Shortlist Science Fiction: Weltenkrieg #1 (Die Rückkehr) von Tom Zola

Würfelheld André Skora, der Futurologe in Skoutz-Jury hatte im März 2017 aus weit über 200 vorgeschlagenen Titeln aus der Longlist Science Fiction 9 Bücher für die Midlist Science Fiction des Skoutz-Awards 2017 auszusuchen. Seine Leshighlights spiegeln die Vielfalt des Genres im vergangenen Lesejahr wieder. Welcher der 3 Titel, die aus der Midlist mit den meisten Freunden unter Lesern und der restlichen Jury Ende September das Rennen um den Science Fiction-Skoutz 2017 macht, bleibt auf alle Fälle bis zuletzt spannend.

 

Weltenkrieg #1 – Die Rückkehr von Tom Zola ist eines davon.

Bei Weltenkrieg handelt es sich um einen 252 Seiten starke, im Januar 2017 vom Atlantis Verlag veröffentlichten Science Fiction Roman, mit dem er den Science Fiction Klassiker Krieg der Welten von H.G. Wells gekonnt weitererzählt.Wir haben das Buch bereits in der Auswahl der Midlist vorgestellt und besprochen (weiterlesen).

Gerne hätten wir Tom Zola auch besucht, aber das hat leider bisher noch nicht geklappt. Wenn sich hier noch etwas ändert, holen wir das natürlich sofort nach, damit ihr dann auch ein bisschen vom Menschen hinter der Geschichte erfahrt.

Wie alle Shortlist-Titel haben wir auch Weltenkrieg #1 von Tom Zola noch einmal aus dem Skoutz-Buchregal genommen, damit der Juror selbst das Buch für euch bespricht.

Eine Aufgabe, der André gerne nachgekommen ist:

 

Würfelheld André Skora über Weltenkrieg #1 – Die Rückkehr von Tom Zola:

Tom Zola ist einer der Autoren die ich erst durch meine Juror-Tätigkeit beim Skoutz-Award kennenlernen durfte. Der 1988 geborene Autor schreibt meist Alternativweltgeschichten, Military Science-Fiction oder Phantastik, was teils aus seinem vergangenen Berufsleben zu tun hat. Nun begibt er sich mit „Weltenkrieg“ auf die Spuren des großen H.G.Wells und dessen „Krieg der Welten“, oder besser gesagt, Zola verpasst dem Meisterwerk eine Fortsetzung.

 

Zum Inhalt von Weltenkrieg #1:

1901 landeten Marsianer auf der Erde. Genauer gesagt in London. Mithilfe ihrer Kriegsmaschinen sorgten sie für eine hohe Opferzahl unter der Bevölkerung. Man spricht von mehreren zehntausenden Opfern. Somit viel Leid, welches viele Familien unverhofft traf. Aber auch die Invasoren wurden unverhofft hingerafft, durch ihnen unbekannte Bakterien.

Diese Geschehnisse sind nun 120 Jahre her und seitdem ist viel geschehen. Allerdings gab es keinen Kontakt mehr zu den Marsianern, was die Menschheit aber nicht davon abgehalten hat, sich zu wappnen. Nicht nur militärisch hat man sich weiterentwickelt, sondern auch in punkto Beobachtung, z.B. durch das Aussenden von Marssonden und Satelliten. Die Menschheit möchte halt kein erneutes Desaster erleben.

Obwohl die Geschehnisse jedermann bekannt sind, sind die Maßnahmen derzeit ein heißes gesellschaftliches Thema und alles steht zur Diskussion, ob Marssonden oder die UN-geführten Spezialeinheiten, die sogenannten Forces. Diese werden derzeit für den Kampf und das Aufspüren alter Alientechnologie herangezogen. Aber der rechtliche Grad ihrer Einsätze ist schmal. Es kann schnell dazu kommen das sie in internationale Krisen reingezogen werden, wofür ihr Mandat nicht ausreicht. Und so kommt es vor, dass auf der Suche nach Alientechnologie (AT) auch in die Krisenherde der Welt gereist werden muss und man sich so im IS Konflikt oder im Jemen befindet.

Und somit sind wir dann auch schon mitten in der Story. Eine der Forces hat den Auftrag erhalten, AT aus Händen von islamistischen Terroristen zu sichern und in die entsprechende Einrichtung zu überführen. Ruckzuck stecken die Einheiten im Kampf, wobei es ihnen gelingt die AT aufzuspüren, zu sichern und zu verbringen. Allerdings beginnt genau mit diesem Fund, einem kleinen Tripod, der neuerliche Ärger für die Menschheit.

 

André Skoras Meinung zu Weltenkrieg #1:

Zuerst einmal Respekt an Tom Zola dafür das er sich nicht davor gefürchtet hat, einen der Meisterwerke (Pflichtlektüre) der Science-Fiction, nämlich H.G. Wells „Krieg der Welten“ eine Fortsetzung zu verpassen und in dieser dann auch noch Wells und dessen Werk als „Wissenschaft“ einzubetten.

Weiterhin merkt man bei den militärischen Szenen das Zola da auf einem gewissen Hintergrund setzen kann. Wobei ich nicht unbedingt bei allen mit ihm übereinstimme, so etwa bei der Verwendung von französischen Rangordnungen bei einer UN-geführten Truppe. Aber das ist reine Geschmackssache. Schadet dem Werk nicht. Die Miliz-Szenen lassen einen den Wüstensand zwischen den Zähnen und die Sonne auf der Stirn spüren, wobei der Waffengeruch nicht zu kurz kommt.

Die Alientechnologie die Zola hier und da darstellt, lassen die Erlebnisse aus dem ein oder anderen Hollywood Streifen bzw. Serie wieder im Gedächnis auffrischen. So wie beispielhaft „Tripods – Die dreibeinigen Herrscher“, „Krieg der Welten“ (nicht die Version mit Tom Cruise) oder aber auch Szenen aus „Mad Mission“ oder sogar „Battletech“ und ich geb’s zu „Transformers“ und „Pacific RiM“. Da baute das Kopfkino einiges zusammen.

Die Einbettung der „Fachliteratur“ und deren Darstellung ist an den richtigen Stellen des Werkes gesetzt. Das bringt auch eine andere Facette zum Vorschein, sorgt aber mit gewählten Stilwechseln für den ein oder anderen Bruch, der nicht jedem Leser gefallen dürfte.

Die Protagonisten und deren Interaktion haben mich gepackt. Meinem Kopfkinozeichner blieb genügend Platz und Raum, um sich zu entfalten und den vorhandenen Raum zu nutzen, um ein Gesamtbild zu schaffen. So hat das am Ende des Buches für ein gutes Gefühl gesorgt.

Wie eingangs erwähnt, war Tom Zola für mich eine Entdeckung des Skoutz-Awards. Mit „Weltenkrieg #1“ wird sicherlich nicht das letzte Werk von ihm bei mir gelandet sein.

 

Das Buch in Zahlen:

Weltenkrieg #1 – Die Rückkehr

Autor: Tom Zola
Verlag: Atlantis Verlag
Format: Taschenbuch (eBook)
Seiten: 252
Erschienen: Januar 2017
ISBN: 978-3864024634
Preis: 13,90 Euro (eBook – 8,99 Euro)

Wer Lust bekommen hat, gleich loszulesen, kann das Buch hier bei Amazon oder auch überall sonst im Buchhandel erwerben.

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