Ascheland – Dystopischer Roman von Oliver Kyr

Ascheland – Ein Roman über eine Reise durch unsere nahe Zukunft von Oliver Kyr

Heute stellen wir Ascheland von Oliver Kyr vor, einen dystopischen Roman, den Juror Dominik Forster für die Midlist Contemporary des Skoutz-Awards 2017 aus über 150 Titeln der Longlist 2017 nominiert hat. Der 220 Seiten starke, bei Acabus erschienene Roman wirft aus der nahen Zukunft einen sehr kritischen Blick auf unsere Gesellschaft und begrübelt im Stile eines Roadmovies unsere Stärken und Schwächen.

Doch nun zum Buch selbst.

 

Um was geht’s in Ascheland?

Die Sonne bringt die allgegenwärtige Asche, die weich auf dieser Welt ruht, zum Glänzen.

Deutschland, 2023, fünf Jahre nach dem Untergang der bekannten Welt: Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch das postapokalyptische Mitteldeutschland. Die wenigen Überlebenden sind weit verstreut und doch kennt man ihn überall. Er ist der Kindermacher, der vermutlich einzige Mann, der noch Nachkommen zeugen kann. Der ehemalige Zoowärter ist aber kein Freund der Menschen, die er für die Verwüstung der Welt verantwortlich macht. Doch wenn er etwas bekommen will, muss er auch etwas geben.
Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass er ihnen Hoffnung geben kann? Will er ihnen wirklich eine neue Generation schenken?
Auf seinem Weg begegnet Zacharias Menschen, die ihn in seinen Ansichten bestätigen, aber auch solchen, die ihm neue Perspektiven aufzeigen und ihrerseits Hoffnung geben. Und während er ihnen eine neue Zukunft schenkt, sieht er in seinen Träumen immer wieder ein altes, efeubewachsenes Haus. Liegt dort seine Zukunft?

 

Wie fanden wir Ascheland?

Ascheland ist ein unbequemes Buch, dessen Lektüre jedoch lohnt. Vor allem, weil es eine echte Dystopie ist, und nicht hippe Helden beschreibt, die mal eben schnell eine entgleiste Welt retten, sondern eine echte End-Zeit schildert. Unbequem daran ist, dass einen angesichts der beschriebenen Tristesse unweigerlich das Gefühl befällt, dass es genauso werden könnte. Oder jedenfalls so ähnlich. Wie es wäre, wenn wirklich nur noch ein paar Überlebende versuchen, weiterzuleben? Irgendwie! Dabei schildert Oliver Kyr eine düstere, kaputte Welt, die der Mensch kaputt gemacht hat und wirft sehr real, knallhart und den Leser zur Antwort fordernd die Frage nach unserer Existenzberechtigung auf. Das Wundersame dabei ist, dass obwohl die einzelnen Episoden überwiegend düster, schockierend oder bizarr sind – irgendwie doch unverwüstlich die Hoffnung mitschwingt und fühlbar wird, als etwas Wertvolles, das wir uns erhalten müssen. Und das macht dieses Buch zu einem besonderen.

Contemporary-Juror Dominik Forster meint: Was für eine abgefahrene Buchidee. 2023 – Die Welt ist verwüstet und der Buchheld ist der einzige der noch Kinder Zeugen kann.

Wer mag, kann sich auf der Homepage von Oliver Kyr, den Trailer zu Ascheland ansehen.

Wem verdanken wir Ascheland?

Oliver Kyr erzählt Stories, kreiert Welten und zeichnet Charaktere. Alles im Sinne des roten Fadens einer Geschichte, sowohl künstlerisch als auch für Unternehmen. Er sagt über sich selbst, er sei ein StoryNomade.  Das ist nach seiner Definition ein Geschichtenerzähler, der auf seinen Reisen hinter die Fassade der „Realität“ blickt und davon berichtet. Er (oder sie) berichtet von außergewöhnlichen Menschen, von „un-glaublichem“ Geschehen. Vor allem aber: von seinen eigenen Erfahrungen und den Auswirkungen seiner Reise. Und um diesem Anspruch gerecht zu werden, lebt Oliver seit Oktober 2015 zusammen mit seiner Familie in einem Wohnmobil und reist durch Europa und die Welt.

Natürlich werden wir versuchen, Oliver irgendwie ausfindig zu machen und für ein Interview zu  besuchen. Bis dahin könnt ihr Ascheland jedenfalls hier auf Amazon oder auch überall sonst im Buchhandel kaufen.

 

 

 

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