zu Besuch bei: Babsy Tom

zu Besuch bei: Babsy Tom

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Heute war ich mal wieder in Berlin, und zwar um Babsy Tom zu besuchen, die für ihre wunderbare Liebeskomödien völlig zu Recht von Poppy J. Anderson aus über 300 Titeln in die Midlist Romance gewählt wurde. Wir saßen sehr nett beisammen und waren uns als bekennende Schokoholiker auch gleich sympathisch. Unsereins erkennt sich nämlich am Geruch und dem steten leicht gierigen Glanz in den Augen. Doch natürlich haben wir auch über Bücher gesprochen.

 

Icon Romance

Zu Besuch bei Babsy Tom, die auch bei Bittertönen lachen lässt

 

Babsy Tom Portrait

(c) Studioline Berlin

Was ist dein »Sprit« beim Schreiben, woher nimmst du deine Ideen?

Meist sind es kleine Begebenheiten im Alltag, die den Ausschlag für eine Idee geben.

Marion Johanning sagte letztens erst, die Ideen lägen auf der Straße. Wie ist das bei dir?

An besonders kreativen Tagen spinne ich den Faden einfach weiter und wenn ich ganz großes Glück habe, entwickelt sich daraus eine Geschichte, die ich unbedingt aufschreiben muss.

Also eher der handwerkliche Ansatz … mit Glückshormonen.

 

Was würdest du tun, wenn du nicht mehr schreiben könntest?

Da ich alles, was ich tue, exzessiv mache, würde ich wahrscheinlich wieder anfangen zu trainieren.

Das ist ja jetzt die ganz andere Richtung. Wie das?

Ich liebe es, an meine Grenzen zu gehen, physisch und mental. Leider hat das Schreiben die sportlichen Aktivitäten in meinem Leben minimiert. Aber alles hat im Leben eben seine Zeit.

Das ist sehr philosophisch und leitet auch wunderbar über zu meiner nächsten Frage …

 

Zu welchen Anlässen hast du schon überlegt, mit dem Schreiben aufzuhören?

Da ich alle meine Storys nicht plotte, komme ich bei jedem meiner Geschichten irgendwann an einen Punkt, an dem ich sie einfach nur noch löschen möchte, weil ich nicht weiß, wie sie weitergehen soll.

Ahjaaaaaaaa! Das kenne ich nur zu gut. Und was machst du dann? Ich frage das durchaus eigenmotiviert. :)

Meist mache ich dann lange Spaziergänge mit meinem Mann, der mir hilft, das Durcheinander in meinem Kopf aufzuknoten. Aber wirklich daran gedacht, aufzuhören mit dem Schreiben, habe ich eigentlich noch nie.

Auch nicht fürs Training?

 

Was war dein emotionalstes Erlebnis beim Schreiben?

Das war beim Schreiben des Romans „Was am Ende noch so bleibt“.

Inwiefern?

Ich habe mich über die Krankheit Chorea Huntington belesen, und dazu vieles recherchiert. Und das Aufschreiben der Geschichte hat mich emotional ziemlich an meine Grenzen gebracht.

Diese auf den ersten Blick „einfache“ Vierecksgeschichte zwischen zwei Paaren mit heimlichen Partnertausch bekommt natürlich durch die Krankheit einer der beiden Frauen eine dramatische Komponente. Das glaube ich schon, dass einen das auch beim Schreiben mitnimmt – noch dazu, wenn man nicht plottet.

 

Wie viel Autobiografie steckt in deinen Geschichten?

Ich behaupte immer: NULL.

Das höre ich sooooo oft – und ganz ehrlich? Ich glaube dir kein Wort.

Die Familie, mein engstes Umfeld sieht das natürlich komplett anders. Die sagen bei manchen Szenen: Das warst komplett DU!

Ich behaupte auch, zwischen dein Zeilen eines jeden Buches schwingt die Seele seines Autors. In der Auswahl der Plots, im Aufbau der Szenen, durch das Betrachten und Beschreiben von Details – man verrät sich an so vielen Stellen.

 

Was wäre das größte Kompliment, das man dir als Autor machen kann?

Die Leipziger Buchmesse ist ein guter Ort, um sich untereinander auszutauschen, sowohl mit Autoren als auch mit Lesern.

