Blog den Blog: Hydrogenperoxid


Heute macht Blog den Blog Halt bei Ann-Kathrin und ihrem Blog Hydrogenperoxid, den diese schon seit 2010 mit viel Liebe zum Detail und einem großen Ideenreichtum führt.
Annis Blog zeichnet sich durch ein geordnetes Chaos aus, denn sie beschränkt sich nicht ausschließlich auf ein festes Thema. Bei ihr findet man alles, was ihres gerade in den Sinn kommt und über das sie gerne schreiben möchte.

Was gibt es auf Hydrogenperoxid?

  • Rezensionen
  • Gewinnspiele
  • Allerlei querbeet

Anni sagt selbst über ihren Blog, dass er nicht gerade für seinen roten Faden bekannt ist. Begonnen hat alles mit Beiträgen rund um das Thema Beauty, doch das wurde ihr auf Dauer zu eintönig, sodass sie sich weiter orientiert hat. Alles entwickelte sich zu einem Lifestyle-Blog, der Rezepte, Outfit-Postings, Reisebeiträge, persönliches und auch Einblicke in ihre Wohnung für die Leser bereithält. Bücher haben erst vor kurzer Zeit eine Nische auf ihrem Blog bekommen, da das Lesen einen wichtigen Platz in ihrem Leben hat und sie deswegen auch darüber berichten wollte. Ein Glück! Genau hier liegt wohl die Stärke von Anni, in ihrer Kreativität und der bunten Mischung an Beiträgen. Bei ihr ist für so ziemlich jeden Leser etwas dabei und die Nähe zu ihren Lesern ist für sie schon immer sehr wichtig gewesen.
Am liebsten liest sie übrigens Young Adult, Contemporary, Fantasy und Dystopien, aber auch zu einem guten Thriller kann sie keinesfalls Nein sagen – sehr zum Nachteil für ihren Geldbeutel, aber wir können dieses kleine Laster nur allzu gut verstehen.

Aber genug von unserer Seite! Nun lassen wir aber am Besten Anni selbst zu Wort kommen:

 

Anni über Hydrogenperoxid

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch bedeutet für mich, dass ich die Welt um mich herum vergesse. Das Buch muss mich in seinen Bann ziehen können, so dass ich die Türklingel überhöre oder vergesse dass es schon vier Uhr morgens ist und ich in drei Stunden in die Vorlesung muss. Ich muss die Protagonisten lieben und hassen können und die Umgebung muss so beschrieben sein, dass ich das Gefühl habe mitten in der Story zu sitzen. Dazu ein schöner Schreibstil und man hat mein Herz erobert.

Nach welchen Kriterien bewertest du Bücher?

Das schwankt oft und hängt vom Buch selber ab. Das Buch wähle ich erst Mal nach Cover und Klappentext aus. Aber das Buch insgesamt bewerte ich nach dem Lesen, danach ob es mich in seinen Bann gezogen hat. Konnte ich komplett daran versinken, waren die Charaktere realistisch geschrieben, war das Setting nachvollziehbar? Ich finde es gibt nichts Schlimmeres als Mary Sues in Büchern oder eine verworrene Storyline, der man nicht folgen kann. Was mir auch sehr wichtig ist, ist der Schreibstil des Autors. Ich hatte mal ein Buch mit einer wunderbaren Geschichte und ich konnte es nicht fertig lesen, weil der Schreibstil unheimlich langweilig und langatmig war.

Ebenso wie bei allen anderen Beiträgen deines Blogs machst du dir also auch sehr viele differenzierte Gedanken zu Büchern. Das finden wir toll, denn bei dir erkennt man die Liebe im Detail.

Was war dein emotionalstes Blog-Erlebnis?

Mein emotionalstes Blog-Erlebnis war wohl als ich das erste Mal auf ein Blogevent eingeladen wurde und Sissy von Modern Snowwhite kennenlernen durfte. Der Moment selber war eigentlich gar nicht so emotional. Aber das danach schon. Sissy hat sich über die Jahre nämlich zu einer meiner besten Freundinnen gemausert obwohl uns 400km trennen. Das war mein emotionalstes Erlebnis. Die Erkenntnis, dass ich dank des Blogs eine so gute neue Freundin gewinnen konnte, auf die ich keinen Tag verzichten wollen würde.

