also … Hmmm … Es wäre gelogen, zu sagen, dass nicht hier und da ein wenig Kate in meine Hauptdarstellerinnen einfließen würde. Natürlich werde ich das nicht spezifizieren 😉

Schade, jetzt hatte ich mich schon auf kleine, schmutzige Details gefreut 😉

Aber ja, doch, es gibt durchaus Charaktermerkmale bei der einen oder anderen Protagonistin, die meinen ähneln. Was die Geschichten selbst angeht, die sind alle von vorn bis hinten erstunken und erlogen und haben rein gar nichts autobiografisches 😉

 

Was ist dein Geheimrezept, um die Muse anzulocken und Schreibblockaden (große und kleine) zu überwinden?

Eine „Schreibblockade“ habe ich eigentlich nur, wenn ich mal ein zu große Pause eingelegt und den Bezug zum Text verloren habe.

Passiert so etwas oft?

Das passiert immer mal wieder.

Und was machst in so einer Situation?

Dann lese ich mich wieder ins Manuskript ein, fühle mich in die Protagonisten, jammere bei meinen Schreibbuddies und dann läufts wieder.

Also ich muss ja schon sagen, dass ich jetzt erwartet hätte, dass du das ultimative Lockmittel Schokolade erwähnst. Ich dachte, du bist bekennender Schokoladen-Liebhaber? Oder ist das nur zu deinem Vergnügen und hat nichts mit der Musen-Beglückung zu tun????

Schokolade dient bei mir weniger der Musen-Beglückung, als mehr der Beruhigung meiner Nerven, wenn es meine Protagonisten mal wieder zu weit treiben und alles aus dem Ruder zu laufen droht 😉 Es hilft tatsächlich, ein Stück leckerste Lieblingssschokolade langsam auf der Zunge schmelzen zu lassen, dann sieht die Welt schon wieder wesentlich gelassener aus 😀

 

Welchen Anteil hat das reine Schreiben im Autorenjob und was gehört noch dazu?
Wie viel Zeit hängt in Vorbereitung, Überarbeitung, Cover (Wie kommst du zu deinen Covern?), Marketing, Leserkontakt (Was machst du da alles?)?

Es ist schon so, dass die meiste Zeit natürlich ins Schreiben gesteckt wird. Das ist ein Prozess, der bei mir gut und gern mal ein paar Monate dauern kann, bis ich ein Manuskript beende.

Was passiert dann und wie viel Aufwand nimmt das in Anspruch?

Alles andere, Überarbeitung, Korrektorat, nochmal Überarbeitung etc ist nicht weniger aufwändig, nimmt aber dafür weniger Zeit in Anspruch. Also bei mir ist das so, da hat ja jeder seinen ganz eigenen Herangehensweisen.

Und das Titelbild? In welchem Schritt kommt das?

Das Cover steht bei mir witziger Weise immer recht am Anfang. Ich brauche ein Gesicht zum Buch. Was die Erstellung von Covern angeht, so habe ich schon mit verschiedenen Coverdesignern zusammengearbeitet und versuche mich ab und zu selber daran. Das Cover zu „Limitless – Außer Kontrolle“ zum Beispiel habe ich selbst erstellt.

Welchen Stellenwert haben für dich Social-Media und andere Werbemaßnahmen?

Marketing und der Kontakt zu Bloggern und Lesern, aber auch anderen Autoren ist für mich immens wichtig. Ich liebe es, zu netzwerken, zu kommunizieren und Kontakte zu pflegen. Letztlich eine Win-Win-Situation für alle Seiten.

 

 

Was macht für dich ein gutes Buch aus?
Was ist da dein Anspruch als Autor aber auch von der anderen Seite her als Leser, kann man als Autor überhaupt noch ohne den inneren Lektor lesen?

Auch wenn es schwer fällt, den „inneren Lektor“ (sehr geil 😊 ) beim Lesen auszuschalten, so versuche ich doch, immer als Leser zu lesen und nicht als jemand, der selber Bücher schreibt und dies das jenes gaaaanz anders machen würde.

Schön formuliert, aber was heißt das genau?