Du bist am Skoutz-Stand ein gern gesehener Gast. Da kriegst du von beidem satt!

Einige meiner Leser, kommen extra dorthin, um mir zu sagen, dass sie so begeistert von meinen Geschichten sind, dass sie alle meine Bücher gelesen haben. Das ist sehr surreal für mich, da das Schreiben selbst ein sehr einsamer Prozess ist und ich kaum mit Menschen in Berührung komme, sondern nur mit den Protagonisten im eigenen Kopf. Aber diese Begegnungen sind das größte Kompliment, das man als Autorin bekommen kann.

Wenn wir schon beim Kuscheln sind …

 

Wer ist für dich dein idealer Leser?

Der ideale Leser ist natürlich der, der sich auf jede Story einlässt, und zwar egal, in welchem Genre sie spielt. Und am liebsten sind mir die Leser, die Feedback geben, am besten in Form einer Rezension.

Skoutz-Buchspruch #6 Rezensionsapplaus

 

Bei welchem deiner Protagonisten würdest du den Beziehungsstatus mit dir als »schwierig« bezeichnen?

Da gibt es keinen. Ich liebe alle meine Protagonisten 😉

Das ist eine oft gehörte Antwort, aber sie geht ein bisschen am Thema vorbei. Kann man nicht auch schwierige Beziehungen mit Liebe führen? Wenn das so wäre, wären doch all unsere Romance-Geschichten sterbenslangweilig.

„Sie trafen sich, verliebten sich und lebten fortan glücklich bis an ihr Ende (*gähn*)“

Du schreibst oben, dass du beim Schreiben an den Punkt kommst, wo du nicht weiterweißt. Das ist aber eine Stelle, an die dich deine Figuren gebracht haben. Findest du es dann nicht schwierig, sie zu einer Lösung zu bewegen, die auch zu einem geeigneten Buchende führt?

 

Und zum Schluss: auf welche Frage in einem Autoreninterview möchtest du einfach nur mit »Ja« antworten?

Babsy, was liebst du mehr? Schokolade oder Kuchen? 😉

Schokokuchen!!!  Den bringe ich das nächste Mal mit. Versprochen.

 

Hier könnt ihr Babsy Tom treffen:

Babsy Tom auf Facebook

Autorenhomepage von Babsy Tom

 

Skoutz Lesetipp:“Liebesvergessen“ – Romance von Babsy Tom

Tom Cover LiebesvergessenNach einem Verkehrsunfall wacht Penny ohne jegliche Erinnerung an ihr bisheriges Leben in einem Berliner Krankenhaus auf.
Sie stellt sich viele Fragen: Wo ist sie? Wer ist sie? Wie kam sie hierher? Aber vor allem wichtig ist, wer ist der Mann an ihrer Seite? Tom, ihr unnahbarer, attraktiver Exmann, mit dem sie sich noch Haus und Hündin teilt oder Georg, ihr gut aussehender Chef, der ihr sein Herz und die Welt zu Füßen legt?

Mithilfe ihrer Freundinnen Isabel und Vera will sie wieder in ihr Leben zurückfinden und vor allem eins, die richtige Wahl treffen …

Skoutz meint: Eine Frau, die zwischen zwei Männern steht, das macht das Buch zur Romanze. Der Rahmen, der sich mit den Folgen einer Amnesie und ihren Problemen (und auch Vorteilen!) befasst, ist dabei so ungewöhnlich wie einfühlsam beschrieben und man merkt beim Lesen schnell, dass Babsy den Krankenhausbetrieb aus erster Hand kennt. Dazu sind einige Szenen brüllend komisch, andere wiederum tränenbefeuchtend anrührend. Manchmal möchte man die Protagonisten anschreien und schütteln, aber eines will man immer: Weiterlesen.

 

Liebe mit Risiken und NebenwirkungenHinweis:

Mit ihrer romantischen Komödie „Liebe mit Risiken und Nebenwirkungen“ wurde Babsy Tom übrigens von Poppy J Anderson in die Midlist Romance des Skoutz-Award 2016 gewählt. Wir haben keine Risiken gescheut, und uns die Romantikkomödie genauer angesehen und dann ausführlicher besprochen (weiterlesen).

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