Sissy wird sich sehr freuen, das zu lesen! Sicherlich wird auch jeder hier bestätigen, dass er durch das Bloggen oder generell den Austausch über Bücher schon viele wundervolle neue Leute kennengelernt hat.

Warum bloggst du?

Zu Beginn war es wirklich jugendliches Mitteilungsbedürfnis. Ich wollte einfach etwas Neues ausprobieren und selber etwas zum großen World Wide Web beitragen.
Heute ist die Antwort fast die Gleiche. Ich will der Welt etwas mitteilen, ich will Sachen ausprobieren und meine Erfahrungen und Meinung in die Welt hinausschreien. Wie geht das besser, als mit einem Blog?Allerdings habe ich inzwischen so viele tolle Menschen und auch sehr gute Freunde durch das Bloggen gewonnen, dass ich wohl auch sagen muss, dass ich blogge um neue Leute kennen zu lernen und mich auszutauschen.

Hast du Vorbilder?

Diese Frage finde ich so schwer. Ich denke meine Vorbilder sind zu einem meine Eltern, die mir beigebracht haben, dass man hart arbeiten muss, wenn man etwas erreichen will. Und gleichzeitig haben sie mich immer unterstützt, auch wenn so manche meiner Phasen sicher unerträglich war. Und zum anderen meine Oma. Sie war immer für mich da und ist im Alter immer noch so offen für Neues. Um sie zu zitieren „Wenn ich nochmal 60 wäre, würde ich mir die Haare auch pink färben – ich find das gut. Übrigens hast du mal wieder ein Buch mit Vampiren?“. Wenn ich alt bin und so wie sie werde, ist alle perfekt.

Familie ist eben einfach das wichtigste und unendlich wertvoll.

Was war dein ungewöhnlichster Blog-Beitrag?

Ungewöhnlich? Ich würde keinen meiner Beiträge wirklich als „ungewöhnlich“ bezeichnen. Da gibt es andere Blogger die über ungewöhnlicheres Bloggen und sich weiter aus dem Fenster lehnen als ich. Aber mit Sicherheit gehören meine „Rants“ zu meinen ungewöhnlicheren Postings. Wenn mich im Alltag etwas belastet, wenn mich etwas, was ich beobachtet habe, sehr aufregt, dann nehme ich das Gefühl mit nach Hause und mache daraus Blogbeiträge. Die sind nicht unbedingt durch eine gute Qualität gekennzeichnet, aber eben durch meine ungefilterte Meinung. Und manchmal kann das wirklich so wirken als stünde ich kurz vor der Eskalation. Aber meine Leser finden es mehr witzig. Manchmal muss ich mir einfach Luft machen.

Wir haben euch einen solchen Beitrag mal verlinkt, bei dem Anni ihren Gedanken einfach freien Lauf lässt.

Hast du auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, das Bloggen aufzugeben?

Um ehrlich zu sein ja. Das war zu einer Zeit in der mein Studium sehr stressig war und ich nicht wusste wohin mit meinen Gedanken. Dazu der große Konkurrenzdruck, der mit der Professionalisierung der Blogszene Hand in Hand ging. Aber irgendwann dachte ich mir „Nein, ich höre nicht auf. Ich muss einfach nur mein Tempo finden“. Vielleicht habe ich dadurch den Anschluss verloren, aber für mich habe ich das perfekte Tempo gefunden mit dem ich glücklich bin.

Was wäre das größte Kompliment, das man dir als Blogger machen kann?

„Du hast mir geholfen“.  Klar sind hohe Klickzahlen, Reichweite und viele Kommentare schön und gut, aber das ernsthafte direkte Feedback meiner Leser ist mir Kompliment genug. Ich hatte schon einige Kolumnen auf meinem Blog die ernsthaftere Themen wie Bodyshaming, Nein heißt Nein, Depressionen und andere Dinge thematisiert haben. Bei diesen Beiträgen bekomme ich oft Kommentare wie „Du sprichst mir aus der Seele, danke dass du das ansprichst“ oder „Mit dem Blogbeitrag hast du mir echt geholfen“. Und das sind für mich die größten Komplimente.

Ein solches Feedback ist wirklich immer das Schönste!

Und zum Schluss – Auf welche Frage würdest du einfach nur mit „JA“ antworten?

„Hast du Lust auf einen Roadtrip, der erst oben in Finnland endet?“

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