Ein gutes Buch reißt mich mit der ersten Zeile mitten ins Geschehen und lässt mich nicht mehr los. Es zwingt mich, die Nächte durchzumachen, obwohl ich eigentlich schlafen will. Weiterzulesen, obwohl im Hintergrund der Haushalt wartet.

Wobei es schon ziemlich nervig ist, wenn die Wäsche oder der Abwasch aus dem Hintergrund unqualifiziert dazwischenmotzen … hach, mit diesen guten Büchern ist es doch immer das gleiche .. Aber entschuldige, ich habe dich unterbrochen 🙂

Und es lässt mich zurück mit diesem „Wow, was war das denn“-Gefühl.

 

Welche Gefahren lauern im Alltag auf deine Manuskripte, was kann dich von deiner Geschichte trennen?
Was hält dich vom Schreiben ab, womit prokrastinierst du am liebsten?

Öhm … gar nichts? 🙂

Als Chaot??? *Die Augenbraue fragend hochzieht und schräg guckt*

Nein, das ist natürlich Quatsch. Ich bin leider jemand, der sich nur allzu gern von allem möglichen ablenken lässt … Allen voran die sozialen Medien, die einiges an Aufmerksam fordern, damit sie nicht eingeschnappt die Reichweite einschränken.

Der Zuckerberg mal wieder, der Schlimmling 🙂 Stell dir mal vor, wie produktiv man ohne diesen ganzen Reichweitedruck wäre … 😉

Und dann natürlich das Leben an sich, das lebt sich nicht von allein, da will ich schon auch ganz gern dabei sein 😉

Du würdest sicher auch sehr fehlen …

 

Und wenn du mal den Kopf freibekommen willst, womit beschäftigst du dich dann am Liebsten?

Ich fotografiere gern, liebe es, Momente in Bildern festzuhalten. Leider fehlt mir die Zeit dafür, weil ich inzwischen mehr schreibe, als dass man mich mit der Kamera rumflitzen sieht.

Was hast du am liebsten fotografiert? Landschaften? Menschen? Situationen?

Ich fotografiere so ziemlich alles, was bei 3 nicht weggerannt ist 🙂 Am liebsten Landschaften (weil die „stillhalten“) und am allerliebsten Makro. Ich liebe Detailaufnahmen. Ab und zu erwische ich aber tatsächlich auch die eine oder andere Situation, oder einen Augenblick, den es festzuhalten lohnt. Und mit der richtigen Kameraeinstellung werden bekomme ich auch die ständig herum flitzenden Kinder ganz gut abgelichtet 😉

 

Bei welchem deiner Protagonisten würdest du den Beziehungsstatus mit dir als »schwierig« bezeichnen?

Mit keinem. Der Beziehungsstatus wäre mit all meinen Jungs „schwer verloved“ 😊

verloved … I like 😉

 

Wie groß ist dein SUM (Stapel ungeschriebener Manuskripte) und wie gehst du mit ihm um?
Wie viel Zeit braucht ein Buch von dir? Schreibst du eins nach dem anderen oder an mehreren zugleich nach Laune, brauchst du Projektpausen? Wie viele VÖs planst du im Jahr und wie viele werden es tatsächlich?

Mein „SuM“ ist … hmpf, groß … sehr groß und irgendwie landen auch immer wieder neue Ideen darauf.

Ehrlich gesagt hätte ich bei einem kreativen Chaoten nichts anderes erwartet. Deine Muse scheint wirklich keine Schokolade zu brauchen … Vielleicht ist sie als Kind in den Schokokessel gefallen … Schau, kaum bin ich bei dir, schweife ich dauernd ab … Also weiter 🙂

Sind diese typischen Autoren-Hirnregionen erst einmal in Betrieb, sind sie kaum zu stoppen …

Und wo archivierst du das? Schublade handschriftlich? oder doch eher digital?

