crystal.klar – Schicksalsroman von Dominik Forster

Buchvorstellung

crystal.klar – Autobiografischer Roman mit gesellschaftskritischen Zügen von Dominik Forster

Träne-1erskoutz_award iconHeute stellen wir euch einen der Titel vor, die unsere Jurorin Emma S. Rose aus weit über 100 vorgeschlagenen Titeln (Longlist) für die Midlist Drama des Skoutz-Awards 2016 ausgesucht hat und der von den Lesern und der Jury sodann in die Shortlist, also unter die letzten 3 Titel des Genres gewählt wurde. crystal.klar hat sich gegen 2 weitere Mitbewerber im Rennen um den Drama-Skoutz 2016 durchgesetzt. Wir gratulieren herzlich!

Details zur Preisverleihung gibt es hier (weiterlesen).
Bei crystal.klar handelt es sich um einen 280 Seiten starken, im Februar 2016 im duotincta Verlag veröffentlichten Schicksals-Roman, in dem der Autor sein eigenes Drogen-Schicksal in absolut bemerkenswerter Weise verarbeitet und so nicht nur Betroffenen, sondern auch all jenen nachvollziehbar macht, die sich fragen, wie es so weit kommen kann.

Doch seht selbst:

 

Um was gehts in crystal.klar?

Forster crystal.klarAls Dominik Forster zum ersten Mal durch die Tore der Nürnberger Herschel-Schule tritt, beginnt sein Leben als Underdog. Erst Crystal Meth macht den ängstlichen Jungen zu dem Menschen, der er immer sein möchte. Mit dem Einstieg ins Drogengeschäft beginnt der vermeintliche Aufstieg, umgeben von vermeintlichen Freunden: er wird zum Topdog. Dieser Weg führt ihn ins Gefängnis, in eine Welt aus Brutalität, die einzig zwischen „Mann“ und „Opfer“ unterscheidet und in der die Zeit nur genutzt wird, um den nächsten Coup zu planen… Entzug und Therapie helfen Dominik Forster aus diesem Teufelskreis auszubrechen und das selbstbestimmte Leben zurückzugewinnen, das er heute führt. Dieses Buch markiert einen Teil seines Weges. Ein Roman, ein Bekenntnis, eine Bewältigung der Vergangenheit, die dem Leser rückhaltlos die zerstörte Welt einer Jugend vorführt, die im Bann von Crystal Meth steht, der Droge Nummer 1 einer egomanischen Leistungsgesellschaft.

 

Wie fanden wir crystal.klar?

„crystal.klar“ ist ein Gänsehautbuch. Absolut authentisch und ohne Rücksicht auf sich und seine Leser schildert Dominik wie leicht, ja geradezu beiläufig das Abdriften in die Sucht vonstatten geht, wie sinnlos es ist, hier von Leichtsinn oder Dummheit zu sprechen, und wie dornenreich und mühsam der Weg zurück ist. Es ist ein Buch, das man lesen und wirken lassen muss. Unbedingt.

Skoutz-Juror Emma S. Rose: Egal welches Leben du führst – wenn du in den Sog einer Droge gerätst, geht es bergab. In diesem Roman berichtet For­ster von seinem Weg mit den Drogen – und wie er es schafft, dem Teufelskreis zu entrinnen. Eindringlich und ungeschönt (weiterlesen).

 

Wem verdanken wir crystal.klar?

Dominik Forster ist seit 2013 als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Suchtprävention für die mudra in Nürnberg tätig. Daneben ist er Mitbegründer des Mountain Activity Clubs, einem gemeinnützigen Verein für Prävention und Peerarbeit. Er beteiligt sich am Projekt Spotting – selektive Prävention für junge Risikokonsumenten/innen, das vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird.

„Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich die ersten Sätze von crystal.klar (Buchprojekt damals noch nicht absehbar) in den PC eines Mitbewohners gehackt. Zu diesem Zeitpunkt war ich arbeitslos, hab auf einer Luftmatratze gepennt und war ständig besoffen, weil mir jeder zu verstehen gegeben hat, dass ich ein süchtiger Ex-Knacki bin, der mit 24 Jahren sein Leben gegen die Wand gefahren hat.
Im Knast wurde mir vermittelt, dass, wenn ich ein anständiges Leben führe, mir alle Türen offen stehen und mich die Gesellschaft mit offenen Armen empfängt. Die Realität sieht anders aus!!!
Ein starker Wille reicht da nicht aus. Zwei wunderbare Menschen haben mich aufgefangen und mir das Leben gerettet. Nun ist es für mich an der Zeit etwas zurück zu geben!
Heute bin ich clean, rauche und trinke nicht, besuche Schulen und halte dort Präventionsunterricht.“

Kay Noa war bei Dominik Forster zu Besuch und hat sich mit ihm in einem ungewöhnlich offenen und sehr persönlichem Gespräch über das Leben als Feldstudie, die einzig wahre Droge und über Selfies unterhalten. Lest unbedingt weiter.

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