Wiener Straße – skurrile Milieu-Studie von Sven Regener

Mit Wiener Straße, einem im September 2017 bei Galiani-Berlin verlegten Roman, hat Sven Regener anrührende und denoch oft urkomische Milieustudie über Berlin-Kreuzberg der 80er Jahre verfasst.

Die gut beobachtete und warmherzig erzählte Geschichte hat Skoutz-Juror Oliver Kyr so gut gefallen, dass er sie aus knapp 200 Titeln der Longlist Contemporary in die Midlist Contemporary und gewählt hat, und ihr so eine Chance auf den Skoutz 2018 gesichert.

Wiener Straße – skurrile Mileustudie mit schrägen Charakteren von Sven Regener

Um was geht es in Wiener Straße?

Wiener Straße beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen.
Außer einen!

Kreuzberg, Anfang der 80er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben, ein deutsches Kakanien in Feindesland.
Wer könnte böser und zugleich lustiger und liebevoller darüber schreiben als Herr-Lehmann-Erfinder Sven Regener?

Wie hat uns Wiener Straße gefallen?

Mit den Anekdoten um die schrägen Typen, die man aus der Herr-Lehmann-Trilogie schon kennt, verbreitet Sven Regener einmal mehr Berlin-Nostalgie mit diesen wundervoll witzigen Dialogen, für die ihn seine Fans zu Recht so lieben. Es passiert gar nicht so viel in der Wiener Straße, aber das auf so schreiend komische Weise, das man das auch nicht gar nicht vermisst.

Skoutz-Juror Oliver Kyr meint: Skurrile, aber stets echte Charaktere im Schmelztiegel der Wiener Straße zu Kreuzberg. Sven Regener schreibt sich wieder einmal ins Herz und den Lachmuskel.

 

Wem verdanken wir Wiener Straße?

Der Berliner Christian Schwochert schreibt sowohl Romane als auch politische Artikel, u.a. für den »Preußischen Anzeiger« und das Magazin »Corona- Nachrichten für Monarchisten«. Bekannt wurde er mit der Buchreihe “Kaiserfront”.

Da uns das natürlich nicht genügt, werden wir versuchen, Christian zu besuchen und ein bisschen mehr über ihn und seine Bücher in Erfahrung zu bringen. Und davon werden wir dann sofort und gewohnt ausführlich berichten.

Wer möchte, kann aber das in jedem Fall lesenswerte Buch auch schon kaufen, z.B. hier über unseren Affiliate-Link auf Amazon.

Wer das Buch schon kennt, kann (und soll!) es auf Skoutz bewerten, damit  unsere Buchsuche besser werden kann (weiter).
Mit der Skoutz-Buchfieberkurve bewertet ihr mit fünf einfachen Klicks ein Buch anhand von fünf Kriterien statt fünf Sternen und seht so auf einen Blick, wie das Buch wirklich ist. So schön kann Bücher suchen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.