Die Ideen sammle ich in einem Ordner auf meiner Festplatte. In einem Ordner habe ich nur Ideen für Titel … ich könnte Bücher schreiben ohne Ende 🙂

Ich nehme Zuckerberg nachher mit, dann kannst du dich austoben 🙂 

Wie viel Zeit ich für ein Buch brauche, hängt immer auch ein bißchen von meiner Zeit ab, die mir im Alltag zur Verfügung steht (ich bin keine Vollzeitautorin) und von der Geschichte selbst. Mal geht es besser von der Hand, manchmal weniger gut. Letztlich kann zwischen 4 Wochen und einem Jahr bei mir so ziemlich alles möglich sein 😉 In der Regel wird es sich aber auf 4-6 Monate einpendeln.

Schreibst du mehrere Projekte parallel oder immer nur eines nach dem anderen?

Derzeit schreibe ich immer nur an einem Projekt. Letztes Jahr hatte ich den Fall, dass da plötzlich mehrere Sachen am Start waren, die alle geschrieben werden wollten und mich fasziniert haben. Aber das kann ich nicht dauerhaft stemmen, daher beschränke ich mich aktuell wieder darauf, nach und nach zu arbeiten.

Also doch ein wenig Struktur im Chaos 🙂 Nimmst du dir auch mal kreative Auszeiten?

Projektpausen … Erst kürzlich hatte ich ein Manuskript fertiggestellt und mir eine Pause vorgenommen, verordnet, wie auch immer. Noch am selben Abend standen 2500 Wörter für ein neues Projekt zu Buche … Soviel zu Projektpausen 🙂

Aber mal im Ernst, hast du ein festes Ziel, wie viele Veröffentlichungen du im Jahr schaffen willst? Kannst du das planen?

Was dieses Jahr oder generell jährlich an Veröffentlichungen kommt, kann ich nicht sagen. Ich plane diesbezüglich nichts und schreibe, was mir in den Sinn kommt. Gut möglich, dass es in diesem Jahr vielleicht 3 VÖs werden, vielleicht aber auch nur 2, oder doch 4 … who knows 😉

 

 

Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Was war die ungewöhnlichste, kurioseste oder verrückteste Sache, die du als Autor jemals erlebt hast?

Es gibt immer mal kuriose Ereignisse … eine verrückte Sache entsteht hier gerade im Hintergrund *TOP SECRET* 😊

Du weißt, wie man Spannung erzeugt und die Neugier entfacht … *tztztz*

In einem Gemeinschaftsprojekt entstand mal ein Dialog mit der Co-Autorin, weil ich mit meinem Part nicht weiterkam. Wir waren so in unsere Rollen geschlüpft, haben wild diskutiert, dass ich am Abend den ganzen Dialog nur noch Copy&Paste ins Manuskript übertragen und ein wenig ausgeschmückt habe. Letztlich hat er ein ganzes Kapitel gefüllt und ich amüsiere mich heute noch darüber.

 

Wie definierst du Erfolg?
Wie stehst du zu Bestseller-Listen und anderen Rankings? Oder zu Literaturpreisen? Und was wäre das größte Kompliment, das man dir als Autor machen kann?

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich Bestseller-Listen und Rankings gänzlich kaltlassen würden. Natürlich tun sie das nicht. Sein eigenes Buch in den Top100 der Kindle-Charts wiederzufinden, sorgt für Schmetterlinge im Bauch (zumindest bei mir).

Das geht sicher anderen auch so 🙂

Das größte Kompliment macht mir jeder, der eines meiner Bücher liest und es vielleicht auch noch gut findet. Leserfeedback zu bekommen, ist unheimlich wichtig, nur so kann man sich verbessern und immer wieder motivieren.

 

Und zum Schluss: auf welche Frage in einem Autoreninterview möchtest du einfach nur mit »Ja« antworten?

„Kaffee?“ 😉

Die Frage würde ich gerade auch mit Ja beantworten, der Kuchen schmeckt so einfach doppelt so gut 🙂

Vielen Dank, liebe Kate Franklin, für den tollen Mittag. ich hatte wirklich sehr viel Spaß und freue mich schon riesig, dich in Leipzig wiederzusehen. Wenn ihr Lust habt, die quirlige Romance-Autoren zu treffen, dann besucht sie doch am 16.3.18 zwischen 13.30 Uhr und 15.00 Uhr auf der #LBM18 an unserem Skoutz-Stand (Halle 2 J310). Wir freuen uns auf euch.

 

 

 

 

 

 

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